Freitag, 19. Mai 2006

Der Name der Rose



Autor: Umberto Eco
Original: Il nome della rosa (1982)
meine Bewertung: 5 von 5

Eine Benediktinerabtei im nördlichen Apennin, wir schreiben das Jahr 1327. Der Mönch William von Baskerville und sein Novize Adson von Melk. Außer ihnen haben sich noch andere Mönche in der Abtei versammelt, um wichtige religiöse Fragen zu diskutieren. Eine dieser Fragen ist jene, ob die Kirche arm sein soll, nach dem Vorbild Jesu Christi. Dieser Diskurs ist nicht nur ein religiös-theologischer, sondern auch einer, der die Machtpositionen des Heiligen Stuhls gegenüber der weltlichen Herrscher abstecken soll.

Neben diesem Handlungsstrang ist es vor allem eine Mordserie im Kloster, die die Aufmerksamkeit der Mönche auf sich zieht. William von Baskerville, der ehemalige Inquisitor, wird vom Abt des Klosters gebeten, diese Mordserie aufzuklären. Möglich ist, dass Eco hier auf den Roman "Der Hund von Baskerville" auf Sherlock Holmes, den berühmten Dedektiven Sir Arthur Conan Doyles anspielt.

Ein besonderes Geheimnis scheint sich auch um die Klosterbibliothek zu ranken, denn alle wichtigen Spuren führen in diese geheiligten Hallen. Jorge von Burgos, der frühere Bibliothekar weiß eine Menge, wird allerdings nicht ernst genommen. Als William von Baskerville die Bibliothek schließlich zerstört, macht er sich der Häresie schuldig.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es schon längere Zeit her ist, dass ich das Buch gelesen habe, es jetzt allerdings auch als SZ-Bibliothek Ausgabe bekommen habe und deshalb hier einen kleinen kursorischen Überblick über den Inhalt gebe. Neben diesen beiden Haupthandlungssträngen gibt es auch noch jenen mit Adson. Dieser verliebt sich nämlich in ein Mädchen, deren Namen er nie erfährt...

Man fiebert nicht nur der Enthüllung des Geheimnisses der Morde entgegen, sondern lebt auch mit den Hauptfiguren mit. Man isst mit den Mönchen im Refektorium, geht zur Vesper - fühlt sich ins Mittelalter zurück versetzt. Empfehlenswert für alle, die sich auch für Werke wie "Der Medicus" von Jostein Gaarder interessieren.


  • Gebundene Ausgabe: 676 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (27. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793011
  • ISBN-13: 978-3937793016
  • 1 Kommentar:

    1. labeuveuse schreibt am 28.05.2006 um 00:22 Uhr:oh, dieses buch ist so spannend. ich habe es an einem tag (und in der dazugehörenden nacht :O)) verschlungen! jedoch finde ich den film mit sean connery überhaupt nicht gut, ich war richtig enttäuscht, da sehr viel weggelassen wurde und ich mir zum beispiel die mönche und die ganze abtei komplett anders vorgestellt hatte. aus diesem grund bin ich eigentlich auch nicht der größte fan von literaturverfilmungen, da sie irgendwie meine beim lesen entstandenen vorstellungen \"zerstören\".

      *liebegrüßedalass*

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