Mittwoch, 15. Oktober 2008

Krabat



Autor: Otfried Preußler
Original: Krabat (1980)
meine Bewertung: 4 von 5

Seit dem Tod seiner Eltern ist Krabat ein Vollwaise. Der Junge hat einige Zeit lang im Haushalt vom Dorfpastor gewohnt. Das war ihm aber zu anstrengend, also hat er sich des Nächtens aus dem Staub gemacht und lebt fortan mit einigen Waisenjungen auf der Straße. Mit Betteln und seiner Gewitztheit schlägt er sich recht gut.

Eines Nachts hat er allerdings einen seltsamen Traum. Er sieht darin Raben, die ihm zukrächzen, doch in die Mühle am Koselbruch zu kommen. Der Traum ist so überzeugend, dass sich Krabat auf den Weg macht.

In der Mühle wird erlebt er seltsames. Er kommt mitten in der Nacht an, der Meister der Mühle, ein seltsamer Mann, bringt ihn zum Schlaflager. Dort wird er nächsten Morgen von den elf anderen Mühlenknappen geweckt. Seine Arbeit als Lehrjunge in der Mühle beginnt. Anfangs ist die Arbeit hart, doch das Essen ist gut und ausreichend, und unter den Kollegen findet er bald gute Freunde. Besonders Tonda, Michal und Juro erweisen sich als wahre Freunde.

Nach und nach fallen Krabat die ungewöhnlichsten Dinge auf, die in der Mühle passieren und langsam wird auch er mit diesen Vorgängen vertraut und erweist sich sogar als gelehriger Schüler in der schwarzen Schule. Doch jedes Jahr am Neujahrstag finden die Knappen einen der ihren tot auf. Krabat ahnt, dass auch er bald an der Reihe sein wird. Er beschließt allerdings, um sein Leben und das seiner Freunde zu kämpfen. Und ausgerechnet ein Mädchen spielt dabei eine große Rolle…

Die Geschichte von Krabat hat alles, was ein gutes Kinderbuch braucht: Sie ist spannend, sie hat Helden und Bösewichte und die Welt ist geheimnisvoll und phantastisch. Doch auch Erwachsene werden ihren Spaß dabei haben, denn die Sprache ist doch anspruchsvoll und das Buch insgesamt nicht kindisch. Was zum Abzugspunkt führt, ist die Tatsache, dass auf doch relativ wenigen Seiten eine Geschichte abgehandelt wird, die insgesamt sehr viel mehr hergeben würde. Aber auch so auf jeden Fall ein Klassiker, den man gleich neben den „Fünf Freunden“ und „Momo“ stehen haben sollte!

Unbekannter Einband: 349 Seiten
Verlag: Dtv - großdruck (April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423252812
ISBN-13: 978-3423252812

Kommentare:

  1. leo14 schreibt am 16.10.2008 um 14:44 Uhr:
    Die Geschichte um den Krabak ist aber kein Kinderbuch im eigentlichen Sinn; Otfried Preußler ist halt ein Kinderbuchautor und deswegen wird er in dieser Schiene gehandelt ... es ist aber diese Geschichte um Zauberei und Abhängigkeit, um geheimnisvolle Machenschaften und das Böse und seine Helfer etwas Spannendes auch und vor allem für Erwachsene

    Die Geschichte steht grundsätzlich dem Goetheschen "Faust" um nichts nach, finde ich ....

    leo

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  2. Tine schreibt am 17.10.2008 um 20:40 Uhr:
    Um Deine Frage zu beantworten: Auf jeden Fall LESEN! Ich bin ganz Deiner Meinung, Herr Preußler hätte noch gerne die ein oder andere Seite schreiben können, trotzdem ist das Buch echt sehr lesenswert. Ich bin jetzt auch echt mal gespannt, wie die Verfilmung so geglückt ist. Das ist ja immer so'ne Sache mit Literaturverfilmungen. Der Trailer lässt hoffen... Ich habe ein gutes Interview (zumindest ein Auszug davon) mit den Hauptdarstellern gefunden: Zauberlehrlinge

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  3. leo14 schreibt am 21.10.2008 um 22:02 Uhr:
    danke

    gelesen hab ichs schon

    leo

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