Montag, 2. Juni 2008

Hectors Reise



Autor: Francois Lelord
Original: Le voyage d'Hector (2004)
meine Bewertung: 2 von 5

Hector ist Psychiater und lebt in dem Land, in dem es die meisten Psychiater gibt. Er liebt seinen Beruf und gibt seinen Patienten auch immer das Gefühl, sich für ihre Probleme zu interessieren. So ist es ja auch wirklich. Hector hört ihnen gerne zu und versucht, ihnen zu helfen. Doch eines fällt ihm schon auf: Viele seiner Patienten sind unglücklich, obwohl sie doch gar keinen Grund dazu haben. Das bringt Hector auf eine Idee.

Der Psychiater packt seine Sachen und begibt sich auf Reisen. Er will herausfinden, was das Glück eigentlich ist und wie man es findet. Sein erster Weg führt ihn nach China, wo er einen alten Mönch trifft, der ihm einige Hinweise für seine Suche gibt. Nach und nach bereist Hector verschiedene Länder, immer dabei hat er sein Notizbüchlein, in das er seine Erkenntnisse kritzelt. Er lernt eine Menge Menschen kennen und gerät sogar in Lebensgefahr, doch am Ende ist er dem Glück schon auf den Fersen.

Die Geschichte an sich ist ja wirklich nett und die Weisheiten, die Hector in sein Büchlein schriebt, sind auch gar nicht dumm, allerdings hat das Buch ein Problem: Die Sprache. Der Erzähler biedert sich dem Leser direkt an. Lange weiß man nicht, ob man da jetzt ein Kinderbuch in Händen hält, da der Erzähler „Sex“ beispielsweise umschreibt mit „das tun, was die Verliebten tun“, aber dann ist ohne mit der Wimper zu zucken die Rede von Determinanten, Globalisierung etc. Warum diese infantile Sprache? Was bringt sie dem Autor? Gibt es einen Grund dafür, der mir entgangen ist? Irgendwie fühlt sich der eloquente Leser leicht verarscht, aber wem’s gefällt…
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Piper; Auflage: 16 (26. Oktober 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492248284
ISBN-13: 978-3492248280

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