Sonntag, 23. August 2009

Im Reich des Geisterzaren



Autor: Thomas Brezina
Original: Im Reich des Geisterzare (1993)
meine Bewertung: 3 von 5

Die Knickerbocker Bande hat zwei Karten für die legendäre und ausverkaufte Show des „Geisterzaren“ bekommen, die momentan in einem Wiener Theater Station macht. Niemand weiß, wer der Geisterzar ist, angeblich handelt es sich um einen Toten, der herumspukt, sobald er gerufen wird. Die Vorkehrungen im Theater sind sehr streng, niemand darf hinter die Bühne oder beim Auf- und Abbau der Kulissen zusehen. Der Geisterzar scheint mit einem Geheimnis auf Tour zu sein.

Da die Kinder ja nur zwei Karten bekommen haben, knobeln sie, wer die Show besuchen darf. Lieselotte und Dominik sind die Glücklichen. Doch auch Axel und Dominik bekommen in letzter Sekunde noch Tickets. Als alle Zuseher die Plätze eingenommen haben, beginnt die Gruselshow. Doch für Axel ist es mehr als nur eine Show. Er wird während der Vorstellung entführt und niemand bekommt etwas davon mit.

Als er nach der Show nicht wieder auftaucht, machen sich die verbliebenen drei Knickerbocker echte Sorgen. Sie steigen noch in der Nacht ins Theater ein, nur um zu entdecken, dass Axel in einem Sarg gelandet ist. Er lebt, ist aber nicht ansprechbar. Als die Kinder Alarm schlagen und das Theater durchsucht wird, ist ihr Kumpel unauffindbar.

Durch einen willkommenen Zufall gelangen die Kinder schließlich nach Russland, wo sie sich zum Palast des Geisterzaren begeben und weitere Nachforschungen anstellen. Es wird wieder einmal brenzlig, doch die Knickerbocker lassen niemals locker – und so lösen sie schlussendlich auch dieses Geheimnis.

Wie immer: An dieser Stelle folgt nicht wieder ein Plädoyer für die Knickerbocker Bande. Aber: Für Kinder im Zielgruppen-Alter (so um die acht Jahre) sicher eine spannende Lektüre. Warum auch nicht? Die Hauptcharaktere sind stark und selbstbewusst, den Mädchen kommt meist dieselbe Rolle zu wie den Jungs (auch wenn Poppi oft ein wenig weinerlich dargestellt wird) und das Ende ist immer ein Glückliches. Mir persönlich wäre es lieber, meine Kinder läsen die Knickerbocker Bande als gar nicht.
Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Verlag: Wien, hpt-Verlagsgesellschaft mbH, (1993)
ISBN-10: 3700403070
ISBN-13: 978-3700403074

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