Sonntag, 27. April 2008

Der Zinker



Autor: Edgar Wallace
Original: The Squeaker (1927)
meine Bewertung: 2 von 5

Zu einem der wichtigsten Informanten der Londoner Polizei gehört „der Zinker“. Er ist selbst ein berüchtigter Hehler, denunziert aber seine Lieferanten bei der Polizei. Die Polizei hat keine Ahnung von der wahren Identität des Zinkers, ist aber auf der Suche. Eines Tages entdeckt aber der Juwelendieb Larry Graeme einen Hinweis auf die Identität des Zinkers, der verständlicherweise allen Dieben ein Dorn im Auge ist. Bevor er jedoch seine Entdeckung jemandem preis geben kann, wird er ermordet.

Der Kriminalreporter Josua Harras und der Polizeichef Barrabal machen sich auf die Suche nach dem Zinker, dabei stoßen sie auf den zwielichtigen Leopard-Club, eine auch nicht ganz so durchsichtige Firma und eine tragische Romanze. Schließlich gelingt es Harras und Barrabal jedoch, die Romanze zu einem Happy-End zu führen und den undurchsichtigen Fall zu entwirren.

„Noch immer gilt: Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein“, wird auf dem Buchrücken der „Buchreport“ zitiert. Und doch ist es möglich. Ich habe mich gelangweilt. Die Geschichte ist weder spannend noch interessant, lediglich auf der allerletzten Seite zeigt sich so etwas wie eine unerwartete Wendung der Geschichte. Auf den ersten 30 Seiten werden ungefähr 20 Personen vorgestellt und auch sprachlich ist das Buch nicht so der Renner.

Ich hoffe tatsächlich, ausgerechnet das schlechteste Buch von Wallace mit „der Zinker“ erwischt zu haben, denn sonst wäre schade um jene Bücher des Autors, die noch auf meinem Stapel ungelesener Bücher liegen. Die Atmosphäre des London der 20er Jahre ist jedoch zugegebenermaßen sehr authentisch geschildert, was dem Buch gerade so zwei Punkte einbringt.
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Goldmann (September 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442053722
ISBN-13: 978-3442053728

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