Dienstag, 11. März 2008

Inspektor Jury küsst die Muse



Autorin: Martha Grimes
Original: The Dirty Duck (1984)
meine Bewertung: 2 von 5

Inspektor Jury bekommt es in dem gemütlichen Shakespeare-Städtchen Stratford-upon-Avon mit einer amerikanischen Touristengruppe zu tun. Zuerst wird er mit der Suche nach dem kleinen Jimmy betraut, der verschwunden ist. An sich ist das ja nichts Ungewöhnliches, denn der Neunjährige unternimmt öfter Extratouren. Doch als er mehrere Tage abgängig ist, macht man sich dann doch Sorgen. Außerdem beginnt zeitgleich eine grausame Mordserie. Drei Mitglieder der reichen amerikanischen Touristengruppe werden abgeschlachtet und ihre Körper richtiggehend verstümmelt. Gemeinsam mit seinem Freund Melrose Plant macht sich Inspektor Jury auf die Suche nach dem Schlächter und dem scheinbar entführten Jimmy.

Die Geschichte gestaltet sich für Nichtkenner der Serie ziemlich anstrengend. Es kommen Personen mit einer Selbstverständlichkeit und ohne Erklärungen darin vor, die man wahrscheinlich nur dann kennt und richtig zuordnen kann, wenn man auch den Rest der Serie kennt. Die Handlung an sich ist nicht unbedingt spannungsgeladen und warum Martha Grimes als „die neue Agatha Christie“ gehandelt wird, bleibt mir völlig unverständlich, da man die Amerikanerin in ihr viel zu deutlich herauslesen kann. Es mangelt an sprachlicher Eleganz und Atmosphäre. Jedoch sei dem Buch zu Gute gehalten, dass mit Shakespeare-Verweisen gearbeitet wurde. Vielleicht sollte man die Inspektor-Jury Bücher in der dafür vorgesehenen Reihenfolge lesen, um ihr wahres Potential zu erfassen. Als Einzelgeschichte allerdings eher eine schwache Leistung.
Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 14., Aufl. (November 1990)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349912176X
ISBN-13: 978-3499121760

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