Dienstag, 30. Juni 2009

Reif für die Insel



Autor: Bill Bryson
Original: Notes from a Small Island (1995)
meine Bewertung: 1 von 5

Bill Bryson ist eigentlich Amerikaner, allerdings hat es ihn aus beruflichen Gründen nach England verschlagen. Dort verliebt er sich nicht nur in Land und Leute, sondern auch in seine zukünftige Ehefrau. Aus dem kurzen Ausflug wird ein längerer Aufenthalt.

Dann kommt aber doch die Stunde der Wahrheit, die Familie Bryson übersiedelt wieder nach Amerika. Doch so einfach kann er sich dann nicht von der Insel trennen, also macht er sich auf den Weg, um sich eingehend zu verabschieden. Er reist per Bahn und Bus über die Insel und berichtet von seinen Erfahrungen.

Man merkt in jeder Zeile, dass Bryson sich tatsächlich in die Insel verliebt hat und meint, was er schreibt. Leider geht er dabei nicht ganz so sehr auf die Menschen und die Eigenarten der Briten ein, wie man sich das vielleicht wünschen würde. So ist aus dem Buch eigentlich ein ziemlich langweiliger und langer Reiseführer geworden, weil sich Bryson nicht gerade schwer damit tut, verschiedene Grünnuancen der englischen Landschaft ausführlich zu beschreiben.

Von Bryson habe ich tatsächlich schon weit humorvolleres gelesen, auch wenn er generell nicht so mein Fall ist. Dieses Buch musste für mich als anglophilen Mensch einfach sein, allerdings hat es auf ganzer Linie enttäuscht. Lanatmig, unspannend, unwitzig. Wer mehr als nur einen Kneipenführer durch die winzigsten Dörfer Englands haben möchte, sollte es mit Koydls „Fish and Fritz“ versuchen!
Taschenbuch: 346 Seiten
Verlag: Goldmann (4. Februar 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442442796
ISBN-13: 978-3442442799

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