Dienstag, 10. November 2009

Death of a Prankster



Autorin: M. C. Beaton
Original: Death of a Prankster (1988)
meine Bewertung: 4 von 5


Der Winter hat die Schottischen Highlands fest im Griff. Da kommt es der Familie des alten und unglaublich reichen Andrew Trent alles andere als gelegen, dass das Familienoberhaupt zur Versammlung bittet. Doch scheinbar geht es dem Alten schlecht, es könnte also sein, dass sich hier die letzte Gelegenheit für die gierige Verwandtschaft ergibt, für eine Testamentsänderung zu ihren Gunsten zu sorgen. Man macht sich also aus allen Richtungen Großbritanniens auf den Weg zum Trentschen Anwesen.

Unter den Gästen befinden sich die beiden altjungferlichen Töchter Betty und Angela, der adoptierte Sohn und Lebemann Charles mit seiner Verlobten Titchy Gold, der Bruder des Millionärs, Jeffrey mit seiner Frau Jan und schließlich Paul, Stiefsohn Jeffrey Trents, mit seiner Freundin Melissa Clarke. Niemand freut sich besonders auf das Wiedersehen mit dem Patriarchen, ist er doch im ganzen Ort bekannt für seine kindischen Späße.

Schon am ersten Abend in dem überheizten Anwesen liegen die Nerven blank. Andrew macht seine Späßchen, versteckt Furzkissen, lässt Wasser und Mehlsäcke von halboffenen Türen fallen und versteckt sogar eine Puppe in einem Schrank, die wie eine Leiche herausstürzt, als dieser geöffnet wird. Alle machen gute Miene zum bösen Spiel, könnte es doch sein, dass der Alte sie in seinem Testament dafür fürstlich belohnt.

Besonders lang reicht die Geduld der Anwesenden allerdings nicht, denn schon wenig später wird Andrew Trent ermordet aufgefunden. Passenderweise stürzt er mit einem Messer in der Brust aus dem Schrank. Als Hamish Macbeth gerufen wird, bittet dieser zunächst den Butler Enrico, zu überprüfen, ob er auch tatsächlich tot ist. Es wäre nicht das erste Mal, dass Hamish wegen eines Spaßes zum Trentschen Anwesen geordert wäre. Doch Trent ist tot – und bald darauf muss auch eine zweite Person aus der Familie daran glauben…

Mit Hamish Macbeth hat M. C. Beaton bei mir eine Saite zum Schwingen gebracht. Der Dorfpolizist ist mir schon nach dem zweiten Band sehr ans Herz gewachsen, „Death of a Prankster“ ist nun der dritte aus der Reihe. Der schottische Akzent wird immer leichter zu verstehen, auch die Eigenheiten der Dorfbewohner sind sympathisch. Beaton schafft eine heimelige Atmosphäre, zwar nicht so ausgetüftelt wie Christie, aber nett und kurzweilig.
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Constable & Robinson Ltd. (6. November 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1845297369
ISBN-13: 978-1845297367

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