Montag, 19. Januar 2009

Eine Handvoll Männlichkeit



Autorin: Gaby Hauptmann
Original: Eine Handvoll Männlichkeit (1998)
meine Bewertung: 3 von 5

Der steinreiche Unternehmer Günther ist eben 60 geworden. Nur eine Auswahl handverlesener Gäste wird zu dem rauschenden Fest eingeladen, natürlich nur gesellschaftlich hochgestellte oder andere wichtige Personen. Seine Frau Marion hat dafür gesorgt, dass sich jeder auf dem Fest amüsiert und dass alles reibungslos klappt. Marion möchte Günther eine Stütze sein und ihn stolz machen.

Doch ausgerechnet während des Festes wird Günther klar, dass er alles daran setzen muss, sich eine jüngere, gutaussehende Frau zu suchen, denn er meint, nur so selbst wieder glücklich zu werden. Frischfleisch als Verjüngungskur sozusagen. Passenderweise sucht er sich auch gleich während seiner Party ein passendes Opfer aus und beginnt schon bald, ihr den Hof zu machen.

Sein Vermögensberater Klaus muss in der Zwischenzeit schon mal alles daran setzen, Günthers Vermögen in Sicherheit zu bringen. Denn er hat vor, sich von Marion scheiden zu lassen und ihr nichts von seinem Geld zu lassen. Während die Männerwirtschaft von Römersfeld sich zusammen tut und an den verschiedensten Plänen schmiedet, bleiben auch die Damen nicht untätig. Denn gerade als Günther und Klaus es am wenigsten erwarten, stellen sich die Damen auf die Füße und schlagen zurück.

Die Geschichte ist im Prinzip gelungen, es macht Spaß zu lesen, wie die Frauen sich schließlich rächen und wie sich alles doch zum Guten wendet. Eine Geschichte über starke Frauen für starke Frauen, die auch einiges an Humor mitbringt.

Ein wesentliches Manko ist, dass die vielen Personen nicht ausreichend eingeführt werden. Auch beim aufmerksamen Lesen gelingt es einem nicht, alle Personen immer präzise auseinander zu halten und auch ihre Beziehungsverhältnisse zu behalten. Ein wenig mehr Tiefe hätte den Protagonisten also nicht geschadet.

Was das Buch jedoch wirklich an Unterhaltungswert verlieren lässt, ist die Tatsache, dass es im Präsens verfasst wurde, dies allerdings nicht lückenlos wo es erforderlich gewesen wäre, beibehalten wird. Sehr holprig, da hätte ein gutes Lektorat einiges retten können.
Taschenbuch: 331 Seiten
Verlag: Piper; Auflage: 13., Aufl. (Mai 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492227074
ISBN-13: 978-3492227070

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