Samstag, 26. Dezember 2009

Die Weihnachtsmarkt-Bande



Autor: Wolfram Hänel
Original: Die Weihnachtsmarkt Bande (2004)
meine Bewertung: Flop!

Milli und Panik sind Schulfreunde und erleben allerhand Abenteuer miteinander. An einem Tag im Advent wird Panik von ihrer Mutter beauftragt, deren Uhr zum Uhrmacher in der Stadt zu bringen. In der Nähe befindet sich ein Weihnachtsmarkt, und gemeinsam mit Milli, der sie begleitet, wagt sie einen Abstecher dorthin.

Was am Weihnachtsmarkt vor sich geht, ist allerdings alles andere als weihnachtlich. Taschendiebe treiben sich zwischen den Buden herum und niemandes Geld ist mehr sicher. Ehrensache, dass sich Milli, Panik und deren Freund, der Dichter, darum kümmern und versuchen, die Diebe zu stellen. Ob die Pennerin etwas mit der Sache zu tun hat? Oder die kleinen Türken, die vor den Kaufhäusern ihre Weihnachtslieder singen?

An sich ist die Idee des Adventkrimis in 24 Kapiteln ja eine ganz nette, wenn auch keine, die Hänel geboren hat. Die 24 Kapitel sind an den langen Seiten nicht getrennt, sondern nur perforiert, so dass jeden Tag mit einem Brieföffner ein Kapitel geöffnet werden kann. Besser, als jeden Tag schon morgens Schokolade zu essen. Das ist aber auch schon das einzig positive, das man an diesem Buch entdecken kann.

Verwirrend ist schonmal, dass Milli ein Junge und Panik ein Mädchen ist. Da im ersten Kapitel nicht genügend auf die beiden Kinder eingegangen wird, tut man sich auch als Erwachsener nicht ganz so leicht mit er ungewöhnlichen Namensgebung. Weiters scheint das Buch Teil einer Serie zu sein, da manchmal auf andere Abenteuer verwiesen wird, bzw. Personen wie alte Bekannte in die Geschichte eingeführt werden, ohne sie näher zu erklären.

Außerdem störte mich beim Lesen massiv die Ausdrucksweise des Autors. Er scheint entweder ein Problem mit Beistrichen zu haben, oder aber generell mit Konjunktionen zu haben. Als Beispiel: "Milli und Panik sitzen in der Schule. Und hören nicht zu." Ein nerviger Stil, der das ganze Buch über beibehalten und inflationär verwendet wird.

Ein weiteres Problem des Buches: Die Figurenzeichnung erfolgt sehr stereotyp, von Anfang an werden die türkischen Sänger als "die kleinen Türken" bezeichnet und genauso, wie "der Tätowierte" generell verdächtigt, etwas mit den Diebstählen zu tun zu haben. Und dass die "Pennerin" auch ihre Finger im Spiel haben muss, scheint klar zu sein. Es gibt weit, weit bessere Adventkalendergeschichten, um Hänel werde ich definitiv den größten verfügbaren Bogen machen. Und ihn nicht mehr lesen.
Taschenbuch: 200 Seiten
Verlag: cbj (2. Oktober 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3570216989

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