Sonntag, 24. Dezember 2006

Der heilige Erwin



Autorin: Jasna Mittler
Original: Der heilige Erwin (2006)
meine Bewertung: 2 von 5

Es ist nun fast 2000 Jahre her, dass sich Gott und Jesus um den Planeten namens Erde gekümmert haben. Sie wissen nicht, was sich dort jetzt so tut, darum beschließt Gott, einfach mal auf die Erde hinabzufahren und nachzusehen. Er schwebt über Deutschland und sucht sich schließlich einen Körper, in den er einfahren könnte. Gott sucht sich zu diesem Zweck den Körper von Erwin, einem Obdachlosen aus. Dieser fühlt nur, wie er von Wärme umgeben wird und beginnt dann hemmungslos zu schluchzen.
Als Gott es sich im Körper von Erwin so richtig gemütlich gemacht hat, ist er erstmals mit typisch menschlichen Dingen konfrontiert: Er hat Hunger und Durst, er muss auf die Toilette gehen und auf einer Parkbank schlafen. Gott sieht sich die Menschen genau an und ist erstaunt. Er lernt Hass, Grausamkeit und Krieg kennen, aber auch menschliche Wärme, Liebe und Freundlichkeit.
Nachdem Gott sich nun genug auf der Erde  umgesehen hat, kehrt er in den Himmel zurück, wo sein Sohn inzwischen allerhand zu tun hatte. Er liefert seinen Bericht über die Erde ab und feiert erstmal mit seinem Sohn Geburtstag.
Die Geschichte gliedert sich in 24 Kapitel und ist als eine Art Adventskalender gedacht. Es handelt sich um eine nette Adventsgeschichte, die in der Vorweihnachtszeit sicherlich eine schöne Alternative zum Schokoladenkalender sein kann, allerdings nicht gerade Spuren hinterlässt. Pro Tag sind nur rund 3 Seiten zu lesen und irgendwie spürt man den Weihnachtsgeist nicht wirklich dahinter. Eher erkennt man den erhobenen Zeigefinger, mit dem Mittler die Moral ihrer Geschichte alles andere als subtil unterstreicht. Nett, aber nicht unbedingt ein Muss. Lieber "Das Weihnachtsgeheimnis" von Jostein Gaarder lesen, das hat beweitem mehr Tiefgang.


  • Broschiert: 150 Seiten
  • Verlag: List Tb. (November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354860689X
  • ISBN-13: 978-3548606897
  • Donnerstag, 21. Dezember 2006

    Spuk in Wien



    Autoren: Christof Bieberger, Alexandra Gruber, Gabriele Hasmann
    Original: Spuk in Wien 
    meine Bewertung: 1 von 5

    Die Autoren Bieberger, Gruber und Hasman haben in ihrem Werk verschiedene Begebenheiten und Geschichten zusammengesammelt, die angeblich "gruselig" sein sollen und sich in Wien abspielten. Das Buch gliedert sich in mehrere Teile, zu jedem Teil werden Geschichten erzählt. Irgendwie tu ich mir mit einer Rezension zu diesem Buch schwer. Es ist spurlos an mir vorübergegangen, obwohl die Autoren ja eigentlich das Gegenteil bezwecken wollten und ein Werk über Spuk in Wien verfassen wollten.

    Warum das nicht wirklich gelungen ist, kann vielleicht auch an der Wiener Mentalität liegen, die halt anders ist als jene der Engländer, die stolz auf ihre Gespenster sind. Allerdings hätte man aus dem Bisschen, das die Autoren zusammengetragen haben, durchaus gruselige Geschichten basteln - das funktioniert aber nicht, wenn mans so macht wie die Autoren. Irgendwie lustlos und banal. Und sie selbst scheinen auch nicht so ganz an das zu glauben, was sie "Spuk in Wien" nennen. Fazit: lieber nicht!




  • Gebundene Ausgabe: 175 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter (Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800070170
  • ISBN-13: 978-3800070176
  • Der Regenmörder



    Autor: Sidney Sheldon
    Original: The Strangler (1997)
    meine Bewertung: 3 von 5

    London ist ein gefährliches Pflaster für die Frauen Großbritanniens geworden. Ein verrückter Serienmörder treibt sich in den Straßen Whitechapels, dort wo einst der berühmte Jack the Ripper seine Opfer tötete, sein Unwesen. Der Killer erwürgt seine Opfer und verschwindet danach spurlos. Scotland Yard steht vor einem Rätsel. Es gibt nur einen einzigen Anhaltspunkt: Der Würger tötet nur bei Regen.

    Inspektor Sekio Yamada wird auf den Fall angesetzt. Der junge Beamte hat sich schon einige Male Lorbeeren verdient, jetzt ist die Chance gekommen, sich im Yard nach oben zu arbeiten. Und er hat Glück: Das letzte Opfer des Würgers hat überlebt, weil der Täter durch ein vorbeifahrendes Taxi davon abgehalten wurde, seine Tat zu vollenden.

    Das Opfer ist die junge Bildhauerin Akiko Kanomori. Sie verspricht dem Inspektor, der ihr natürlich gleich gefällt, einen Tonkopf mit den Zügen des Täters anzufertigen. Die beiden Protagonisten sind sich sofort mehr als sympathisch. Leider hat ein Reporter ein Foto der Überlebenden gebracht und auf einem ungewöhnlichen Weg erfährt der Mörder den Namen und den Wohnort seines Fast-Opfers. Da er sich nicht leisten kann, entdeckt zu werden, beschließt er, sein begonnenes Werk zu vollbringen. Kann Inspektor Yamada noch das Schlimmste verhindern?

    "Der Regenmörder" ist eines der kürzeren Werke von Sidney Sheldon. Es handelt sich um eine nicht besonders umfangreiche und tiefe Story, die allerdings trotzdem spannend ist. Nett, wenn man mal eine Stunde oder zwei Zeit hat und nichts besonders Tiefsinniges erwartet.



  • Gebundene Ausgabe: 147 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag München (1997)
  • ISBN-10: 3572009677
  • Sonntag, 17. Dezember 2006

    Potilla



    Autorin: Cornelia Funke
    Original: Potilla (1995)
    meine Bewertung: 5 von 5

    Arthur ist in den Ferien für zwei Wochen zu Besuch bei der Familie seiner Tante. Außer aus einer nervigen Tante und einem kaum anwesenden Onkel besteht die Familie auch noch aus den Zwillingen Benno und Bruno, die stärker und größer als Arthur sind. Es kommt auch noch dazu, dass Arthur nicht gerade ein mutiger Junge ist, deshalb wird er von seinen Cousins auch oft geneckt.

    Eines Tages findet er bei einem Spaziergang im Wald ein seltsames Bündel. Es handelt sich um eine Socke, aus der zwei kleine Beine herausragen und die mit einer Pflanze umwickelt sind. Arthur ist neugierig, was sich in dem Bündel befindet, also nimmt er es mit nach Hause. In der Socke findet er eine Puppe, die ein wunderschönes Kleid anhat und auch sonst sehr hübsch ist. Der Junge staunt nicht schlecht, als die Puppe plötzlich zum Leben erwacht und sich als Potilla, Königin der Feen, vorstellt. Potilla erzählt Arthur eine tragische Geschichte: Ihr Feenhügel ist von einem Monster heimgesucht worden, das alle Feen vertrieben hat und den Hügel besetzt hält, um so an ewiges Leben zu gelangen. Sie bittet Arthur um Hilfe und ist richtig aufgeregt, als sie Esther, die Nachbarstochter, erblickt. Diese hat nämlich rote Haare und kann so dem Unternehmen von Arthur und Potilla nützlich sein. Die beiden Kinder und die Feenkönigin machen sich in der Nacht also auf den Weg in den Wald - ohne zu wissen, dass ihnen auch die Zwillinge noch sehr nützlich sein werden, wenn sie dem Monster gegenüberstehen.

    Cornelia Funke hat ein wirklich sehr schönes Kinderbuch geschaffen. Mit zahlreichen Illustrationen und einer kindgerechten, aber auch schönen und anspruchsvolleren Sprache erzählt sie von einer wunderbaren Welt, in der Wildschweine die Reittiere von Feen sind und Kinder zu Helden werden. Wirklich ein nettes Weihnachtsgeschenk für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren.




  • Gebundene Ausgabe: 155 Seiten
  • Verlag: Dressler; Auflage: Neuausgabe. (Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3791504665
  • ISBN-13: 978-3791504667
  • Schere, Stein, Papier



    Autorin: Patricia MacLachlan
    Original: Baby (1993)
    meine Bewertung: 5 von 5

    Als die elfjährige Larkin eines Tages mit ihren Eltern von einem Spaziergang nach Hause kommt, liegt auf ihrer Türschwelle ein seltsames Bündel. Beim Näherkommen stellt sich heraus, dass es sich um ein Baby handelt, das vor ihrer Tür abgestellt wurde. Das kleine Ding hat einen Zettel bei sich, auf dem steht, sie heiße Sophie und werde von ihrer Mutter wieder abgeholt, sobald sich ihre Situation bessert. Die Mutter habe die Familie ein Jahr lang beobachtet und sei der Meinung, sie würde gut für ihre kleine Tochter sorgen.
    Die Familie beschließt, die kleine Sophie aufzunehmen und schon bald wird sie zu sowas wie eine Schwester von Larkin und ein weiteres Kind der Familie. Allerdings gibt es etwas, über das die Eltern nicht sprechen wollen, obwohl es die ganze Familie schwer belastet. Eigentlich hätte Larkin noch einen kleinen Bruder. Der ist aber schon wenige Tage nach seiner Geburt gestorben, weshalb er keinen Namen erhalten hat und Larkin ihn auch nie zu Gesicht bekommen hat. Auf dem Grabstein steht einfach nur "Baby". Gerne würde Larkin mit ihren Eltern darüber sprechen und dem Baby einen Namen geben, die sind allerdings nicht bereit dazu, und vermeiden alle Gespräche in diese Richtung. Außerdem sind sie gerade so glücklich mit der kleinen Sophie.
    Doch ein Jahr vergeht schneller, als man denkt und schon steht die Mutter von Sophie leibhaftig vor der Tür und will das Baby abholen...
    Das Buch ist sehr berührend, die Geschichte geht einem direkt zu Herzen. Man erfährt nur nach und nach, welche Sorgen die Familie bedrücken, das hält die Spannung aufrecht. Gleichzeitig ist man dabei, wie sich die kleine Sophie in die Herzen aller vortastet. Sie wird von der Familie erzogen wie ihr eigenes Kind, obwohl alle wissen, dass das Glück nicht von Dauer sein wird. Ein wirklich sehr schönes Buch!


  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (Oktober 2005)
  • ISBN-10: 3866151071
  • ISBN-13: 978-3866151079
  • Donnerstag, 14. Dezember 2006

    Ausgebremst



    Autor: Wolf Haas
    Original: Ausgebremst (1998)
    meine Bewertung: 2 von 5

    Einen Brenner-Roman darf man sich von diesem Buch nicht erwarten. Der Ich-Erzähler des Romans sitzt im Knast, weil er einen Londoner Taxifahrer erwürgt hat. Aus dieser Perspektive erzählt er dem Leser rückblickend, wie es dazu kommen konnte, dass er, ein eigentlich friedliebender Mensch, die Hände um den Hals des Taxifahrers legt und zudrückt.

    Der Erzähler führt uns in sein vergangenes Leben, in dem er Fanartikelhändler bei der Formel 1 war. Er ist mit seinem Wohnmobil und seinen T-Shirts und Kappen durch ganz Europa getingelt und hat sich sein Geld damit verdient, Formel 1 Fans seine Waren zu verkaufen. Die Fanartikelhändler sind untereinander sowas wie Freunde, oder zumindest gute Kollegen geworden. Doch eines Tages taucht ein großes Unternehmen namens TEXUNO auf und kauft nach und nach die kleinen Händler auf.
    Doch nicht nur das beobachten die Händler mit Sorge. Auf mysteriöse Weise kommen zwei der beliebtesten Männer in ihren Reihen ums Leben. Schon bald deckt der Erzähler immer mehr Ungereimtheiten auf, bis er schließlich selbst seine Sachen packt und mitten in der Saison zurück in seine Wohnung in Wien flieht.
    Klingt spannend. Ist es aber nicht. Man muss den Hut respektvoll vor Haas' Erzählstil ziehen. Handwerklich kann man an der Geschichte wirklich nichts aussetzten. Der Ich-Erzähler beginnt in der Gegenwart, macht eine Rückschau auf die Vergangenheit und nimmt den Leser schließlich in die Zukunft mit. Allerdings muss man schon sagen, dass dieses Buch wohl nur für den wirklichen Hardcore-Formel 1-Fan eine spannende Lektüre ist. Es geht nämlich in Wirklichkeit um nichts anderes, als um Weltmeister, Helme, Unfälle, Rennen und Rennstrecken. Sehr speziell und dadurch auch langatmig. Da Haas wirklich tolle Krimis schreibt, sollte man sich eher an die Brenner-Romane halten.



  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 7., Neuausg. (Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499228688
  • ISBN-13: 978-3499228681
  • Mittwoch, 13. Dezember 2006

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins



    Autor: Milan Kundera
    Original: Nesnesitelná lehkost bytí (1982)
    meine Bewertung: 5 von 5

    Eines Tages lernen sich der Arzt Tomas und die Serviererin Teresa in einer Bar kennen. Die beiden verlieben sich ineinander, doch ist diese Liebe für Teresa mit einem Wermutstropfen behaftet. Tomas weigert sich zunächst, sie bei sich übernachten zu lassen und hat außerdem viele Affären, weil er der Meinung ist, man könne Liebe und Geschlechtsverkehr strikt voneinander trennen. Einige Zeit toleriert Teresa dieses Verhalten, allerdings verletzt es sie zutiefst.

    Nach dem Prager Frühling fliehen Tomas und Teresa aus der Tschechoslowakei in die Schweiz. Dort ist Tomas vor politischer Verfolgung sicher und kan als Arzt praktizieren. Durch Sabina, eine weitere Geliebte von Tomas, kann Teresa als Fotografin arbeiten. Eigentlich sollten die beiden glücklich sein, doch Teresa wird immer unglücklicher. Zwar achtet Tomas peinlich darauf, sich zu waschen, bevor er von seinen Geliebten zu Teresa zurück kommt, allerdings vergisst er dabei sein Haar. Allabendlich muss Teresa mit dem Geruch eines weiblichen Schoßes im Haar von Tomas einschlafen.

    Teresa hält es schließlich nicht mehr an der Seite von Tomas aus. Sie war bisher duldsam, doch dann packt sie ihre Koffer und kehrt zurück in die Tschechoslowakei. Nun steht Tomas vor einer schwierigen Entscheidung. Soll er in der Schweiz bleiben, wo er vor politischer Verfolgung sicher ist, oder soll er Teresa, die er wirklich liebt, nachfolgen?

    Neben dem Tomas-Teresa Handlungsstrang entwickelt sich auch noch eine zweite Handlung. Sabina, die Geliebte von Tomas, hat noch einen weiteren Liebhaber. Dieser ist verheiratet und hat eine ältere Tochter. Als die Ehefrau von Franz hinter dessen Geheimnis kommt, wirft sie Franz raus. Doch wird Sabina bei ihm bleiben?

    Milan Kundera hat ein wunderbares Buch über die Liebe geschaffen. Er schafft es mit seiner Sprache, die Verzweiflung seiner Figuren einzufangen, die alles andere als platt sind. Ungewöhnlich ist auch die Haltung des Erzählers dem Leser gegenüber. Dieser spricht zum Leser und lässt ihn auch nicht im unklaren darüber, dass es sich "nur" um einen Roman handelt. Auch die philosophischen Gedanken,die mit der Handlung verknüpft sind, verhelfen dem Werk zu einer unglaublichen Tiefen und es macht Spaß, den Überlegungen des Autors zu folgen.




  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (27. März 2003)
  • ISBN-10: 3937793003
  • ISBN-13: 978-3937793009

  • Timmerbergs Reise-ABC



    Autor: Helge Timmerberg
    Original: Timmerbergs Reise-ABC (2004)
    meine Bewertung: 3 von 5

    Der bekannte Reisejournalist Helge Timmerberg gibt in seinem Reise-ABC eine amüsante Übersicht über alle Phänomene, die einem als Reisenden so zustoßen können. Von A wie Anfängerfehler bis Z wie Zahnarzt gibt er humorvolle Tipps, die einem helfen sollen, aber nicht immer ernst zu nehmen sind. Manchmal schrammt er dabei knapp an der Grenze des klischeehaften vorbei, vermeidet aber größere Fettnäpfchen. Nette Unterhaltung für Zwischendurch.



  • Taschenbuch: 124 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492245188
  • ISBN-13: 978-3492245180
  • Mittwoch, 6. Dezember 2006

    Wir alle für immer zusammen



    Autor: Guus Kuijer
    Original: Voor altijd samen, amen (1999)
    meine Bewertung: 2 von 5

    Polleke ist elf Jahre alt, doch sie sieht sich auf ihre jungen Jahre schon mit einigen Problemen konfrontiert. Zum einen ist da Mimun. Mimun ist Marokkaner und geht schon seit zwei Jahren mit Polleke, allerdings haben da seine Eltern ziemlich was dagegen. Er soll nämlich ein marokkanisches Mädchen heiraten. Abgesehen davon, dass Polleke Niederländerin ist und eben keine Marokkanerin, hat sie auch noch keinen Glauben und möchte später Dichterin werden. Neben diesen Problemen, die sie mit der Familie von Mimun hat, hat sie auch noch welche mit ihrer eigenen Familie.
    Pollekes lebt bei ihrer Mutter, die geschieden ist. Ihre Mutter hat sich jedoch wieder neu verliebt, und das ausgerechnet in den Lehrer von Polleke, den Walter. Der ist zwar nett,  aber nicht so toll wie Spiek, der wirkliche Vater von Polleke. Dieser hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen, den Drogen, weshalb er nicht viel Zeit für seine Tochter hat, doch diese liebt ihn einfach.
    Etwas Trost findet die kleine Polleke bei ihren Großeltern am Land. Der Nachbarsbauer hat nämlich ein Kälbchen, das findet Polleke ganz toll. Ganz schön viele Probleme also für eine Elfjährige.
    Die Geschichte ist mit ca. 90 Seiten sehr kurz, weshalb nicht unbedingt eine erzählerische Tiefe entsteht. Irgendwie spurlos geht das Büchlein an einen vorüber, ohne irgendwelche pädagogischen Spuren zu hinterlassen. Hätte man die Thematik mit Mimun etwas ausgebaut, hätte man eventuell noch einen antirassistischen Anspruch entdecken können. Für Kinder im Alter von ca. zehn bis zwölf Jahren gibt es eindeutig bessere Bücher, denn das vorliegende ist weder spannend noch sonstirgendwas. Außer halt kurz.




  • Gebundene Ausgabe: 89 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (Juni 2006)
  • ISBN-10: 3866151438
  • ISBN-13: 978-3866151437

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