Dienstag, 30. Juni 2009

Kalte Asche



Autor: Simon Beckett
Original: Written in Bones (2007)
meine Bewertung: 5 von 5

David Becker ist froh. Endlich ist sein aktueller Job abgeschlossen und er kann sich auf den Rückweg zu seiner Freundin Jenny machen, die er schon sehr vermisst. Doch wieder einmal soll alles anders kommen, als geplant. Er wird auf die kleine englische Insel Runa beordert, wo ein ehemaliger Kriminalkommissar eine seltsame Leiche in einem einsamen Cottage gefunden hat.

David lässt sich dazu überreden, seine Erfahrung als Rechtsmediziner zur Verfügung zu stellen. Er setzt gemeinsam mit einer netten jungen Journalistin, die eigentlich nur ihre Großmutter besuchen will, und Kommissar Fraser mit der Fähre auf die 200 Einwohner Insel Runa über.

Weil ein Zugunglück auf dem Festland alle Kapazitäten der Polizei mit Beschlag belegt hat, muss sich David gemeinsam mit Fraser, seinem jungen Kollegen Duncan und dem ehemaligen Kriminalkommissar Brody um die Angelegenheit kümmern. Doch schon, als er die seltsam verbrannte Leiche zum ersten Mal sieht, ist Hunter klar, dass es sich nicht mehr um einen Todesfall handelt, sondern um eine Mordermittlung.

Unpassenderweise zieht auch noch ein schlimmes Unwetter auf, das die Insel vom Festland und zeitweise sogar von der Stromversorgung abschneidet. Die Leiche muss ins Gemeindezentrum abtransportiert werden, wo David mit den Untersuchungen beginnt. Dass sich der Mörder immer noch auf der Insel befindet und schön langsam nervös wird, wird spätestens dann klar, als zwei weitere Morde und ein Anschlag die kleine Gemeinde erschütetrn.

Kann es wirklich sein, dass einer von ihnen, einer von den Menschen, den sie schon seit ihrer Geburt kennen, ein Mörder ist? Und warum? Der mittlerweile zweite Fall von David Hunter ist spannend und intelligent, lediglich mit dem Schluss konnte ich mich (wie so viele LeserInnen) nicht anfreunden. Das Rätselraten um den Mörder erlebt einige Twists gerade am Ende des Buches, weshalb die zweite Hälfte stärker ist, aber so über eventuelle Anlaufschwierigkeiten hinweghilft.

Zwar handelt es sich um den zweiten Teil der David-Hunter Serie, allerdings kann man das Buch getrost auch lesen, ohne den Vorgänger („Die Chemie des Todes“) zu kennen. Wesentlich leichter tut man sich mit der Person Hunters und dessen Vergangenheit aber, wenn man die Reihenfolge der Serie einhält. Seltsam für mich war, dass in beiden Büchern ein Collie namens Bess vorkommt und eine Frau namens Janice.

Natürlich, es wird mehrere Hunde geben, die Bess heißen und auch noch mehrere Janices auf der Welt, doch da es sich um gänzlich verschiedene Hunde und Frauen zu handeln scheint, ist es doch ein wenig merkwürdig, dass er dafür nicht zwei andere Namen genommen hat. Oder ist das ein Running-Gag, den ich nur nicht verstehe? Über Aufklärung wäre ich dankbar – momentan lese ich übrigens „Die Chemie des Todes“, eine Rezension erfolgt dazu natürlich ehestmöglich.
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 9 (1. August 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499241951
ISBN-13: 978-3499241956

1 Kommentar:

  1. Danke, jetzt freue ich mich umso mehr auf die Fortsetzung, "Chemie des Todes" habe ich schon gelesen.

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