Mittwoch, 31. Mai 2006

Im Morgengrauen



Autor: Stephen King
Original: Short Story Collection (1985)
Übersetzung: Alexandra v. Reinhart
meine Bewertung: 3 von 5

Vier Kurzgeschichten hat Stephen King in dieser Sammlung vereint. In "Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte" geht es um das seltsame Verhalten eines Mannes, der erst seit kurzem aus Bombay zurück in die Vereinigten Staaten gekehrt ist. Er möchte keinen Menschen berühren und ist immer sorgfältig darauf bedacht, dass auch ihn niemand berührt. Anfangs tun seine Bekannten dieses Verhalten noch als harmlose Marotte ab, doch dann stirbt ein räudiger Straßenköter keine Viertelstunde, nachdem ihm der Mann die Hand geschüttelt hat...

Diese Geschichte ist wirklich meisterhaft erzählt. Man hört direkt das Knacken des Feuers im Kamin des Herrenclubs, in dem sie zum ersten Mal erzählt wird. Schade, dass sie so kurz ist, denn aus dieser Idee hätte sich durchaus ein ganzer Roman machen lassen. Auch wenn die Grundstruktur ein bisschen an Stephen Kings "Thinner - Der Fluch" erinnert.

"Achtung - Tiger" ist die wohl schwächste Geschichte in dieser Sammlung. Es geht darin um einen kleinen Jungen, der auf der Toilette der Schule von einem Tiger gefressen wird. Warum der Tiger dort ist, ob er wirklich existiert und was in weiterer Folge geschieht, wird auf den rund 7 Seiten der Geschichte nicht beantwortet.

"Omi" ist die wahrscheinlich beste Kurzgeschichte in diesem Werk. Der kleine George ist alleine daheim, weil seine Mutter ins Krankenhaus musste, um dort seinen Bruder, der sich das Bein gebrochen hat, zu besuchen. Das heißt - ganz allein ist George nicht. Seine Oma liegt in ihrem Zimmer im Bett und schläft. Omi ist ein bisschen unheimlich. Sie ist so fett, dass sie sich nicht mehr auf ihren Beinen halten kann und kaum mehr aus dem Bett aufsteht. Außerdem murmelt sie ständig so seltsame Worte, die George an irgendetwas


(Hexe sie ist eine Hexe)


erinnern.

George fürchtet sich, doch dann geschieht etwas Unerwartetes. Omi stirbt. Zumindest denkt das der kleine George. Er fühlt keinen Puls, der Spiegel, den er Omi vor das Gesicht hält, beschlägt nicht und auch sonst schaut sie ziemlich tot aus. Doch Omi ist nicht wirklich tot und so erlebt George einen wahrgewordenen Alptraum.

Auch "Morgenlieferungen" liegt eine wunderbar-gruselige Idee zugrunde. Der Milchmann erledigt sein allmorgendliches Geschäft, doch was er liefert, sind nicht nur Milchprodukte, sondern auch der Tod...

"Der Nebel" ist die längste Geschichte der Sammlung. Es geht um einen Nebel der irgendwie seltsam ist. So glatt und hell und irgendwie gar nicht so, wie man sich Nebel vorstellt. Er kommt auf die Stadt zu und bringt einige seltsame Kreaturen mit sich. Dave und sein kleiner Sohn befinden sich mit rund 90 anderen Menschen in einem Supermarkt, als der Nebel schließlich auch seine Heimatstadt erreicht. Wird es den Menschen im Supermarkt gelingen, sich vor den schrecklichen Wesen in Sicherheit zu bringen?

Stephen Kings Sammlung von Kurzgeschichten ist natürlich (wie fast alles aus des Meisters Feder) lesenswert, auch wenn dieses Werk nicht unbedingt zu dem Besten zählt, was er je geschrieben hat. Doch für ein paar gemütlich-gruselige Stunden in einem gemütlichen Sessel reicht es allemal. Schade nur, dass King aus einigen der Geschichten keine ganzen Romane gemacht hat - denn das Potential dazu hätten zumindest drei oder vier der fünf Geschichten.


  • Broschiert: 281 Seiten
  • Verlag: Ullstein Tb; Auflage: 1 (Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548263763
  • ISBN-13: 978-3548263762
  • Sonntag, 28. Mai 2006

    The Undomestic Goddess



    Autorin: Sophie Kinsella
    Original: The Undomestic Goddess (2005)
    meine Bewertung: 5 von 5

    Samantha Sweeting ist 29 Jahre alt und auf dem besten Weg, ihre ehrgeizigen Karriere-Ziele zu erreichen. Sie arbeitet bei Carter Spink, einer renommierten Anwaltskanzlei mitten in London. Nach sieben Jahren aufopfernder Arbeit für die Firma, keinem Privatleben und keinen Freunden (aus Mangel an Zeit) hat sie endlich ihre Ziele erreicht: Sie soll die jüngste Partnerin in der gesamten Kanzleigeschichte werden.

    Samantha erfährt dies kurz nachdem sie eines Morgens das Büro betreten hat aus einer gut informierten Quelle. Sie ist aufgeregt und fühlt sich wunderbar. Weil sie aber auch nervös ist und sich auf keine ihrer Aufgaben konzentrieren kann, beschließt sie, endlich ihren Schreibtisch aufzuräumen. Nicht nur für ihre großartige Arbeit, sondern auch für ihren chaotischen Schreibtisch ist die Anwältin bekannt. Während sie den Papierkram auf ihrem Arbeitsplatz durchsieht, entdeckt sie, dass sie wohl einen Fehler gemacht haben muss und ein Dokument nicht rechtzeitig eingereicht hat - ein Dokument, das den Klienten von Carter Spinks einen Verlust von 50 Millionen Pfund bedeutet.

    Total geschockt, so einen Anfängerfehler gemacht zu haben, flieht sie aus dem Büro. Samantha setzt sich in den erstbesten Zug, der sie aus London bringt und findet sich selbst einige Stunden später in dem kleinen Dorf Ebury wieder. Weil sie mittlerweile schlimme Kopfschmerzen plagen, klingelt sie an einem Haus und bittet um eine Kopfschmerztablette. Die Besitzer des Hauses erwarten jemandem zum Vorstellungsgespräch für eine Stelle als Hausmädchen - und halten glatt Samantha für diese Bewerberin.

    Weil sie unter Schock steht und unbedingt für die Nacht ein Dach über dem Kopf braucht, tut Samantha nichts, um dieses Missverständnis aufzuklären. Irgendwie schafft sie es, Trish Geiger und ihren Mann zu überzeugen und nach einem Vorstellungsgespräch, an das sie sich aufgrund der starken Tabletten an dessem Ende nicht mehr erinnern kann, die Stelle zu bekommen. Natürlich hat die Top-Anwältin keinen blassen Schimmer von Hausarbeit. Das einzige, das sie einigermaßen unfallfrei kochen kann, ist Tee.

    Natürlich bringt sie dies in ziemliche Schwierigkeiten, doch Samantha ist nicht dumm und so gelingt es ihr immer wieder, ihre Arbeitgeber in Staunen zu versetzen. Weil sie merkt, wie schön das Leben sein kann - nicht zuletzt durch den attraktiven Gärnter Nathaniel - tut sie weiterhin nichts, um das Missverständnis aufzuklären. Sie arbeitet weiterhin als Hausmädchen, putzt Klos, kocht Essen und genießt es, mal keinen Papierkram mit nach Hause nehmen zu müssen. Doch leider hält diese Idylle nicht ewig an.

    Wieder und wieder denkt Samantha darüber nach, wie ihr ein solcher Anfängerfehler unterlaufen konnte, der sie schließlich ihre Karriere gekostet hat. Carter Spinks hat sie gefeuert und ihr Hausverbot erteilt - ohne zu wissen, wo Sam sich gerade aufhält und was sie tut. Doch eines Tages fällt Sam eine Ungereimtheit auf, die schließlich zu einem unerwarteten Twist in der Handlung führt.

    Kinsella hat wieder einmal ein fantastisches Buch geschaffen. Ihre Charaktere sind so lebending, dass man meinen könnte, ihnen über die Schulter schauen zu können und Sams Brot riechen zu können. Natürlich fehlt auch dieses Mal der kleine Schuss Romantik nicht, auch Humor kommt nicht zu kurz - auch wenn er nicht so ausgeprägt auftritt, wie in den Vorgänger-Romanen mit Becky Bloomwood oder Emma Corrigan in den Hauptrollen. Dennoch ein Must-Read für alle Mädels da draußen!


  • Taschenbuch: 415 Seiten
  • Verlag: Black Swan (Januar 2006)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0552153141
  • ISBN-13: 978-0552153140
  • Donnerstag, 25. Mai 2006

    Todesrausch



    Autor: Jerry Cotton (Pseudonym)
    Original: 1967
    meine Bewertung: 1 von 5


    Der FBI-Mann Jerry Cotton wird betäubt und entführt. Man bringt ihn in das Labor von Branco Zirko, wo man ihm eine Droge injizieren will, die ihn in eine Killer-Maschine verwandelt. Natürlich befreit sich Cotton aus dieser Situation und startet zum Gegenangriff auf den verrückten Wissenschafter und seine Gefolgsleute.



    Es tut mir leid, dass ich nicht mehr zum Inhalt sagen kann, aber Tatsache ist, dass es einfach nicht mehr zu sagen gibt. Das ist die ganze, flache Handlung dieses "Werkes", von dem nichteinmal genau festgestellt werden kann, wer dafür verantwortlich zeichnet. Verschiedene Autoren schreiben abwechselnd unter dem "Jerry Cotton" Pseudonym für die Serie, von der es mittlerweile keine Romane, sondern nur noch Hefte gibt. Davon allerdings schon mehr als 2.500 Bände.


    "Todesrausch" ist noch ein "altes" Taschenbüchlein, das damals um ATS 16,50 oder DM 2,40 zu haben war. Aber sogar das ist noch zu teuer. Der Schreibstil und der Stil des Übersetzers sind mehr als nur schlecht. So liest man ständing Dinge wie "das Girl", "Squareyard" oder "Sidestep", die einem richtig sauer aufstoßen. Auf der anderen Seite kommen auch Neo-Germanismen wie "Dritte Avenue" anstatt der berühmten "Third Avenue" in New York unter die Augen. "Der FBI" ist auch nicht gerade guter Stil, da es sich mit FBI um DAS Federal Bureau of Investigation handelt.


    Nicht nur die Übersetzung und die ganze Story, sondern auch die Charaktere sind sehr flach. Nach zu diesem Zeitpunkt immerhin schon 85 Bänden sollte man doch erwarten, dass der berühmte "G-Man" über etwas Charakter verfügt. Leider ist dem nicht so. "Es gibt keine FBI-Agentinnen" ist nur eines der Beispiele von ziemlich chauvinistischem Verhalten, das sich in dieser Serie, die wohl eindeutig für Männer konzipiert wurde (Cotton fährt einen Jaguar), eingeschlichen hat. Auf jedem Fall also die Finger davon lassen! Man kann noch so sehr Krimi- und Actionfan sein, diese Reihe ist dennoch nicht zu empfehlen!


    Zitat Seite 90 unten, Romanausgabe von Bastei Lübbe, 1967:

    "Ich stieß einen dünnen Pfiff aus. 'Sie liegt der Siebzehn genau gegenüber.' Clark Gibbons stieß einen dünnen Pfiff aus. 'Sie haben recht.'"

    Soviele dünne Pfiffe aufeinmal...klingt nach Wunschkonzert.


  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Luebbe Verlagsgruppe (1987)
  • ISBN-10: 3404320859
  • ISBN-13: 978-3404320851
  • Mittwoch, 24. Mai 2006

    The DaVinci Code



    Autor: Dan Brown
    Original: The Da Vinci Code (2004)
    meine Bewertung: 5 von 5

    Robert Langdon, der berühmte Harvard-Professor und Symbologe, hält sich in Paris auf, um einen Vortrag über das heilige Weibliche zu halten. Er hätte außerdem für den späteren Abend eine Verabredung mit dem Direktor des Louvre, Jacques Sauniere. Zu diesem Treffen kommt es allerdings nicht mehr, da der Kurator ermordet aufgefunden wird.

    Robert Langdon wird kontaktiert, da etwas mit der Leiche seltsam ist. Kurz vor seinem Tod hat der Kurator noch eine verschlüsselte Botschaft hinterlassen, außerdem hat er selbst seine Leiche in der "Vitruvian Man" - Form von Leonardo Da Vinci arrangiert. Der französische Geheimdienst zieht Langdon hinzu, außerdem noch die Kryptologin Sophie Neveu, die ein besonderes Verhältnis zu Jacques Sauniere hatte.

    Schon bald beginnen eine Vielzahl von Jagden. Einerseits sind Langdon und Neveu auf der Flucht vor dem französischen Geheimdienst, da Langdon des Mordes an Sauniere verdächtigt wird, außerdem jagen die beiden Saunieres letztem Geheimnis hinterher. Opus Dei, die rigide katholische Organisation, hat ebenfalls ein Interesse daran, Langdon und Neveu nicht bis an ihr Ziel zu gelangen.

    Dieses Ziel ist nichts Geringeres, als der Heilige Gral, dessen Aufenthaltsort Jacques Sauniere bekannt war, da er der Kopf der Priore de Seance war, der Organisation, die sich der Bewahrung des alten Wissens und der Beschützung des Heiligen Grals verschrieben hat.

    Brown hat ein Werk geschaffen, das einen fesselt. Die Geschichte spielt an nur einem Tag - besser: in nur einer Nacht, man liest atemlos von Kapitel zu Kapitel und will endlich herausfinden, wo sich der Heilige Gral befindet, und was er nun ist. Denn dass er, weitverbreiteten Annahmen zum Trotz, kein Gefäß sein soll, ist einem schon von Anfang an klar.

    Leider musste Brown harsche Kritik für dieses Werk einstecken. Wahrscheinlich vor allem deshalb, weil auch der Kinofilm zum Buch mittlerweile überall läuft und die Kirche dementsprechend Anti-Propaganda gemacht hat. Brown wird vorgeworfen, Fakten zu vermischen, ungenau zu sein und "ketzerische Propaganda" zu verbreiten.

    Zu diesen Vorwürfen sei gesagt: Brown hat einen ROMAN geschaffen - er hat das Recht dazu, Fakten zu verdrehen und ungenau zu sein. Entgegen diverser TV-Dokumentationen, die behaupten, Brown würde sein Werk als Tatsachenbericht verkaufen, sei folgendes gesagt: Brown behauptet lediglich, die Priory of Sion und Opus Dei würden wirklich existieren (womit er Recht hat) und alle Beschreibungen der Riten und Kunstwerke sei akkurat. Er behauptet keineswegs, ein Sachbuch verfasst zu haben. Schließlich stellt ja auch keiner Harry Potter infrage...

    Auf jeden Fall ist "The Da Vinci Code" wert, gelesen zu werden. Ich weigere mich standhaft, etwas schlecht zu finden, nur weil es kommerziellen Erfolg hat. Natürlich weigere ich mich ebenso, etwas gut zu finden, weil es kommerziellen Erfolg hat. Man kann dieses Buch jedem ohne schlechtem Gewissen empfehlen, der auf ein bisschen Verschwörungstheorie steht und gute Krimis mag.

    Auch der Film mit Tom Hanks in der Rolle von Robert Langdon und Audrey Tautou als Sophie Neveu ist es durchaus wert, wieder einmal ins Kino zu gehen. Hat man den Roman vorher gelesen, wird einem manche Szene vielleicht fehlen (vor allem der zweite Kryptex), was aber der Qualität der Unterhaltung keinen Abbruch tut.


  • Taschenbuch: 605 Seiten
  • Verlag: Random House UK; Auflage: New Ed (1. März 2004)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0552149519
  • ISBN-13: 978-0552149518
  • Freitag, 19. Mai 2006

    Der Name der Rose



    Autor: Umberto Eco
    Original: Il nome della rosa (1982)
    meine Bewertung: 5 von 5

    Eine Benediktinerabtei im nördlichen Apennin, wir schreiben das Jahr 1327. Der Mönch William von Baskerville und sein Novize Adson von Melk. Außer ihnen haben sich noch andere Mönche in der Abtei versammelt, um wichtige religiöse Fragen zu diskutieren. Eine dieser Fragen ist jene, ob die Kirche arm sein soll, nach dem Vorbild Jesu Christi. Dieser Diskurs ist nicht nur ein religiös-theologischer, sondern auch einer, der die Machtpositionen des Heiligen Stuhls gegenüber der weltlichen Herrscher abstecken soll.

    Neben diesem Handlungsstrang ist es vor allem eine Mordserie im Kloster, die die Aufmerksamkeit der Mönche auf sich zieht. William von Baskerville, der ehemalige Inquisitor, wird vom Abt des Klosters gebeten, diese Mordserie aufzuklären. Möglich ist, dass Eco hier auf den Roman "Der Hund von Baskerville" auf Sherlock Holmes, den berühmten Dedektiven Sir Arthur Conan Doyles anspielt.

    Ein besonderes Geheimnis scheint sich auch um die Klosterbibliothek zu ranken, denn alle wichtigen Spuren führen in diese geheiligten Hallen. Jorge von Burgos, der frühere Bibliothekar weiß eine Menge, wird allerdings nicht ernst genommen. Als William von Baskerville die Bibliothek schließlich zerstört, macht er sich der Häresie schuldig.

    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es schon längere Zeit her ist, dass ich das Buch gelesen habe, es jetzt allerdings auch als SZ-Bibliothek Ausgabe bekommen habe und deshalb hier einen kleinen kursorischen Überblick über den Inhalt gebe. Neben diesen beiden Haupthandlungssträngen gibt es auch noch jenen mit Adson. Dieser verliebt sich nämlich in ein Mädchen, deren Namen er nie erfährt...

    Man fiebert nicht nur der Enthüllung des Geheimnisses der Morde entgegen, sondern lebt auch mit den Hauptfiguren mit. Man isst mit den Mönchen im Refektorium, geht zur Vesper - fühlt sich ins Mittelalter zurück versetzt. Empfehlenswert für alle, die sich auch für Werke wie "Der Medicus" von Jostein Gaarder interessieren.


  • Gebundene Ausgabe: 676 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (27. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793011
  • ISBN-13: 978-3937793016
  • Dienstag, 16. Mai 2006

    Die Jagd nach den Millionendieben



    Autor: Stefan Wolf
    Original: Die Jagd nach den Millionendieben (1979)
    meine Bewertung: 5 von 5
    Band 1 der Serie TKKG

    TKKG - Das sind Tarzan, Karl, Klößchen und Gabi, vier Freunde, die gemeinsam eine Klasse besuchen und immer wieder geheimnisvolle Detektivabenteuer bestehen. Begleitet werden sie dabei immer vom treuen Cockerspaniel Oskar, der ihnen zur Seite steht, wo es nur geht.

    Tarzan heißt in Wirklichkeit Peter. Er hat sich seinen Spitznamen durch seine Sportlichkeit verdient, Karl ist der Computer der Bande - er merkt sich alles, was er einmal gelesen hat. Klößchen hat seinen Spitznamen seiner Leibesfülle zu verdanken, denn in Wirklichkeit heißt er Willi. Gabys Spitzname ist "Die Pfote", weil sie Hunde liebt und sich von jedem Pfötchen geben lässt.

    Karl und Gaby sind Externschüler des Internats, Klößchen und Tarzan teilen sich eine Bude im Internat. Dieser "Fall" beginnt damit, dass Tarzan heimlich aus dem Internat abhaut, um sich mit Karl und Gaby auf dem Rummel zu treffen. Auf seinem Weg in die Stadt macht er eine seltsame Beobachtung: zwei Männer kommen aus einer Villa und tragen verdächtige Gegenstände bei sich. Schon lange werden die Villen in der Stadt von Dieben heimgesucht, die es auf wertvolle Gemälde abgesehen haben.

    Die beiden Diebe bemerken nicht, dass sie beobachtet wurden. Tarzan schleicht ihnen nach und kann gerade noch den Wagen erkennen, als die beiden abhauen. Kaum ist er bei Gaby und Karl angelangt, hat er auch schon einen Entschluss gefasst: Er möchte die beiden Diebe fangen und die Belohnung kassieren, denn seine Mutter ist ziemlich arm und kann sich das Schulgeld für das teure Internat nur sehr schwer leisten. Karl und Gaby sind von der Idee sofort begeistert, und beschließen, ihrem Freund zu helfen.

    Zufällig stolpern die Freunde über immer mehr Hinweise, bis es schließlich zum großen Showdown in der Villa der Sauerlichs, Willis Eltern, kommt. Wolf hat mit seiner TKKG Bande im Jahre 1979 vier sympathische Freunde geschaffen, die mittlerweile bereits ihren 151. Fall zu lösen haben, der passend zur Fußball-WM ziemlich viel mit diesem Sport zu tun hat. Der vorliegende erste Fall ist noch nicht so spannend, wie jene die folgen, außerdem ist Willi zu diesem Zeitpunkt noch nicht besonders lang im Internat.

    Trotzdem ist das Buch sehr zu empfehlen. Wolf verzichtet auf explizite Gewalt und achtet auch darauf, unterschwellig den Lesern Moral beizubringen. Er tut das allerdings nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern viel effektiver, indem er seine Helden nach heheren Maßstäben handeln lässt. So helfen sich die Freunde gegenseitig aus der Patsche, sind fleißige Schüler, achten ihre Eltern und haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Auch Gaby, das einzige Mädchen der Bande, wird als gleichwertiges Mitglied behandelt, vor dem die Jungs großen Respekt haben. Alle Abenteuer-Fans ab 8 werden mit der Bande viele spannende Lesestunden verbringen.


  • Broschiert: 191 Seiten
  • Verlag: Omnibus Tb Bei Bertelsmann (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570215717
  • ISBN-13: 978-3570215715
  • Montag, 15. Mai 2006

    Berts Herzenskatastrophen



    Autoren: Olsson/Jacobsson
    Original: Berts ytterligare betraktelser (1991)
    meine Bewertung: 4 von 5
    Teil der Bert-Serie

    Bert Ljung ist mittlerweile 13 Jahre alt. Schon seit einiger Zeit führt er ein Tagebuch. Das ist natürlich streng geheim, denn eigentlich schämt sich Bert ein bisschen, dass er sich mit solch einem Mädchenkram abgibt. Trotzdem schreibt er brav die wichtigsten Ereignisse seines freilich noch recht jungen Lebens in sein Geheimbuch. Er erzählt dabei nicht nur aus seinem Freundeskreis, sondern lässt die Leser auch an seiner Gefühlswelt teilnehmen.

    Es gibt eine Sache, für die Bert sich besonders interessiert, die ihm die meisten Sorgen bereitet und die demnach auch den Großteil seiner Tagebucheinträge einnimmt: Mädchen. Nadja, Pauline, Emilia und wie sie alle heißen haben vor allem eines gemeinsam: Bert war oder ist unsterblich in sie verliebt.

    Natürlich erlebt der Dreizehnjährige so einiges mit den Mädchen - eigentlich erlebt er gar nichts mit ihnen, allerdings ist gerade das das Problem und damit berichtenswert.

    Dieses Buch aus der Bert Reihe ist wieder einmal wirklich lustig zu lesen und ich habe es verschlungen - allerdings bin ich auch schon um einiges älter als die angstrebte Zielgruppe. Für unter 13-Jährige ist das Buch wahrscheinlich nicht so gut geeignet, die anderen werden mit Bert wirklich mitleben können. Ein Vorteil der Bert-Bücher ist auch, dass sie beginnen, als Bert 11 Jahre alt ist und sein erstes Tagebuch geschenkt bekommt. Jedes Jahr kommt ein neues hinzu, so können die Leser von Bert richtiggehend mit ihrem Helden mitwachsen, der am Ende der Serie bereits 17 Jahre alt ist.

    Erwähnenswert ist nicht nur der Wortwitz der Reihe, sondern auch die Illustration der Bücher durch Sonja Härdin, die sich vor allem durch Liebe zum Detail auszeichnen. Den Abzugspunkt gibt es dafür, dass Bert ständig das Wort "Weiber " benutzt - das ja vom ursprünglichen Wortstamm her nichts anderes als die mittelhochdeutsche Bezeichnung für eine Frau ist, heute allerdings eine abwertende Konnotation hat. Trotzdem gehören die Berts in jedes Bücherregal pubertierender Kinder!


  • Gebundene Ausgabe: 159 Seiten
  • Verlag: Oetinger Verlag; Auflage: 8 (Februar 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789139068
  • ISBN-13: 978-3789139062
  • Sonntag, 14. Mai 2006

    Pünktchen und Anton



    Autor: Erich Kästner
    Original: Pünktchen und Anton (1930)
    meine Bewertung: 4 von 5

    Eigentlich heißt Pünktchen ja nicht Pünktchen, sondern Luise. Pünktchen ist also Luises Spitzname. Sie ist die Tochter des Direktors einer Spazierstockfabrik und lebt in einer großen Wohnung mit zehn Zimmern. Sie hat ein Kindermädchen, das Frau Andacht heißt und auf die Haushälterin, die dicke Berta, etwas zwielichtig wirkt. Außerdem leben in der Wohnung mit den vielen Zimmern auch noch Pünktchens Hund Piefke und Pünktchens Mutter, die allerdings sehr oft Migräne hat und auch sonst nicht viel für ihre Tochter da ist.


    Ein besonderer Freund von Pünktchen ist der Anton. Dieser lebt gemeinsam mit seiner Mutter in einer sehr kleinen, ärmlichen Wohnung. Weil Antons Mutter vor kurzem operiert wurde und noch das Bett hüten muss, ist Anton für den Haushalt verantwortlich. Er kocht, versorgt seine Mutter, beschafft Geld und muss natürlich auch noch in die Schule gehen.


    Eines Tages fällt Herrn Pogge, Pünktchens Papa, auf, dass seine Tochter in letzter Zeit sehr blass ist und müde wirkt. Er wundert sich zwar ein wenig, hat aber sehr viel zu tun in seiner Firma und abends muss er auch noch jeden Tag mit Pünktchens Mutter ausgehen, so kommt er lange nicht dahinter, was in seinem Haus vorgeht.


    Sobald nämlich die Eltern das Haus verlassen, verkleiden sich Frau Andacht und Pünktchen und gehen gemeinsam mit Anton betteln. Anton verkauft Schnürsenkel. Er kauft mit dem Geld, das er einnimmt, für sich und seine Mutter Essen und außerdem bezahlt er so die Miete. Pünktchen und Frau Andacht liefern ihre Einnahmen Frau Andachts Verlobtem ab. Nichteinmal Pünktchen ahnt, dass dieser in Wirklichkeit nur seine Freundin zu den Pogges geschickt hat, damit diese einen Plan der Wohnung macht und herausfindet, wann die Wohnung leer steht. Mit diesen Informationen hat Frau Andachts Freund allerlei kriminelles vor, doch zum Glück sind da noch Anton und die dicke Berta, die beide geistesgegenwärtig handeln.


    Kästner hat wieder einmal ein schönes Kinderbuch geschaffen, das allerdings unleugbar ein Kind seiner Zeit (1930) ist. Er hat sehr viel Moral eingebaut, die er "Nachdenkereien" nennt. Diese Einwürfe regen die Kinder zum Nachdenken an und vermitteln Werte wie Freundschaft, Ehrlichkeit und Familienglück. Wie in vielen Kinderbüchern wird auch hier das Stereotyp des klassischen Gut-gegen-Böse-Kampfes geschildert, wobei der Sieger von Anfang an feststeht. Über die pädagogische Sinnhaftigkeit solcher simplen Gut/Böse Dichotomien lässt sich natürlich streiten.


    Über eine andere Tatsache wird allerdings Einigkeit herrschen: Nicht nur die Geschichte selbst, sondern auch einige implizite Rollenstereotypen stammen aus einer gänzlich anderen Zeit. Leider macht sich Kästner in einer dieser "Nachdenkereien" darüber lustig, dass Anton für seine kranke Mutter kocht - und das macht man als Mann nunmal nicht. Das ist wirklich schade und dafür gibts auch den Abzugspunkt.


  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866151268
  • ISBN-13: 978-3866151260
  • Freitag, 12. Mai 2006

    Der Herr der Ringe: die Gefährten



    Autor: J. R. R. Tolkien
    Original: The Fellowship of the Rings (1954)
    meine Bewertung: 3 von 5
    Übersetzung: Margaret Carroux

    Nachdem die Handlung von Tolkiens berühmtesten Werkes wohl spätestens seit den gleichnamigen Kinofilmen allen bekannt sein dürfte, hier nur noch eine kurze Erinnerungshilfe:

    Bilbo Beutlin, der Hobbit, ist vor langer Zeit auf seiner Wanderung an einen Ring gekommen, der böse Mächte hat. Als Bilbo merkt, wie ihn diese Mächte zu verändern beginnen, übergibt er den Ring seinem Neffen Frodo und setzt sich selbst im Hause Elrond zur Ruhe. Frodo hat nun die Aufgabe, den Ring zu vernichten. Dies geht allerdings nur dort, wo er einst geschmiedet wurde, weshalb sich Frodo auf eine lange und gefährliche Wanderung ins Lande Mordor macht.

    Doch Frodo muss nicht alleine gehen. Er wird von seinen treuen Gefährten Gandalf, Aragorn, Sam, Merry, Pippin, Boromir, Gimli und Legolas begleiten den tapferen Hobbit und trotzen allerlei Gefahren. Sie werden von verschiedensten Völkern von Mittelerde beschützt oder verfolgt - die Welt ist nicht sicher in diesen Tagen.

    Im ersten Teil kommen die Gefährten bis Amon Lhaw, wo sich entscheidet, ob die Gefährten ihren Weg gemeinsam fortsetzen, oder sich ihre Wege trennen.

    Nachdem Tolkien schon in seinem Vorwort darauf hinweist, dass er nichts "gemeint" hat mit seinem Werk, deswegen auch nichts von Interpretationen hält, sollte dieser Wunsch hier respektiert werden. In einer Sache scheint aber ziemliche Einigkeit unter den Herr der Ringe Fans zu herrschen: die Übersetzungen von Margaret Carroux sind denen von Wolfgang Krege bei weitem überlegen. In diesem Punkt kann ich guten Gewissens zustimmen: meine Übersetzung war eine von Margaret Carroux und daran war nichts auszusetzen.

    Allerdings kann ich die Begeisterung für Herr der Ringe nicht teilen. Für mich war die Lektüre ziemlich langweilig und der Schreibstil sehr emotionslos. Gewisse Dinge geschehen wie nebenbei, obwohl sie doch große Auswirkungen auf den Verlauf der Geschichte haben. Und außer Wandern tut sich nicht viel. Mich hat das Werk nicht besonders überzeugt.


  • Taschenbuch: 1347 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 13., Aufl. (Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608935444
  • ISBN-13: 978-3608952117
  • Donnerstag, 11. Mai 2006

    Geschichten aus der Schattenwelt



    Autor: Stephen King
    Original: Tales from the Darkside (1991)
    meine Bewertung: 4 von 5

    Betty ist eine perfekte Hausfrau. Sie war einkaufen, hat den Tisch gedeckt und auch sonst alles vorbereitet, um an diesem Abend ihre Gäste zu einem besonderen Dinner zu empfangen. Doch Betty kocht mit ziemlich ungewöhnlichen Zutaten. Der Hauptbestandteil ihres Bratens ist nämlich der 7-jährige Timmy, den sie in einen Käfig im Keller gesperrt hat und mit Keksen mästet. Der kleine Junge ist verzweifelt und wartet im Keller auf seinen Tod. Nur das Buch "Geschichten aus der Schattenwelt", das Lieblingsbuch seiner Peinigerin, leistet ihm Gesellschaft.

    Als es soweit ist und Betty kommt, um ihn auszunehmen, sieht Timmy seine letzte Chance in der Ablenkung. Er bietet Betty an, ihr Geschichten aus ihrem Lieblingsbuch vorzulesen. Er macht das auch so gut, dass sie den Zeitpunkt seines Todes immer länger hinausschiebt, bis schließlich die Rahmenhandlung zu einem unerwarteten aber sehr schwachen Ende kommt.

    Die Geschichten, die Timmy vorliest, sind "Lot Nr. 249" von Sir Arthur Conan Doyle, "Die Höllenkatze" von Stephen King und "Der Schwur der Liebenden" von Peter Lietzenburger nach einem Drehbuch von Michael McDowell.

    Das Büchlein ist faszinierend und schwer weglegbar, bis es durch ist. Sowohl die Rahmenhandlung, als auch die erzählten Geschichten sind spannend und gruselig, obwohl das Ende der Rahmenhandlung enttäuschend ist.


    • Taschenbuch: 176 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag); Auflage: 13 (1. Dezember 2004)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3404133463
    • ISBN-13: 978-3404133468

    Donnerstag, 4. Mai 2006

    Sigmund Freud - die ganze Wahrheit



    Autor: Christian Moser
    Original: Sigmund Freud - die ganze Wahrheit (2006)
    meine Bewertung: 5 von 5

    Am 6. Mai 2006 jährt sich der Geburtstag von Sigmund Freud zum 150. Mal. Grund genug für viele Medien, Freud ihre ganze Aufmerksamkeit zu widmen. In diesem Werk von Christian Moser kommt erstmals DIE Couch des Begründers der Psychoanalyse zu Wort.

    Sie erzählt, wie es ums Privatleben des Wissenschafters stand, was seine Sorgen und Nöte waren und mit welchen Menschen er sich umgeben hat. Neben wichtigen biografischen Eckdaten finden auch Anekdoten aus dem Leben des Psychoanalytikers Eingang in dieses witzige Buch.

    Wussten Sie, wieviele Kinder Freud hatte? Wie seine Frau hieß? In welcher Wiener Straße er seine Praxis hat? Wann er starb? Wenn nicht, bekommen Sie auf genau diese und noch mehr Fragen auf eine humorvolle Art und Weise Antworten, die man sich einfach merkt, weil der Autor mit soviel Witz ans Werk gegangen ist und zahlreiche Illustrationen und Zitate dazu beitragen, Freud kennen zu lernen.

    Will man sich nicht zu eingängig mit Freud beschäftigen, aber trotzdem das Wichtigste über ihn erfahren, empfiehlt sich dieses Buch.


  • Broschiert: 144 Seiten
  • Verlag: Carlsen; Auflage: 1 (März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551781958
  • ISBN-13: 978-3551781956
  • Mittwoch, 3. Mai 2006

    Traumnovelle



    Autor: Arthur Schnitzler
    Original: Traumnovelle (1926)
    meine Bewertung: 5 von 5

    Spätestens seit Stanley Kubricks Verfilmung der Traumnovelle ("Eyes Wide Shut" mit Nicole Kidman und Tom Cruise in den Hauptrollen) ist jedem bekannt, worum es geht. Trotzdem hier nochmal der Inhalt des Originals zur Auffrischung:

    Fridolin und Albertine leben in Wien. Sie führen eine Ehe, die man als Außenstehender wahrscheinlich als sehr harmonisch bezeichnen würde, doch dem ist nicht so. Unter der scheinbar makellosen Oberfläche gehen seltsame Dinge vor sich. Albertine träumt von fremden Liebhabern und von Fridolin, dem Qualen zugefügt werden. Fridolin hingegen findet sich eines Tages inmitten einer Geheimgesellschaft, in der die Männer und Frauen mit Masken verkleidet Orgien feiern.

    Er hat allerdings keine Ahnung, in welch große Gefahr er sich begibt, denn sollte er entdeckt werden, muss er um sein Leben bangen. Durch diese unterdrückten (im Fall Albertines) und real ausgelebten (im Fall Fridolins) Leidenschaften entfremden sich die beiden immer mehr, bis schließlich ihre Ehe auf dem Spiel steht.

    Ich liebe dieses Buch. Man möge mir für diese sehr subjektive Bewertung verzeihen, allerdings entspricht es der Wahrheit. Man kann soviel von diesem dünnen Büchlein über sich selbst lernen, man merkt außerdem Freuds Einflüsse auf Schnitzler deutlich. Nicht umsonst wurde die "Traumnovelle" zum Klassiker erklärt. Muss man lesen, wird man mögen!

    Angemerkt sei außerdem, dass der Film der Buchvorlage nicht wirklich in etwas Nachsteht. Bis auf einige Kleinigkeiten (zB die Verlegung der Handlung von Wien nach New York, von der Faschingszeit in die Weihnachtszeit etc.), die man durchaus als dramaturgisch rechtfertigbar bezeichnen kann, weicht Kubrick kaum von Schnitzlers Werk ab - und das ist gut so!


  • Gebundene Ausgabe: 93 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (5. Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793100
  • ISBN-13: 978-3937793108
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