Sonntag, 11. Juni 2006

Geschlossene Gesellschaft




Autor: Jean-Paul Sartre
Original: Huis clos (1947)
Übersetzung: Traugott König
meine Bewertung: 5 von 5


Drei Menschen sterben auf der Erde und kommen wegen ihrer früheren Taten in die Hölle. Die Hölle ist aber nicht ganz so, wie man sich das normalerweise vorstellt. Es ist heiß, das stimmt schon, aber von Folterknechten und Fegefeuer ist weit und breit keine Spur. Vielmehr ist es so, dass diese drei Personen - ein Mann und zwei Frauen - gemeinsam in ein Second-Empire-Zimmer gesperrt werden und dort sich selbst überlassen sind.
Natürlich kommen Garcin, Inés und Estelle ins Gespräch. Sie beichten sich ihre Sünden und reden sich dabei in Rage - "Die Hölle, das sind die Anderen" - Sartres wohl bekanntester Ausspruch. In diesem Werk wird gezeigt, wie sich Menschen in die gegenseitige Abhängigkeit voneinander begeben und dadurch Selbstbestimmtheit und Freiheit aufgeben.
Gesellschaftskritisch, ein Kind seiner Zeit und trotzdem aktuell: Das ist Sartre. Humorvoll, einfach aber doch tiefsinnig - und so jederzeit lesenswert!


  • Taschenbuch: 80 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 46 (Januar 1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499157691
  • ISBN-13: 978-3499157691
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