Donnerstag, 9. April 2009

Pauline



Autorin: George Sand
Original: Pauline (1839)
meine Bewertung: 2 von 5

Die gefeierte Schauspielerin Laurence kommt während einer Reise zufällig in einer Stadt vorbei, in der ihre Freundin aus Jugendjahren wohnt. Anfangs zögert Laurence noch, doch dann macht sie sich doch auf den Weg, um Pauline zu besuchen. Die beiden fallen sich um den Hals, es ist, als ob sie nie getrennt gewesen wären. Schon bald erstarkt das Band ihrer Freundschaft erneut, doch Laurence muss weiter.

Als schließlich die alte und blinde Mutter Paulines, um die sie sich aufopfernd kümmert, stirbt, weiß Pauline nicht, wohin mit sich. Sie wird in die Familie von Laurence aufgenommen und erhält dort einen angemessenen Platz, sie ist aus dem Kreis nicht mehr wegzudenken. Dank Laurence wird sie auch in der Gesellschaft der Künstler aufgenommen.

Dann stiehlt sich jedoch der Lebemann Montgenays in das Leben der beiden jungen Frauen. Eigentlich hat er es auf Laurence abgesehen, er meint aber, sein Ziel mit Pauline als Mittel zum Zweck zu erreichen. Ob die Freundschaft der beiden dieser Belastung standhält?

Die lange Novelle oder der sehr kurze Roman, je nachdem, wie man es sehen will, ist von der Autorin George Sand geprägt. Als eine Frau, die zu Lebzeiten die Geliebte Chopins und Alfred de Mussets war, sich einen Männernamen gegeben und Hosen getragen hat, schafft sie mit Laurence und Pauline Frauen, die zwar versuchen, ihren Mann zu stehen, letztlich aber scheitern sie aber doch. Eine interessante, kurze Geschichte, die man nicht lesen muss, bereuen wird man die Stunde Lesezeit aber auch nicht.
Taschenbuch: 72 Seiten
Verlag: Lulu Pr (23. Mai 2008)
Sprache: Französisch
ISBN-10: 1409920917
ISBN-13: 978-1409920915

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