Sonntag, 20. Mai 2007

Das Paket mit dem Totenkopf

Autor: Stefan Wolf
Original: Das Paket mit dem Totenkopf
meine Bewertung: 3 von 5
Zufällig rettet im Stadtwald Peter einen älteren Herren vor zwei maskierten Räubern, die gerade drauf und dran sind, dem Mann seine Geldbörse zu klauen. Peter ist zwar erst 13, allerdings hat er den blauen Gürtel in Judo und so nehmen die Maskierten die Beine in die Hand. Der Gerettete ist dankbar und gibt Peter, der von seinen Freunden aufgrund seiner braunen Haut, den schwarzen Locken und seiner Sportlichkeit „Tarzan“ genannt wird, 100 Mark. Als Tarzan in der Nähe des Tatortes ein Etui mit Spritze und anderem Fixerbesteck findet, ahnt er bereits, dass ein neuer Fall für TKKG ansteht.

Gemeinsam mit seinen Freunden Karl, Klößchen und Gaby, die die restlichen Mitglieder von TKKG bilden, stellt er Nachforschungen an. Recht viel lässt sich am selben Tag nicht mehr machen, weil Tarzans Mutter zu Besuch kommt – ein Umstand, der recht selten geschieht, weil die Bahnfahrt von Tarzans Heimatstadt bis zum Internat lange dauert und das Fahrgeld teuer ist. Die Kinder treffen sich mit Tarzans Mutter am Bahnhof und verbringen dann den restlichen Tag mit ihr. Sie ist dienstlich auf dem Weg nach Salzburg, wo sie einen Koffer mit wichtigen Dokumenten abgeben soll. Als sie nach dem Abendessen mit ihrem Sohn und seinen Freunden wieder auf ihr Hotelzimmer kommt, ist der Koffer weg.

Tarzan, der einige ungewöhnliche Beobachtungen gemacht hat, kombiniert messerscharf und weiß sofort, wo er die Diebe suchen muss. Er begibt sich dadurch aber in große Gefahr, denn an der Sache ist mehr dran, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Bei der finalen Aufklärung des Falles wird er tatkräftig von Karl, Klößchen und Gaby unterstützt.
 
Der mittlerweile vierte Fall der Bande führt die Kinder ins Rauschgiftmilieu. Als Erwachsener hört man den erhobenen Zeigefinger von Stefan Wolf aus jeder Zeile überdeutlich heraus; auf die Zielgruppe hat das hoffentlich den erwünschten Abschreckungseffekt. Wie in den drei Vorgängerbänden auch, fällt auch die allzu typische Rollenverteilung wieder auf. Gaby, als einziges Mädchen der Bande, muss daheim bleiben, wenn es „zu gefährlich für Mädchen“ wird. Schade, dass sie sich dieser Forderung auch noch fügt. Wieder kommt das Abenteuer allerdings ohne übermäßige Gewalt aus und ist auch recht spannend.



  • Broschiert: 188 Seiten
  • Verlag: Bertelsmann, München (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570215741

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