Donnerstag, 5. Februar 2009

Die Grimmige Grotte



Autor: Lemony Snicket
Original: The Grim Grotto (2004) - A Series of unfortunate events (11)
meine Bewertung: 4 von 5

Die drei Baudelaire Waisen Klaus, Sunny und Violet sind gerade wieder einmal dem bösen Graf Olaf entflohen, der hinter ihrem Vermögen her ist und nebenher auch noch den Tod der Eltern der Kinder verschuldet hat, da tut sich ein kleiner Hoffnungsschimmer auf. Sie stoßen auf ein U-Boot, in das sie eingeladen werden. Zwar wissen die Kinder nicht so recht, ob sie der forschen Stimme folgen sollen, aber sie geben sich schließlich einen Ruck und steigen in das U-Boot.

Dort lernen die Kinder Kapitän Widdershins und dessen Stieftochter Fiona kennen. Die beiden scheinen auch zu F. F. zu gehören, einer Geheimorganisation, bei der auch die Eltern der Baudelaires Mitglieder waren. Auch der Kapitän und seine Stieftochter sind auf der Suche nach der Zuckerdose, um die sich seit einiger Zeit alles zu drehen scheint. Gemeinsam mit Kapitän Widdershins und Fiona finden die Kinder heraus, wo sich dieses Objekt der Begierde befinden könnte. Jedoch handelt es sich um eine Höhle unter Wasser, die ausgesucht gefährlich ist.

Die Kinder zaudern nicht lang, sondern werfen sich in Taucherklamotten (mit dem aufgestickten Bild Melvilles) und suchen nach der Höhle. Dort angekommen finden sie zwar nicht die Zuckerdose, dafür stoßen sie auf einen hochgiftigen Pilz, der Sunny befällt und ihr nur noch eine Stunde zu leben lässt. Die Kinder kehren schnell in das U-Boot zurück, doch mittlerweile ist Käptn Widdershins verschwunden und kurz darauf wird ihr U-Boot auch noch vom U-Boot Graf Olafs entführt.

Mittlerweile geht es also um Leben und Tod. Denn wenn Sunny nicht innerhalb einer Stunde ein hochwirksames Gegengift verabreicht wird, muss sie sterben. Außerdem haben Graf Olaf und seine schrecklich modebewusste Verlobte Esmé einen grausigen Plan ausgeheckt – wieder einmal. Wie werden die Kinder diesem Debakel bloß wieder entkommen können?

Auch dieser Band strotzt nur so von Referenzen und kleinen Hinweisen auf Literatur, Kunst und Kultur. Das Selbstporträt von Brett Hellquist zeigt ihn beispielsweise als Käptn Ahab (aus „Moby Dick“ von Herman Melville), die Taucheranzüge der Kinder tragen das Porträt des berühmten Autors, Klaus macht sich ständig über die völlige Talentfreiheit Edgar Guests lustig, Thomas Hobson mit seiner „Hobson’s choice“ kommt vor, Sunny verwendet hebräische Wörter und wieder deutet ein Bild im Buch schon auf die Ereignisse im nächsten Band voraus. Da die Hälfte des Spaßes darin besteht, diese Referenzen zu finden und zu entschlüsseln, möchte ich hier nicht näher darauf eingehen. In meinen Blog werde ich nach Abschluss der Serie einen eigenen Menüpunkt für Goofs und Referenzen einrichten und dort näher darauf eingehen. So nehme ich niemandem den Spaß vorweg.

Insgesamt also wieder ein höchst betrübliches Lesevergnügen, man fiebert schon richtig auf den Schluss hin und fragt sich, wie die Kinder aus diesem Schlamassel bloß wieder heil heraus kommen sollen. Empfehlung!
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Manhattan; Auflage: 1 (26. Februar 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344254596X
ISBN-13: 978-3442545964

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