Montag, 28. Juli 2008

Der Geburtstag der Infantin



Autor: Oscar Wilde
Original: The Birthday of the Infanta (1891)
meine Bewertung: 5 von 5


Zur allgemeinen Belustigung wird der spanischen Infantin zu ihrem Geburtstag ein kleinwüchsiger Hofnarr geschenkt, der für die Prinzessin und die anderen Kinder tanzen muss und sie unterhält. Die Infantin amüsiert sich köstlich, ebenso ihre Freunde. Zum Abschied der Vorstellung schenkt sie dem Hofnarren, der von einem Köhler an den Hof verkauft worden war, eine Blume aus ihrem Haar. Der Hofnarr fühlt sich geschmeichelt und verliebt sich in die Prinzessin.

Er träumt von ihr und glaubt, in ihrer Geste ebenso Zuneigung erkannt zu haben. Deshalb macht er sich schließlich im weitläufigen Schloss auf die Suche nach der kleinen Herrscherin. Doch alles was er schließlich findet, ist er selbst. Der arme Hofnarr zerbricht jedoch an dieser Selbsterkenntnis…

In meiner Ausgabe sind neben „Der Geburtstag der Infantin“ auch noch die Märchen „Der junge König“, „Der ergebene Freund“, „Der Fischer und seine Seele“ und „Das Sternenkind“ enthalten. Alle Geschichten gehen einem direkt ans Herz, strotzen vor Pathos und Moral, sind aber dennoch oder gerade deshalb etwas Besonderes. „Der Geburtstag der Infantin“ aber ist das traurigste und tragischste Märchen dieser Sammlung. Man gewinnt den kleinen lustigen Kerl lieb, hofft mit ihm gegen jede Vernunft, da man von Anfang an eigentlich weiß, dass diese Romanze wohl nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Einfach ein Büchlein mit wundervollen Märchen, die jeder einmal gelesen haben sollte!
Gebundene Ausgabe: 399 Seiten
Verlag: Anaconda (August 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3938484381
ISBN-13: 978-3938484388

Mittwoch, 16. Juli 2008

Der lange, dunkle Fünfuhrtee der Seele



Autor: Douglas Adams
Original: The long dark Tea-Time of the Soul (1989)
meine Bewertung: 5 von 5

Kate Schechter möchte ihren Freund in Norwegen besuchen. Doch schon als sie die Reise plante, wiesen alle Zeichen darauf hin, dass sie die Sache wohl doch eher abblasen sollte. Erst fand sich niemand, der sich um ihre Katze kümmern wollte, dann fand sie eine alte Dame, die starb jedoch und die Katze wurde zudem schwanger. Selbst der Taxifahrer am Weg zum Flughafen versuchte, sie von ihrer Idee abzubringen. Und am Flughafen selbst gehen die Probleme dann auch noch weiter. Sie verpasst erst ihren Flug, weil vor ihr ein etwas schwieriger Passagier einchecken möchte, dann fliegt auch noch der Flugschalter in die Luft.

Wie durch ein Wunder kommt niemand zu Schaden. Ganz anders jedoch ergeht es Dirk Gently, seines Zeichens Inhaber, Geschäftsführer und einziger Mitarbeiter von Dirk Gentlys Holistischer Detektei. Er verliert einen Mandanten – den einzigen seit Monaten – auf eher unappetitliche Weise. Besser gesagt: Er verliert ihn nicht, sondern findet ihn. Seinen Kopf auf einem Plattenspieler, den Rest des Mandanten in seinem Bürosessel. Dirk nimmt an, dass es sich dabei nicht um eine natürlich Art zu sterben handelt, deshalb beginnt er mit seinen Ermittlungen.

Schnell trifft er auch auf Kate Schechter, einen seltsamen Mr. Odwin, den Vater aller Götter und Thor, seinen wohl missratensten Sohn. Irgendwie muss das alles zusammenhängen, Dirks Aufgabe ist es nun nur noch, die Teilchen des grotesken Puzzles korrekt zusammen zu setzen. Doch das Puzzle scheint sich auch ohne großem Zutun Gentlys zu lösen, dennoch findet sich der holistische Detektiv schon bald in Walhalla wieder…

Douglas Adams ist einfach ein Garant für Unterhaltung auf höchstem sprachlichem Niveau, für Humor, Augenzwinkern und wahnwitzig-absurde Handlungsstränge. Vielleicht ist nicht alles immer hundertprozentig „aufgelöst“ zu Ende hin, doch der Wortwitz entschädigt für viel. Außerdem ist die Ermittlungsweise von Dirk Gently sympathisch, genauso wie der Protagonist selbst. „Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele“ (alleine der Titel!) ist der zweite Fall von Dirk Gently und macht auf jeden Fall auch Lust auf den ersten Teil – den man für diesen Band überhaupt nicht kennen muss. Lesens- und liebenswert!
Taschenbuch: 282 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (1. Mai 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453210727
ISBN-13: 978-3453210721

Montag, 14. Juli 2008

Gott ist tot



Autor: Ronald F. Currie
Original: God is Dead (2007)
meine Bewertung: 5 von 5

Eines Tages beschließt Gott, zu einem Menschen zu werden um sich bei den anderen Menschen dafür zu entschuldigen, dass wohl einiges nicht ganz so optimal – also eher sub suboptimal – gelaufen ist. Er wird deshalb zu einer Frau des Volkes der Dinka, gerät aber bei einem Aufstand zwischen die Fronten der Dinka und Dschandschawid und wird getötet. Jeden Tag sterben Tausende Menschen bei Aufständen in Afrika, Gottes Tod wäre also gar nicht wirklich aufgefallen, wenn da nicht fünf Wildhunde vorbeigekommen wären.

Die Wildhunde waren hungrig und auf der Suche nach etwas Fressbaren, so gerieten sie an Gottes leblosen Körper, der zugegebenermaßen etwas zäh geschmeckt hat, weshalb jeder der Hunde nur ein kleines Stückchen gefressen hat. Auch den Hunden wäre erst gar nicht aufgefallen, wessen Körper sie sich als Snack ausgesucht haben, wären sie nächsten Tag nicht ein bisschen verwandelt gewesen. Die Wildhunde erlangten nämlich Bewusstsein und bemerkten, dass sie sich mit den Menschen verständigen können.

Die Hunde wenden sich an Mubarak, einen Geistlichen, und erhoffen sich von ihm die Einführung in die menschliche Gesellschaft. Doch alles kommt anders, als sich die Hunde das erhofft hatten. Die Nachricht von Gottes Tod macht dennoch schnell die Runde. Die Folge sind Massenselbstmorde von Nonnen und Priestern, die Menschen haben alles verloren, woran sie glauben konnten, sie haben auch den Glauben an die Hölle als natürliche Sanktion und Hüter der Moral verloren. Die Welt stürzt ins Unglück…

Curries Roman ist herrlich schräg und trieft nur so vor schwarzem Humor, dennoch handelt es sich auch um ein durchaus ernstzunehmendes Gedankenspiel. Was würde tatsächlich geschehen, wenn Gott nachweislich tot wäre? Selbst Menschen, die nicht einem institutionalisiertem Glauben frönen haben Moralvorstellungen. Woher kommt Moral? Eine alte philosophische Frage, die Currie auf amüsante Art und Weise behandelt, jedoch gar nicht erst versucht, sie zu beantworten.

Neben der unkonventionellen Thematik ist es auch die Erzählweise, die sehr für das Buch spricht. Es wird in jedem Kapitel eine eigene kleine Geschichte von einem Personenkreis erzählt. Man liest also quasi ein Mosaik, das am Ende die Geschichte einer Welt ohne Gott ergibt. Auf jeden Fall lesenswert und gerade für strenggläubige und totale Atheisten ein interessantes Experiment.
Broschiert: 223 Seiten
Verlag: Goldmann (März 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442311527
ISBN-13: 978-3442311521

Sonntag, 13. Juli 2008

Fegefeuer der Eitelkeiten



Autor: Tom Wolfe
Original: Bonfire of the Vanities (1987)
meine Bewertung: 4 von 5

Sherman McCoy ist ein selbsternannter Master of the Universe. Er lebt gemeinsam mit seiner Frau Judy, der Tochter Campbell und dem Dackel Marshall in einer riesigen Wohnung in der Park Avenue, ist ein erfolgreicher Wertpapierhändler und verdient so Unsummen an Geld pro Jahr. Das braucht er allerdings auch, da alleine seine Wohnung 21.000 Dollar im Monat kostet. Seine Frau betätigt sich als Innenarchitektin mal hier und mal da, Campbell geht auf die exklusivste Privatschule und auch sonst scheint alles perfekt.

In Wirklichkeit aber ist seine Ehe nur noch eine Zweckgemeinschaft und für seine Tochter hat er viel zu wenig Zeit. Seine körperlichen Bedürfnisse lebt er mit seiner Affaire Maria aus. Doch gerade diese Affaire ist es, die seinem Leben eine abrupte Wendung gibt. Eines Tages holt Sherman Maria in seinem Mercedes vom Flughafen ab, am Heimweg verfährt er sich allerdings und landet so mitten in der Bronx. Sowohl Maria als auch Sherman werden schon leicht panisch, immerhin ist es dunkel, es ist die Bronx und sie sind völlig alleine am Bruckner Boulevard unterwegs.

Und dann bestätigen sich auch noch die schlimmsten Befürchtungen: Plötzlich liegt ein Reifen auf der Fahrbahn. Sherman steigt aus, um ihn weg zu räumen, da wird er von zwei schwarzen Jugendlichen angesprochen. Er wirft mit dem Reifen nach ihnen, Maria rutscht auf die Fahrerseite, Sherman springt ein und die beiden rasen davon. Eigentlich kein Problem – hätten die beiden da nicht diesen dumpfen Aufprall gehört. Sherman beschleicht das Gefühl, dass sie einen der Jugendlichen angefahren haben könnten und will deshalb zur Polizei. Doch Maria redet ihm diese Idee schnell wieder aus und besteht darauf, selbst die Entscheidungen dazu zu treffen, da sie gefahren war.

Für Sherman beginnt eine Zeit der Ungewissheit. Er lebt in der Angst, dass dem Jungen etwas Ernsthaftes passiert sein könnte. Und dann wird diese Angst zur Gewissheit. Der angefahrene Junge liegt im Koma, nach dem Fahrer eines Mercedes wird gesucht, denn kurz bevor der Jugendliche ins Koma fiel, konnte er seiner Mutter noch die Marke und die ersten Buchstaben des Kennzeichens sagen.

Die Polizei macht sich, von der Presse getrieben, an die Arbeit. Der Fall ist von höchster politischer Brisanz, da der Bürgermeister Abe Weiss wieder kandidieren möchte und sich mit der Suche nach dem großen weißen Angeklagten die Wählerstimmen der schwarzen Bevölkerung New Yorks sichern möchte. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis die Polizei im 21.000-Dollar-pro-Monat-Apartment auftaucht und sich nach Shermans Auto erkundigt. Sherman verliert die Nerven und macht sich so verdächtig. Doch wird die Beweislage ausreichen, um ihm etwas anzuhängen? Und was wird Maria tun? Was wird Judy tun, wenn sie von seinem Verhältnis erfährt? Geht er ins Gefängnis oder kann er seine weiße Haut noch einmal retten?

Truman Capote, Norman Mailer, Hunter S. Thompson und Tom Wolfe zählen zu den bekanntesten Vertretern des New Journalism, einer Art der Berichterstattung, die sich vom objektiven, kühl-sachlichen Schreibstil des herkömmlichen Journalismus durch eine lebendigere Sprache, größerer Subjektivität und den Einsatz von literarischen Stilmitteln in der Reportage unterscheidet. Zwar gehört „Fegefeuer der Eitelkeiten“ nicht zu den Reportagen Wolfes und stellt somit auch nicht wirklich ein Werk des New Journalism dar, allerdings kann man sehr gut Wolfes journalistischen Stil wiedererkennen.

Wolfe kommt vom Hundertsten ins Tausendste, beschreibt detailliert und gekonnt, so dass die eigentliche Geschichte dadurch sehr in die Länge gezogen wird, allerdings gekonnt. Die Geschichte wird dadurch nicht langweilig, sondern erhält viele Facetten, es macht sie lebendig. Man muss in Stimmung sein und sich Zeit nehmen für das Buch, ansonsten wird man wohl eher genervt von Wolfes Ausführlichkeit sein. Dennoch lohnt es sich, durchzuhalten. Die Geschichte ist spannend, kritisch und oft auch komisch, auf jeden Fall die investierte Zeit wert.
Taschenbuch: 928 Seiten
Verlag: Rowohlt Tb. (August 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499236745
ISBN-13: 978-3499236747

Pauli dreht auf



Autorin: Gabriele Brandner
Original: Pauli dreht auf (1997)
meine Bewertung: 3 von 5

Paulines Mutter arbeitet in einem großen Fernsehsender, doch da geht seit einiger Zeit ein Saboteur um, der alle Wände mit grüner Farbe beschmiert. Pauli möchte vielleicht einmal Detektivin werden, darum ist sie froh, dass sie ihre Mutter eines Tages in den Sender mitnimmt. Pauli nimmt sich vor, den Saboteur zu fassen. Und Willi, der nette Typ mit der Schirmmütze, erkennt ihr Talent und nennt sie nur noch „Sherlock Holmes“.

Schnell verfolgt Pauli eine heiße Spur, doch diese stellt sich als gänzlich falsch heraus und letztendlich ist der Farbschmierer jemand total anders, jemand sehr unverdächtiger. Dennoch hat Pauli viel Spaß im Sender. Sie lernt ihren Nachbarn, vor dem sie bisher etwas Angst hatte, auf eine völlig neue Art und Weise kennen, ihre Freundin Ruth entpuppt sich als großes Gesangstalent und die Kollegen ihrer Mutter als sehr nette Leute. Doch einer von ihnen muss doch der Saboteur sein…

Gabriele Brandner ist Österreicherin, das merkt man auch an der Beschreibung des Fernsehsenders und einer Zeichnung, auf der „ORF“ auf einem Schildchen zu lesen ist. Der geübte ORF-Seher wird so manche Sendung der neunziger Jahre aus den Beschreibungen wieder erkennen.

Die Geschichte ist insgesamt harmlos und doch einigermaßen witzig, auf jeden Fall ein netter Spaß für Kinder zwischen acht und zehn Jahren.
Gebundene Ausgabe
ISBN-10: 3707264998
ISBN-13: 978-3707264999

Sonntag, 6. Juli 2008

Früher war mehr Strand



Hrsg: Daniela Kampa
Original: Früher war mehr Strand (2007)
meine Bewertung: 3 von 5

Daniela Kampa hat als Herausgeberin dieses Bandes zahlreiche Geschichten über das Reisen zusammengetragen. Es sind Erzählungen namhafter Autoren, so berichtet Dorris Dörrie über Winnetous rechten Fuß, während Leon De Winter berichtet, wie er einen Schmetterlingsfänger traf. Elke Heidenreich zieht über Deutschland her und Martin Suter macht sich an die Ferienplanung.

Ingrid Noll erzählt vom Schnappschuss und F. Scott Fitzgerald erlebt eine raue Überfahrt, während William Somerset Maugham mit Mister Allwissend reist. Slawomir Mrozek erzählt von einer Reise im Nachtexpress, Friedrich Dürrenmatt bedient sich eines Kahns. Vladimir Nabokov erzählt von Wolke, Burg und See, Urs Widmer schreibt über Hotels generell. Bernhard Schlinks Reise führt ihn zur Frau an der Tankstelle, Andrej Kurkow landet ein letztes Mal. Joachim Ringelnatz lernt die wilde Miss vom Ohio fast kennen, Loriot erzählt von Hasch.

John Irving steigt in der österreichischen Pension Grillparzer ab, Arno Grünberg erzählt von Uschi und Septembris. Dezsö Kosztolanyi trifft einen Schaffner. Meir Shalev steigt in einem freundlichen Gasthaus ab, während sich Patricia Highsmiths Protagonistin von einer Klippe stürzt. Schließlich erzählt Julian Barnes noch von einem perfekten Flirt.

Wirklich namhafte Autoren also, die auch durchwegs ganz tolle Geschichten geschrieben haben. Leider finde ich die Auswahl ein wenig seltsam. Es sind tatsächlich alles Geschichten von und ums Reisen, jedoch lautet der Untertitel des Buches „Hinterhältige Reisegeschichten“. Und das sind sie nunmal nicht. Schade eigentlich. Um in Reisestimmung zu kommen sowieso das Falsche.
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (Juni 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257236433
ISBN-13: 978-3257236439

Freitag, 4. Juli 2008

Eine Insel im Meer



Autorin: Annika Thor
Original: En ö i havet (1996)
meine Bewertung: 4 von 5

Kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges schicken die jüdischen Eltern ihre beiden Töchter Nelli und Steffi nach Schweden. Die Mädchen haben zuvor miterlebt, wie ihre eigentlich wohlhabenden Eltern ihre große Wohnung verlassen mussen, ihr Hund erschossen wurde und wieviel Angst und Schrecken in der jüdischen Bevölkerung in Wien herrscht. Die beiden Mädchen versuchen tapfer zu sein, dabei wissen sie doch gar nicht, was auf sie zukommt.

In Schweden, einem Land, dessen Sprache die beiden nicht wirklich sprechen, kommen die beiden zu ihren Gasteltern. Obwohl sie unbedingt zusammen bleiben wollten, werden sie getrennt. Die jüngere Nelli erwischt es ganz gut. Sie kommt zu Tante Alma, lernt schnell die schwedische Sprache und findet viele Freunde. Der älteren Steffi geht es nicht ganz so gut. Sie kommt zu Tante Märta, einer sehr verschlossenen und strengen Frau. Es wird selten geredet, weshalb sie sich wesentlich schwerer tut, die Sprache zu lernen. Freunde findet sie auch keine.

Doch die Zeit vergeht und anstatt der vorgesehenen drei Monate sind die Kinder jetzt schon fast ein Jahr auf der Insel. Mit der Zeit findet auch Steffi Freunde, in der Schule ist sie so gut, dass die Lehrerin vorschlägt, sie aufs Gymnasium nach Göteborg zu schicken. Doch Tante Märta und ihr Mann Onkel Evert haben einfach kein Geld dafür. Erst als im Sommer die Sommergäste kommen und sich Steffi um deren Hund rührend kümmert, scheint sich eine Lösung aufzutun. Doch die Heimat bleibt vorerst fern.

Die Geschichte rund um Nelli und Steffi ist traurig und berührend, aber dennoch hoffnungsvoll. Steffi findet man anfangs zwar nicht so besonders sympathisch, doch auch mit ihr fiebert man mit und möchte den Mädchen gerne helfen. Man ärgert sich darüber, wie sie sich benimmt und möchte ihr gerne einen Tritt in den Hintern geben, doch dann erfährt man, warum sie sich wie benimmt. Eine wichtige Geschichte, vor allem für Kinder zwischen zwölf und fünfzehn.
Gebundene Ausgabe: 206 Seiten
Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (April 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866151322
ISBN-13: 978-3866151321