Freitag, 12. Mai 2006

Der Herr der Ringe: die Gefährten



Autor: J. R. R. Tolkien
Original: The Fellowship of the Rings (1954)
meine Bewertung: 3 von 5
Übersetzung: Margaret Carroux

Nachdem die Handlung von Tolkiens berühmtesten Werkes wohl spätestens seit den gleichnamigen Kinofilmen allen bekannt sein dürfte, hier nur noch eine kurze Erinnerungshilfe:

Bilbo Beutlin, der Hobbit, ist vor langer Zeit auf seiner Wanderung an einen Ring gekommen, der böse Mächte hat. Als Bilbo merkt, wie ihn diese Mächte zu verändern beginnen, übergibt er den Ring seinem Neffen Frodo und setzt sich selbst im Hause Elrond zur Ruhe. Frodo hat nun die Aufgabe, den Ring zu vernichten. Dies geht allerdings nur dort, wo er einst geschmiedet wurde, weshalb sich Frodo auf eine lange und gefährliche Wanderung ins Lande Mordor macht.

Doch Frodo muss nicht alleine gehen. Er wird von seinen treuen Gefährten Gandalf, Aragorn, Sam, Merry, Pippin, Boromir, Gimli und Legolas begleiten den tapferen Hobbit und trotzen allerlei Gefahren. Sie werden von verschiedensten Völkern von Mittelerde beschützt oder verfolgt - die Welt ist nicht sicher in diesen Tagen.

Im ersten Teil kommen die Gefährten bis Amon Lhaw, wo sich entscheidet, ob die Gefährten ihren Weg gemeinsam fortsetzen, oder sich ihre Wege trennen.

Nachdem Tolkien schon in seinem Vorwort darauf hinweist, dass er nichts "gemeint" hat mit seinem Werk, deswegen auch nichts von Interpretationen hält, sollte dieser Wunsch hier respektiert werden. In einer Sache scheint aber ziemliche Einigkeit unter den Herr der Ringe Fans zu herrschen: die Übersetzungen von Margaret Carroux sind denen von Wolfgang Krege bei weitem überlegen. In diesem Punkt kann ich guten Gewissens zustimmen: meine Übersetzung war eine von Margaret Carroux und daran war nichts auszusetzen.

Allerdings kann ich die Begeisterung für Herr der Ringe nicht teilen. Für mich war die Lektüre ziemlich langweilig und der Schreibstil sehr emotionslos. Gewisse Dinge geschehen wie nebenbei, obwohl sie doch große Auswirkungen auf den Verlauf der Geschichte haben. Und außer Wandern tut sich nicht viel. Mich hat das Werk nicht besonders überzeugt.


  • Taschenbuch: 1347 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 13., Aufl. (Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608935444
  • ISBN-13: 978-3608952117
  • Kommentare:

    1. juerg1940 schreibt am 12.05.2006 um 10:29 Uhr:hast du es trotzdem ganz gelesen?

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    2. chil schreibt am 12.05.2006 um 16:01 Uhr:hi!



      Ja, ich habs trotzdem ganz gelesen. Irgendwie entspricht es nicht meiner Art, etwas halbgelesenes zu rezensieren oder gar wieder ins Bücherregal zu stellen ;-)

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    3. ZooStation schreibt am 15.01.2008 um 21:20 Uhr:Ich fand's damals fantastisch zu lesen - aber das ist jetzt auch schon etwas her ;-)
      Die Tolkien-Puristen habe mich auch immer eher kalt gelassen. Aber was Peter Jackson mit seiner Verfilmung angestellt hat, find' ich einfach genial. Die Filme schaue ich mir immer gerne an.
      Die Bücher muss ich nicht mehr lesen, werde sie aber meiner Tochter empfehlen, wenn es so weit ist..

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