Montag, 3. September 2007

Frühstück bei Tiffany

Autor: Truman Capote
Original: Breakfast at Tiffany's (1958)
meine Bewertung: 5 von 5

Holly Golightly ist gerade einmal 18 Jahre alt. Sie verfügt über einen unglaublichen Charme, der es ihr ermöglicht, sich von ihren Bewunderern aushalten zu lassen. Und derer gibt es viele. Auch ihr Nachbar, der Erzähler der Geschichte, ist ihrer Ausstrahlung, ihrer wunderbaren Sprechweise und ihrem Äußeren erlegen. Die junge Schöne scheint niemanden richtig an sich heran zu lassen, nur einen namenlosen roten Kater. Sie ist ein Mädchen voller Widersprüche, die sie aber nur umso unwiderstehlicher machen.


Eines Tages kommt der Erzähler zufällig hinter das Geheimnis Hollys wahrer Herkunft. Er ist überrascht und gleichzeitig fasziniert. Eine Zeit lang hört er daraufhin von Holly nichts mehr, bis eines Tages Gerüchte laut werden, sie wäre die Geliebte eines bekannten Mafia-Bosses gewesen. Der Erzähler und ein Barbesitzer, der ebenfalls die Schöne abgöttisch liebt, helfen ihr schließlich, nach Südamerika zu fliehen. Übrig von Holly bleibt nur die Erinnerung und ein namenloser, streunender Kater…



„Frühstück bei Tiffany“ ist spätestens seit der Verfilmung mit Audrey Hepburn bekannt – schade nur, dass die Holly im Buch ganz anders aussieht, als ihre Verkörperung im Film. Zu viel sollte man nicht von dem Buch verraten, um die Lust am Lesen nicht zu nehmen. Mit einer Beobachtungsgabe, die seinesgleichen sucht, erzählt Capote einfühlvoll die Geschichte einer Frau, die von Partys lebt und irgendwann aus dem schönen Traum aufwacht, der ihr Leben bisher war. Einfach ein Lesetipp, wie auch schon „Kaltblütig“ von Capote. New Journalism halt.

  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (21. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866155018
  • ISBN-13: 978-3866155015
  • Keine Kommentare:

    Kommentar veröffentlichen