Montag, 30. März 2009

Macht euch keine Sorgen



Autorin: Lydia Mischkulnig
Original: Macht euch keine Sorgen (2009)
meine Bewertung: 4 von 5

Lydia Mischkulnig hat in ihrem Büchlein „Macht euch keine Sorgen“ neun beunruhigende Geschichten gesammelt, die irgendwie genau das Gegenteil der Forderung im Titel bewirken: Man macht sich als Leser unwillkürlich Sorgen. Es sind Geschichten, die in Unterschiedlichen Ländern, Settings und mit unterschiedlichen Personen und Situationen, meist alltäglichen, spielen.

Sie alle haben eines gemeinsam: Eine scheinbare Idylle, eine Choreografie des Alltags wird inszeniert. Stilsicher und man möchte meinen textsicher bewegen sich die skizzierten Figuren in ihr. Doch man spürt, dass da etwas nicht stimmen kann, und dass da noch etwas kommt. Und tatsächlich wird diese Choreografie des Alltags empfindlich gestört – durch „Heimsuchungen“, wie die Autorin diese Störungen selbst bezeichnet.

Ein Tipp zum Anlesen ist die Geschichte „Verschwinden einer Hauptperson“, die davon berichtet, wie ein Möbelkonzern (den vielleicht der ein oder andere geneigte Leser an den dezenten Hinweisen „riesige gelbe Taschen, die wie Schiffe aussehen“ und „blau-gelbes Firmenlogo“ oder dem Anreden der Mitarbeiter und Kunden mit „Du“ erkennen mögen), beziehungsweise deren Mitarbeiter ein Mittsommernachtsfest (ja, genau!) feiert. Es ist ein stimmungsvolles Fest, das so auch aus dem aktuellen Katalog stammen könnte. Doch dann bringt die junge Volontärin eine berechtigte Frage auf: Warum verkauft der Konzern eigentlich nicht auch den Sarg zum Selbstzusammenschrauben, Trauerkränze zum Selberbinden oder Leichenhemden?

Die Sprache ist klar und dennoch bildhaft, Ihre Erzählweise wirkt unbemüht, dass die Personen Skizzen bleiben, macht nichts. Dieses dünne Bändchen, in dem Mischkulnig scheinbar viel von sich selbst preisgibt, macht auf jeden Fall neugierig auf mehr. Ihre Romane „Umarmung“ und „Halbes Leben“ sollten mal Einzug in mein Bücherregal halten.
Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1., Aufl. (2. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3852185831
ISBN-13: 978-3852185835

Der Besuch der alten Dame



Autor: Friedrich Dürrenmatt
Original: Der Besuch der alten Dame (Neufassung 1980)
meine Bewertung: 5 von 5
Dem kleinen Örtchen Güllen geht es schlecht. Die Wirtschaft ist bankrott gegangen, die Menschen haben keine Arbeit – selbst die Züge halten jetzt nicht mehr in Güllen. Niemand kann sich so recht erklären, wie das passieren konnte, fix ist aber, dass alle darunter leiden. Doch Claire Zachanassian hat ihr Kommen angekündigt. Die geborene Güllnerin hat es zu erheblichem Vermögen gebracht, seit sie damals, als sie noch Klara Wäscher hieß, die Stadt verlassen hat, um in die Welt hinaus zu ziehen und ihre Ehemänner 1-6 zu heiraten und wieder zu verlassen.

Dem Nachbarort hat sie ein Krankenhaus geschenkt, heißt es. Ein Choral wird einstudiert, die Turngruppe übt eine Choreografie und der Bürgermeister schreibt beschwingte Reden. Man hält sich in den Vorbereitungen vor allem auch an Alfred Ill, dem Jungendfreund Claires, weil man sich von ihm erhebliche Unterstützung im Vorhaben, der Grand Dame Zachanassian Millionen für die Stadt abzuschwatzen, erhofft. Ill wird von den Güllnern zum beliebtesten Einwohner erklärt, der amtierende Bürgermeister erklärt Ill bereits zu seinem Nachfolger. Die Freude und Erwartung der Güllner sind groß, als die Zachanassian schließlich einen Schnellzug per Notbremsung in Güllen halten lässt und sie ihm mit einem seltsamen Gespann entsteigt.

Doch nicht nur Claires Gespann ist mehr als nur ungewöhnlich, sondern auch ihre Freigiebigkeit. Sie verspricht der Stadtkasse eine Milliarde und auf alle Bürger aufgeteilt noch einmal eine Milliarde. Die vermeintlich edle Spende an die Wiege ihrer Kindheit ist aber an eine ungehörige Bedingung geknüpft. Claire Zachanassian möchte Gerechtigkeit kaufen. Sie fordert die Bewohner Güllens dazu auf, Alfred Ill zu töten, der ihr großes Unrecht getan habe.

Anfangs stellen sich die Bürger hinter ihren beliebtesten Mitbürger. Niemand möchte Hand anlegen, doch alle möchten das Geld. Die Wirtschaft in Güllen floriert plötzlich wieder, die Menschen richten sich neu ein, nehmen sich Kredite auf und bringen sich selbst damit immer mehr unter Druck. Irgend jemand muss wohl den Mut aufbringen, Ill aus dem Weg zu räumen. Niemand möchte der Erste sein, dennoch machen sich alle mitschuldig an einer stillen Hetzjagd.

Ill spürt den zunehmenden Druck und verzweifelt. Selbst seine Frau und seine Kinder scheinen sich gegen ihn verschworen zu haben. Er spürt, dass sein letztes Stündchen bald geschlagen haben muss.

„Der Besuch der alten Dame“ ist ein komisches Theaterstück, das nicht nur durch die Dramatik der Handlung und Geschichte an sich, sondern auch durch den Humor Dürrenmatts zu einem lebendigen Gleichnis wird.

Wie Dürrenmatt im Nachwort selbst schreibt, geht es ihm nicht darum, sich zum Moralapostel der Gesellschaft zu erheben, sondern einfach nur einen Denkanstoß zu liefern. Er geht sogar so weit, sich zu fragen: „Was würde ich tun?“. Und genauso geht es auch dem Leser bzw. idealerweise Zuseher. Gerade weil ein unmoralisches Angebot der Kern der Geschichte ist und wahrscheinlich gerade weil Dürrenmatt keinen Moralitätsanspruch erhebt, ein umso nachdenklicheres Werk, in dem man für viele Zustände unserer Gesellschaft Parabeln entdeckt. Egal ob vom Autor beabsichtigt oder nicht.
Taschenbuch: 152 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 15., Aufl. (1. Januar 1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257230451
ISBN-13: 978-3257230451

Samstag, 28. März 2009

Der Hahn ist tot



Autorin: Ingrid Noll
Orignal: Der Hahn ist tot (1999)
meine Bewertung: 4 von 5

Rosemarie ist mittlerweile 52 Jahre alt. Sie führt ein sauberes, geordnetes Leben, ist alleinstehend, hatte eigentlich noch nie so richtig einen Freund und ist ordentlich und zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Freunde hat sie eigentlich auch nicht so wirklich. Sicher, da gibt es ihre Arbeitskollegin Frau Römer und deren Hund Dieskau, außerdem eine Freundin aus längst vergangenen Schulzeiten.

Diese Freundin überredet sie dazu, zu einer Lesung auf der Volkshochschule zu gehen. Rosemarie gibt sich einen Schubs und hört sich die Veranstaltung an. Sie verliebt sich sofort in den Vortragenden und kauft sich dessen Buch, auch wenn es sie nicht interessiert. Und ab diesem Moment beginnt eine Serie untypischer Ereignisse im Leben der prüden und soliden Rosemarie Hirte.

Sie findet heraus, wo ihr angebeteter Rainer wohnt. Das Städtchen ist nicht weit von ihrer eigenen Wohnung entfernt, also macht sich Rosemarie auf den Weg. Sie schleicht sich durch den Garten und beobachtet Rainer, wie er am Schreibtisch sitzt, im Wohnzimmer herumgeht oder telefoniert. Nicht nur einmal, sondern regelmäßig. Mittlerweile hat sie sich bei ihrer Freundin Beate auch schlau über Rainer gemacht. Sie weiß von der zerrütteten Ehe mit seiner alkoholabhängigen Frau und den beiden erwachsenen Söhnen. Dennoch ist Rosemarie überrascht, sie und Rainer wild gestikulierend im Wohnzimmer sieht.

Vom Garten aus beobachtet sie, wie Rainers Frau eine Pistole zückt. Dann geht alles sehr schnell. Rainer kommt an die Waffe, schießt auf seine Frau – und plötzlich steht Rosemarie vor ihm. Noch ein Schuss fällt – und noch einer. Damit beginnt ein Leben, das früher für Rosi undenkbar gewesen wäre. Sie tut alles, um an Rainer heranzukommen und geht dafür wahrlich über Leichen.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive erzählt, was sehr reizvoll ist. Man erlebt die Wandlung der grauen Maus zur liebestollen Mörderin sozusagen hautnah mit. Es ist flüssig zu lesen und ohne Schnörkel, dabei irgendwie locker-flockig und mit einer gewissen zynischen Haltung. Sicher nicht weltbewegend und auch das Ende ist eher vorhersehbar, dennoch unterhaltsame Lektüre – super als Einstiegslektüre der Noll-Krimis zu empfehlen.
Taschenbuch: 265 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag (1993)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 325722575X
ISBN-13: 978-3257225754

Fish and Fritz



Autor: Wolfgang Koydl
Original: Fish and Fritz (2009)
meine Bewertung: 5 von 5

„Engländer haben hässliche Zähne und waschen sich nicht. Sie setzen sich in eine Wanne mit lauwarmen Wasser!“ ist der entsetzte Ausruf der kleinen Tochter, als das Familienober-haupt Wolfgang Koydl, seines Zeichens Auslandskorrespondent der Süddeutschen Zeitung, seiner Frau und seiner Tochter verkündet, wohin ihn der Chef als nächstes beordert hat: nach London.

Die Koffer werden gepackt, der Umzugscontainer fährt vor und die Familie begibt sich auf die Insel. Nachdem man dort einige Tage in einem notdürftigen Zimmerchen eines Bed & Breakfasts verbracht hat, geht es ins neue Haus. Das geringfügig kleiner ist, als die Umzugscontainer, die mittlerweile den Weg von Amerika nach London geschafft haben.

Koydls wichtigster Auftrag in London ist es, einen Nachruf auf die Queen zu schreiben. Die Dame ist nämlich nicht mehr ganz so taufrisch. Der Journalist setzt sich daraufhin in den Kopf, das Staatsoberhaupt persönlich kennen zu lernen. Er setzt alle Hebel in Bewegung, tritt dabei in so manches Fettnäpfchen und versucht nebenher noch, selbst in London heimisch zu werden und seiner Frau und Tochter wässrigen Tee und schlechtes Wetter schmackhaft zu machen.

Koydl hat ein höchst amüsantes Buch geschrieben, das dazu beiträgt, die Macken der Engländer zu liebenswerten Schrullen zu machen. Es ist ein positives Werk, das nicht hämisch oder ätzend daher kommt und schon gar nicht klischeehaft mit Vorurteilen aufwartet, sondern von einer Familie berichtet, die zwar ein anderes Leben gewohnt war, sich aber bereitwillig auf das Abenteuer einlässt. Man erfährt so einiges über Land, Leute und Leben der Briten und versteht mit einem Male, warum man drüben eben anders lebt als hüben. Unbedingt empfehlenswert, vor allem für Menschen, die zum ersten Mal auf die Insel übersetzen.
Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Ullstein TB-Verlag (1. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548372562
ISBN-13: 978-3548372563

Sonntag, 22. März 2009

So wahr ich Feuerbach heiße



Autor: Alois Brandstetter
Original: So wahr ich Feuerbach heiße (1988)
meine Bewertung: 5 von 5

Es ist Sommer geworden, der Bibliothekar Primus Feuerbach und seine Frau Hera haben ein kleines Häuschen mit Garten im ländlichen Vorortgebiet einer österreichischen Stadt. Nachdem auch ein Gartengrill Einzug in die Familienidylle gefunden hat, muss auch ein adäquates Gartenfest her. Da weder Primus noch Hera viele Menschen zu ihren Freunden zählen, müssen sie auf die Bekannten zurückgreifen. Schließlich einigt man sich darauf, die Weihburgers einzuladen.

Hera macht sich in der Küche an die Vorbereitungen der Salate und Zuspeisen, während sich Primus an die vorderste Front wagt und für die handfesteren Grillgüter verantwortlich ist. Während seiner Vorbereitungen ergeht er sich in einem langen Monolog, der so ziemlich alles und jeden zum Inhalt hat. Behandelt werden Angehörige verschiedener Berufsstände ebenso wie Semantik, Semiotik, Geschichte, Literatur – einfach alles. Und das auf gewohnt witzige Weise, ironisch, satirisch, zynisch, genial. Am Ende siegt sprichwörtlich die Moral vor Oral…
Broschiert: 207 Seiten
Verlag: Dtv (September 1995)
ISBN-10: 3423115564
ISBN-13: 978-3423115568

Freitag, 20. März 2009

Das letzte Protokoll



Autor: Chuck Palahniuk
Original: Diary (2003)
meine Bewertung: 4 von 5

Misty Marie Kleinman wuchs in einer ärmlichen Wohnmobil-Siedlung auf. Ihre Mutter war selten für sie da, deshalb beschäftigte sich die kleine Misty vor allem mit dem Malen. Sie hat sich in ihre eigene kleine Welt geträumt, wunderschöne Häuser gemalt und sich vorgenommen, später in einem dieser schlossähnlichen Häuschen zu wohnen. Aufgrund ihrer Begabung schafft sie es dann auch tatsächlich auf die Kunstakademie.

Dort lernt sie Peter Wilmot kennen. Der Junge ist seltsam gekleidet, schmückt sich mit altem Tand und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er nicht malt. Schnell macht er Misty, die von seinem Schmuck fasziniert ist, einen Heiratsantrag, ebenso schnell ein Kind. Er bringt sie auf seine Heimatinsel Waytansea in der Nähe des Tecumseh Lake. Es ist unheimlich, aber genau dort stehen jene Häuser und befindet sich jene Landschaft, die Misty so oft gemalt hat.

Mittlerweile sind die Jahre ins Land gegangen, die Tochter der beiden ist zwölf Jahre alt, Misty hat nicht mehr gemalt und arbeitet im einzigen Hotel der Insel als Bedienung. Peter liegt nach einem missglückten Selbstmordversuch im Koma, er hat als Bauarbeiter auf der Insel gearbeitet. Zu allem Unglück kommt noch hinzu, dass plötzlich in den Häusern der Sommergäste, in denen Peter gearbeitet hat, Räume verschwinden und mit Obszönitäten, Drohungen und Warnungen beschmiert wieder auftauchen.

Zum einen wird Misty nun durch ihre Geldsorgen bedrängt, zum anderen durch einen Inspektor, der in der Sache der verschwundenen Räume ermittelt und dann noch von ihrer Schwiegermutter, ihrer Tochter und allen anderen Einheimischen dazu gedrängt, endlich wieder zu malen.

Nach einer seltsamen Erfahrung an einem abgeschiedenen Ende der Insel greift Misty dann doch wieder zu Pinsel und Staffelei und bringt Unglaubliches zustande. Ihre Kreise sind absolut perfekt, ebenso wie sie präzise Winkel und schnurgerade Linien malen kann. Was sie anfangs als ihre Befreiung aus einem tristen Leben empfindet, soll aber bald schon ihr Untergang werden. Denn kurz bevor es endgültig zu spät ist, erfährt Misty um den schrecklichen Fluch, der auf der Insel lastet und wie sie zur Rettung der Insel geopfert werden hätte sollen.

Das Buch ist aus der Sicht Mistys geschrieben, die von ihrer Schwiegermutter Grace dazu angehalten wurde, für Peter ein Tagebuch zu schreiben, damit er die Zeit, die er im Koma verbracht hat, nachlesen kann. Dadurch läuft die Handlung nicht chronologisch ab, sondern springt hin und her. Oft passiert es Misty auch, dass sie aus der Sicht der dritten Person schreibt. Das verleiht dem Buch eine etwas andere Erzählweise, die durchaus dynamisch wirkt, es erlaubt, Rückblenden und Distanziertheit ebenso einzubauen wie persönliche Empfindungen und Gefühle.

Die Geschichte strebt konsequent einem Höhepunkt entgegen, den man als Leser, der die fieberhafte Arbeit Mistys an ihrem finalen Opus miterlebt, mit Spannung erwartet. Trotz dieser Spannungskurve kommt die Untätigkeit der Inselbewohner dennoch gut zur Geltung. Dieses Warten auf Erlösung, diese Apathie und das Traditionsbewusstsein einer Insel von Einwohnern, die alle irgendwie miteinander verwandt sind. Einer Sippschaft, die bereit ist, Verluste hinzunehmen, nur um ihre Insel von den Touristen zu befreien.

Wer die spannenden, etwas beängstigenden und teilweise auch schrägen Geschichten von Charles Bukowski, Kurt Vonnegut oder J. D. Salinger kennt, ist mit Chuck Palahniuk bestens beraten. Und Fans von Palahniuk sollten sowieso keins seiner Bücher auslassen.
Broschiert: 283 Seiten
Verlag: Goldmann (20. Oktober 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442542154
ISBN-13: 978-3442542154

Dienstag, 17. März 2009

Jack the Ripper. Anatomie einer Legende



Autoren: H. Püstow/T. Schachner
Original: Jack the Ripper. Anatomie einer Legende (2006)
meine Bewertung: 4 von 5

Es ist der nieselige, kalte Herbst des Jahres 1888, Londoner East End. Whitechapel. Seit geraumer Zeit treibt ein Serienkiller sein Unwesen im Londoner Armenviertel. Er hat es dabei vornehmlich auf Prostituierte abgesehen, die der Killer grausam abschlachtet und dann irgendwo liegen lässt.

Die Londoner Polizei steht vor einem Rätsel, es gelingt ihr einfach nicht, den Mörder zu fangen. In der Bevölkerung regieren Angst und Schrecken. Doch nach fünf bestialischen Morden ist plötzlich Schluss. Das Morden hat ein Ende – doch wer war dieser Unbekannte, der sich schon bald einen Spaß daraus machte, die Polizei an der Nase herumzuführen und dem man den Spitznamen „Jack the Ripper“ gegeben hat?

Püstow und Schachner liefern mit ihrem Sachbuch ein umfangreiches Kompendium zu dem Fall. Sie geben einen Überblick über das Leben und die sozialen Umstände in Whitechapel am Ende des 19. Jahrhunderts, so dass sich der Leser ein Bild über die Stimmung der damaligen Zeit machen kann. Danach werden die „kanonischen Fünf“ dargelegt. Es handelt sich dabei um die fünf Opfer des Rippers, die eindeutig ihm zugerechnet werden. Man erfährt alles über ihren Lebenswandel, die Vorgehensweise der Polizei, mögliche Spuren und Hinweise. Belegt wird dies durch eine große Masse zeitgenössischer Zeitungs- und Polizeiberichte und Zeugenaussagen.

Abgerundet wird das Werk durch eine Darstellung der meistverdächtigen Männer der damaligen Zeit. Schachner und Püstow weisen darauf hin, dass man sich selbst eine Meinung bilden möge. Sie zählen die Fakten auf, geben eine Übersicht, was für und was gegen eine tatsächliche Täterschaft sprechen könnte.

Alles in allem ein sehr interessantes Buch, wertneutral, gut zu lesen und mit vielen Quellen belegt. Einige Bilder sind auch vorhanden, jedoch für jemanden, der sich bereits etwas in die Thematik eingelesen hat, nichts noch nie Dagewesenes. Eine sicher gute Einstiegslektüre, die angenehm unreißerisch daherkommt.
Gebundene Ausgabe: 287 Seiten
Verlag: Militzke; Auflage: 2 (März 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3861897539
ISBN-13: 978-3861897538

Sonntag, 15. März 2009

Firmin. Ein Rattenleben



Autor: Sam Savage
Original: Firmin. Adventures of a Metropolitan Lowlife
meine Bewertung: 4 von 5


„Dies ist die traurigste Geschichte, die ich jemals gehört habe.“ Mit diesen Worten beginnt die Ratte Firmin ihre Erinnerungen an ihr Leben. Firmin wurde von seiner Mutter Flo, an die er sich mit verklärter Zuneigung erinnert, im Keller einer Buchhandlung geboren. Das Lager für ihre Kinder hat die Rättin aus Papierschnitzel der herumliegenden Bücher gemacht und der kleine Firmin, seines Zeichens das dreizehnte und noch dazu schwächste ihrer Kinder, beginnt schon bald aus einer Not heraus, sich für diese Papierschnitzel zu begeistern.

Weil Firmin so klein und schwach ist und Flo nur zwölf Zitzen hat, muss er immer warten, bis seine Geschwister satt sind. Er bekommt die Reste. Doch Firmin entdeckt, dass auch diese Papierschnitzel ganz ordentlich schmecken. Er kaut also auf den Werken der Weltliteratur herum. Nach und nach verlassen sowohl Flo als auch seine Geschwister das Nest und machen sich auf, um ihr eigenes Leben zu beginnen. Ratten sind eben keine Familienmenschen – äh – Tiere. Firmin bleibt. Ihm ist das Leben draußen einfach zu hektisch.

Mittlerweile hat er außerdem begonnen, seine Umgebung zu besichtigen. Firmin stößt dabei auf einen Gang, der ihn direkt in die Buchhandlung über dem Keller führt. Bisher dachte Firmin schon im Keller, in dem die alten Bücher lagern, im Paradies zu sein. Doch die Buchhandlung übertrifft alles. Tagsüber meidet Firmin die Menschen im Laden, ebenso wie den Inhaber Norman Shine. Der kleine Ratterich sucht sich eine Stelle oberhalb des Ladens, von der aus er alles beobachten kann.

Neben der Lektüre aller möglicher Bücher entdeckt er auch noch eine etwas gefährlichere Vorliebe. Er macht sich auf den Weg in ein nahegelegenes Kino, wo ab Mitternacht Filme für Erwachsene gezeigt werden. Firmin sammelt im Kino Nahrung und sieht sich danach die leichtbekleideten Frauen an, die er zu Engeln erhebt und in die er sich verliebt. In seinen Träumen ist Firmin Fred Astaire, begehrt und beliebt. In Wirklichkeit kann er sich nichteinmal ausdrücken, er ist mit seinen Gedanken alleine. Er bildet sich außerdem ein, in Norman einen Verbündeten zu haben, doch schon bald wird er zum ersten Mal von einem Menschen enttäuscht.

Bereits einmal ist Firmin nur knapp dem Tod entronnen, als er sich dann aber ausgestattet mit rudimentären Kenntnissen der Gebärdensprache in den nahegelegenen Park begibt, um dort Kontakt zu den Menschen aufzunehmen. Doch das geht grundlegend schief und wieder entrinnt Firmin nur knapp dem Tod. Er wird von einem Schriftsteller, den er schon von früher kennt, aufgenommen. Aber auch dort kann er nicht glücklich werden, auch diese Bleibe währt nicht ewig. Die Straße, in der sich nämlich Buchladen und Schriftstellerwohnung befinden, muss einem neuen Geschäftsviertel weichen und wird planiert.

„Firmin“ ist wahrlich eine traurige Geschichte. Sie ist viel mehr als nur eine Tiergeschichte, die einen anrührt. Es ist eine Parabel für einen Zustand absoluter Hilflosigkeit, das Gefühl, nicht dazu zu gehören. Immer wieder die Enttäuschungen, die die kleine Ratte erleben muss, Vorurteile, die ihr das Leben schwer machen. Vielleicht auch eine Parabel dafür, wie man sich vielleicht als Immigrant in einem neuen Land fühlt. Hilflos, sprachlos, bedroht.

Das Buch polarisiert in der Lesergemeinde sehr, ich schlage mich auf die Seite der Begeisterten. Die vielen Bücher, die erwähnt werden, sind ein wahres Fressen für Listen-Leser, die Geschichte ist melancholisch, hat aber auch schöne Momente und mir war die Ratte als Protagonist einfach sympathisch. Witzig finde ich, dass Sam Savage, der Autor, auf dem Umschlagfoto der Firmin-Zeichnung auf dem Cover erstaunlich ähnlich sieht.
Gebundene Ausgabe: 216 Seiten
Verlag: Ullstein Hc (1. August 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 355008742X
ISBN-13: 978-3550087424

Freitag, 13. März 2009

Das Spiel



Autor: Stephen King
Original: Gerald's Game (1992)
meine Bewertung: 4 von 5

Eine Ehe wird mit den Jahren nicht frischer, deshalb hat sich der erfolgreiche Anwalt Gerald Burlingame für sich und seine Frau ein neues Spiel ausgedacht. Er kauft Handschellen und erfreut sich daran, mit seiner Frau zu schlafen, während diese ans Bett gefesselt ist. Seine Frau Jessie findet das Spiel anfangs auch noch interessant und eher amüsant und freut sich, ihren Mann als stählernen Hengst zu erleben, wo es doch unübersehbar ist, dass auch er langsam in die Jahre kommt, sein Bauch sich immer weiter über den Hosenbund wölbt und er dem Alkohol in größerem Maße zuspricht.

An einem sonnigen Wochenende im Oktober beschließen die beiden, ihr Ferienhaus am Kashwakamak Lake aufzusuchen und dort ein wenig Spaß zu haben. Es ist früher Nachmittag, als das Spiel beginnt. Jessie ist nur mit einem Seidenhöschen bekleidet mit zwei Handschellen der Marke Kreig ans Bett gefesselt, Gerald macht sich über sie gebeugt ans Werk. Doch dann passiert etwas, das Jessie dazu bringt, es sich anders zu überlegen. Da sind diese Stimmen in ihrem Kopf, sie fleht Gerald an, das Spiel abzubrechen. Aber der ist erst recht von ihrer Bettelei angeturnt und macht weiter. Jessie hat die Nase voll.

Sie tritt Gerald in seinen dicken Bauch und seine Kronjuwelen, Gerald röchelt und fällt vom Bett. Dort bleibt er tot liegen. Und Jessie ist ans Bett gekettet, weit und breit befindet sich kein einziges Haus, es ist Oktober, die Badesaison längst vorbei. Das Bellen eines Streuners und eine Motorsäge zeigen ihr, dass es da draußen noch Menschen geben muss, doch genauso gut könnten diese sich auf dem Mond befinden, so unglaublich unerreichbar sind diese Reste der Menschheit für sie.

Für Jessie beginnt ein Alptraum. Die Stimmen in ihrem Kopf lassen nicht nach, sie versucht, sich aus den Handschellen zu befreien, die an den Querpfosten des Bettes befestigt sind. Außerdem bekommt sie während ihrer Zeit am Bett Besuch von einem grauenerregenden Monster und dem streunenden Hund, den der Hunger ins Haus gelockt hat. Der verzweifelte Kampf um Leben und Tod bringt in Jessie die schlimmen Erinnerungen ihrer Kindheit am Tag, als die Sonne erlosch, wieder an die Oberfläche ihres Bewusstsein, wo sie doch Sorge dafür getragen hatte, diese Erinnerungen tief zu vergraben. Werden ihr am Ende die Stimmen und ihre Vergangenheit das Leben retten? Und wer oder was ist dieses Monster, das sich in der Ecke neben dem Schreibtisch verborgen hält?

„Das Spiel“ ist ein erstklassiger Psychothriller von King, der gänzlich ohne science fiction Elemente auskommt, auch wenn es anfangs nicht so scheint. In dieser Hinsicht ist er zahm, denn es scheint so, als würde trotz der widrigsten Umstände die Geschichte von Jessie auf ein mehr oder weniger glückliches Ende hinauszulaufen. Zahm auch, weil es schließlich für das Monster eine logische Erklärung gibt, mit der nochmal eine ziemlich gruselige Geschichte verbunden ist.

Andererseits handelt es sich um eine Geschichte, die viele Längen aufweist, einfach weil King detailliert den Überlebenskampf Jessies schildert, die ja nicht viel tun kann, ist sie doch ans Bett gefesselt. Gerade dieses Detailreichtum in der Erzählung führt aber ab der Mitte des Buches dazu, dass man es nur schwer aus der Hand legt und wissen möchte, wie es ausgeht. Außerdem kann es schon sein, dass man sich dabei erwischt, manche Beschreibungen zwar zu lesen, sich diese Beschreibungen aber nicht wirklich vorstellen zu wollen. Als würde sich das Gehirn einfach weigern.

Witzig finde ich als Detail am Rande, dass der streunende Hund „Prinz“ heißt und im Buch die Rede von „einem Hund, der früher als Prinz bekannt war“ die Rede ist. Da denkt man doch an einen Künstler, dessen Name früher einmal Prince war – nicht? „Das Spiel“ ist eine spannende, nicht immer kurzweilige Geschichte, die einem Schauer über den Rücken laufen lässt und doch irgendwie gut ausgeht. Sollte man als King-Fan unbedingt lesen, vielleicht aber nicht als Einstiegslektüre wählen.
Broschiert: 412 Seiten
Verlag: Heyne (1. Juli 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453433971
ISBN-13: 978-3453433977

Mittwoch, 11. März 2009

Mrs Dalloway



Autorin: Virginia Woolf
Original: Mrs Dalloway (1925)
meine Bewertung: 3 von 5

Es ist ein Juni-Mittwoch im London des Jahres 1923. Am Abend will Clarissa Dalloway, Dame der Londoner Gesellschaft, eine Party geben. Clarissa geht ihren täglichen Verrichtungen nach, außerdem widmet sie sich den Party-Vorbereitungen. Der Leser begleitet Clarissa durch diesen Tag, ebenso wie einige ihrer Party-Gäste, Dienstboten und Menschen aus dem näheren Umfeld der Dalloways.

Beinahe minutiös wird der Juni Tag beschrieben, man begleitet die Figuren durch London. Es ist ein Buch, in dem äußerlich rein gar nichts passiert, doch gerade diese Kleinigkeiten, von denen berichtet wird, führen den Erzählfaden ins Innere der Figuren. Äußerlich ruhig, aber innerlich durchleben die Figuren ihre eigenen Abgründe.

Die Figuren gehen in gewisser Weise ihrer eigener Wege, geleitet von äußerlichen Geschehen wie das Schlagen Big Bens oder eine Fehlzündung eines Autos, sind aber doch miteinander verknüpft und streben auf einen gemeinsamen Höhepunkt zu, der in der Party Clarissas schließlich sein Finale erlebt.

Das Besondere an diesem vierten Roman von Virginia Woolf ist nicht das Erzählte an sich, sondern die Art und Weise des Erzählens. Man erhält als Leser in dieser Stille des heißen Junitages eine handvoll Figuren mit ihren eigenen Geschichten, die nicht explizit erzählt werden, sondern sich aus Dialogen und Monologen zusammensetzen. „Mrs. Dalloway“ ist ein Buch, das man nicht abends im Bett lesen sollte, man schläft nämlich spätestens nach einer halben Seite ein. Aber es ist das richtige Buch für gestresste Menschen, die sich eine Auszeit gönnen wollen. Ganz okay, ein Buch ,dem ich auf Englisch irgendwann noch eine Chance geben werde.
Gebundene Ausgabe: 207 Seiten
Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (21. April 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866155042
ISBN-13: 978-3866155046

Dienstag, 10. März 2009

Die unendliche Geschichte



Autor: Michael Ende
Original: Die unendliche Geschichte (1987)
meine Bewertung: 3 von 5

Bastian Balthasar Bux ist ein zwölfjähriger Junge mit einer Menge Probleme. Er ist klein und dicklich, seine Mutter ist gestorben und er lebt mit seinem Vater zusammen, der für ihn so eine Art Fremder ist und sich in die Arbeit vergräbt.

Als Bastian eines Tages auf dem Schulweg von einigen Jungs davon läuft, die ihn hänseln wollen, verirrt er sich in ein Antiquariat. Der Antiquar ist unhöflich und beachtet Bastian nach einem kurzen Gespräch nicht weiter. Doch Bastian hat etwas Spannendes entdeckt. Das Buch, in dem der Antiquar gelesen hat, liegt noch da, nachdem der Antiquar nach hinten in den Laden verschwunden ist. Es ist seltsam, aber Bastian wird von dem Buch wie magisch angezogen. Es sieht seltsam aus, die Seiten sind kupferfarben und die Schrift ist auf einigen Seiten grün und auf anderen rot. Außerdem ist eine Art Medaillon auf dem Umschlag abgebildet.

Ehe sichs Bastian versieht, hat er das Buch auch schon eingesteckt und ist aus dem Laden gelaufen. Er weiß, dass er um diese Zeit nicht nach Hause kommen kann, ohne seinen Vater misstrauisch zu machen. Also läuft er in die Schule und versteckt sich dort auf dem Dachboden. Bastian findet einige Kerzen, zündet sie an und macht sich an die Lektüre des Buches.

Es ist unheimlich, denn was Bastian da liest, ist eine wunderschöne, spannende Geschichte und schon bald wünscht sich der Junge nichts sehnlicher, als Teil dieser Geschichte zu werden. Einer Geschichte über einen starken Jungen namens Atreju, der Fantasien und die Kindliche Kaiserin retten soll, in dem er jemanden findet, der der Kindlichen Kaiserin einen neuen Namen geben kann. Bald wird Bastian klar, dass damit nur er gemeint sein kann.

Anfangs wehrt er sich noch, in die Geschichte einzutauchen, doch schon bald wird die Zeit für Fantasien knapp. Also gibt der ängstliche Bastian seinem Herzen einen Ruck und folgt dem Ruf. In Fantasien angekommen, ist er ziemlich erstaunt: Von dem ängstlichen, dicklichen Jungen, der er einmal war, ist nicht viel übrig geblieben. Bastian hat eine Mission und gemeinsam mit Atreju und dem Glücksdrachen Fuchur macht er sich auf, um Fantasien zu retten.

Als ich noch klein war, habe ich nur einmal ca. fünf Minuten des Films gesehen, und das waren genau jene paar Minuten, in denen Atreju mit seinem geliebten Pferd Artax in den Sümpfen herumirrt – eine Szene, die damals zu viel für meine kindliche Seele war. Lange Zeit habe ich mich geweigert, das Buch zu lesen, auch den Film habe ich nie ganz gesehen.

Nun habe ich mich nach ca. 20 Jahren Wartezeit doch endlich daran gemacht. Was übrig bleibt, ist ein gemischter Eindruck. Ich kann die Begeisterung um die „Unendliche Geschichte“, die ich vor allem als eine unendlich langweilige Geschichte empfunden habe, nicht teilen. Natürlich ist sie streckenweise spannend und eine schöne Ode an die Poesie und Literatur. Aber eben nur streckenweise.

Was für mich den eher bleibenden Eindruck hinterlassen hat, ist die Empfindung der Unwirklichkeit. Ja, ist ja auch eine Fantasy-Geschichte, kann man nun einwerfen. Darin liegt für mich aber nicht die Problematik. Ich nehme Ende die Figuren und Namen einfach nicht ab, sie sind irgendwie zu schwerfällig und wirken auf mich so konstruiert. Nichts kommt irgendwie natürlich rüber, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass Ende einen Erklärungsbedarf für die Existenz der Figuren sieht und diesen auch im Buch befriedigt. So, als müsste er sich selbst überzeugen. Etwas, das man in „glaubwürdigen“ Fantasy-Geschichten nicht findet (siehe Pratchett oder Tolkien).

Weiters hinterlässt die Erkenntnis „Ah, wenn Bastian dick und käsig ist, hat er keine Freunde und wird gehänselt, aber wenn er in Fantasien plötzlich schlank ist, ist er auch mutig und hat Freunde“ einen bitteren Beigeschmack.

Schön hingegen irgendwie diese Meta-Ebene, die man als Leser einnimmt. Man liest über einen Leser, der über sich liest. Verwirrend, aber irgendwie eine interessante Erfahrung (besonders an der Stelle, an der Auryn beschrieben wird – man klappt tatsächlich genauso wie Bastian das Buch zu und betrachtet die Illustration am Umschlag). Außerdem muss positiv auf die Gestaltung des Buches hingewiesen sein. Die rote und grüne Schrift sowie die Gestaltung der Kapitelanfänge verstärken das Leseerlebnis des Lesens über den Leser.

Insgesamt bleibt für mich ein gemischter Eindruck, das Buch empfand ich als sehr konstruiert und steif, ich kann die Euphorie vieler anderer Leser nicht teilen. Vielleicht auch ein Buch, das später noch einmal gelesen werden sollte. Für Kinder sowie Fans des Films jedoch wahrscheinlich ein tolles Buch.
Gebundene Ausgabe: 475 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag (1. Juli 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522176847
ISBN-13: 978-3522176842