Donnerstag, 8. Oktober 2009

Death of a Snob



Autorin: M. C. Beaton
Original: Death of a Snob (1988)
meine Bewertung: 3 von 5

Hamish Macbeth, Polizeibeamter eines kleinen schottischen Dörfchens, liegt mit Grippe im Bett. Es ist kurz vor Weihnachten und er freut sich auf nichts mehr, als die Feiertage bei seinen Eltern zu verbringen und sich von seiner Mutter bekochen und bemitleiden zu lassen.

Als seine (jetzt nur noch platonische) Freundin Priscilla vorbeikommt und sich ein wenig um ihn kümmert, geht es ihm gleich besser. Doch Priscilla hat einen Anschlag auf ihn. Ihre Freundin Jane Wetherby führt auf der kleinen Insel Eileencraig ein Hotel mit dem klingenden Namen „The Happy Wanderer“. Jane hat den Verdacht, dass ihr jemand nach dem Leben trachtet und möchte deshalb Macbeth einladen, die Feiertage bei ihr im Hotel zu verbringen und ein wenig herumzuschnüffeln.

Natürlich ist Hamish nicht besonders angetan von der Idee, fühlt er sich doch elend und die Aussicht auf Weihnachten im Kreis seiner Familie ist zu verlockend. Alles kommt jedoch anders als erhofft. Seine Mutter ruft ihn an, um ihn wieder auszuladen, weil die ungeliebte Tante sich angekündigt hat und diese Hamish nicht ausstehen kann. Und dann taucht auch noch Jane persönlich auf, um Hamish einzuladen.

Jane ist eine wahrlich atemberaubende Frau mit enormen Sexappeal, für Hamish ist es völlig unverständlich, wieso ihr die Einheimischen so misstrauisch gegenüber treten und warum ihr jemand nach dem Leben trachten sollte. Außer ihm sind noch ein dickes, aber nettes Ehepaar im „Happy Wanderer“, zudem der Exmann von Jane Wetherby, die hochnäsige Heather Todd und ihr ebenso unsympathischer Ehemann sowie Harriet Shaw, ihres Zeichens eine attraktive und sympathsiche Verfasserin von Kochbüchern.

Hamish freundet sich sofort mit Harriet an und sieht in ihr schon bald seinen Watson, auch wenn es anfangs so scheint, als würden einige Feindseligkeiten innerhalb der Gäste des „Happy Wanderer“ alles an Aufregung sein, was sich über die Feiertage bietet. Doch dann wird Heather Todd tot aufgefunden – und niemand trauert ernstlich um sie. Hamish und Harriet beginnen ihre Ermittlungen, die sie schließlich nach Glasgow führen…

„Death of a Snob“ ist der erste Krimi, den ich aus der Hamish Macbeth-Serie gelesen habe, es ist sogar mein erstes Buch von M. C. Beaton überhaupt. Es war kein Fehler, die Geschichte ist zwar nicht übermäßig spannend, aber es handelt sich um einen typischen Whodunnit, zumindest der Täter bleibt also bis zum Ende unbekannt.

Die Atmosphäre, die Beaton beschreibt, ist halbwegs dicht, die Charaktere sind einigermaßen dreidimensional gestaltet. Verwirrend ist allerdings, dass sich die Namen sehr ähneln (Jane, John, Heather, Harriet, Hamish). Das Buch ist außerdem sehr dünn, weshalb es den Personen auch an Tiefe bzw. Hintergrund fehlt und die Atmosphäre nicht ganz so ausführlich geschildert wird, wie es das Buch vertragen könnte.

Ich habe es auf Englisch gelesen (gibt es M. C. Beaton auf Deutsch eigentlich schon?) und obwohl ich geübte Englischleserin bin, habe ich mich doch eher schwer getan, die Dialoge, die teilweise in Schottischem Dialekt geführt und verfasst wurden, zu entziffern. Aber auch da stellt sich schnell Übung ein.

Alles in allem also ein Buch, das man lesen kann, wenn man gerne seichte Krimiunterhaltung zwischendurch hat und sich an klassischem Whodunnit mit einem klassischen Ermittler erfreuen kann. Ich werde sicher noch mehr von M. C. Beaton lesen! Und was ich noch erwähnen wollte: Auf meinem Buchrücken ist vom Mord an „Morag Todd“ die Rede, die sich im Buch allerdings als „Heather Todd“ herausstellt.
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Constable & Robinson Ltd. (14. August 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1845296702
ISBN-13: 978-1845296704

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