Freitag, 19. Februar 2010

Death of a Hussy



Autorin: M. C. Beaton
Original: Death of a Hussy (1988)
meine Bewertung: 3 von 5

Alison Kerr hat gerade erfolgreich den Krebs besiegt und muss sich nun von den Strapazen ihrer Therapie erholen. Sie ist dankbar dafür, dass sich ihre reiche Tante Maggie Baird um sie kümmert, sie hat nämlich sonst keine Verwandten mehr. Alison ist noch relativ jung, hat selbst keinen Führerschein und lässt sich von ihrer sehr lauten und sehr präsenten Tante Maggie vereinnahmen.

Zwar fühlt sich Alison halbwegs wohl in Maggies Bungalow, doch schon bald lässt deren Gastfreundschaft nach und sie beginnt damit, ihre Nichte zu schikanieren. Da kommt es Alison nur gelegen, als ihre Tante Maggie, mittlerweile nicht mehr die strahlende Schönheit von früher, sondern eine eher in die Breite gegangene, abgehalfterte Lady mit viel Geld, beschließt, sich auf Kur zu begeben.

Alison nutzt die neu gewonnene Freiheit und beschließt, das Autofahren zu lernen. Natürlich muss der örtliche Polizist her und ihr Fahrstunden geben. Dies ist der wohlbekannte Highland-Officer Hamish Macbeth. Während der Fahrstunden beginnt Alison Gefühle für Hamish zu entwickeln, auch wenn diese auf taube Ohren beim Officer stoßen – schließlich liebt der immer noch Lady Priscilla.

Als Tante Maggie von ihrer Kur zurück kommt, ist sie nicht wiederzuerkennen. Sie ist erschlankt, ihr Gesicht ist neu geglättet und der Busen wieder dort, wo er ursprünglich einmal war. Um ihr neues Leben zu feiern, hat Maggie vier ihrer ehemaligen Verehrer in ihren Bungalow eingeladen, mit der Absicht, sich aus ihnen einen letzten Ehemann zu erwählen.

Die Geladenen treffen ein. Maggie schikaniert Alison weiterhin und verbietet ihr, das Auto zu benutzen, die vier Männer sind sowieso nur gekommen, weil jeder von ihnen Maggies Geld ziemlich nötig hätte. Kein Wunder also, dass es gleich fünf Verdächtige gibt, als Maggie in ihrem Auto in die Luft gejagt wird. Doch Hamish Macbeth ist nicht weit…

Auch dieser Band aus der Hamish-Macbeth-Schottland-Krimiserie ist einfach nur nett. Die Charaktere sind trotz des eher geringen Umfangs halbwegs plastisch gezeichnet, die Hauptfiguren kennt man sowieso schon. Wie immer ist der Fall an sich nicht wahnsinnig spektakulär, ausgetüftelt oder spannend, dafür aber die Rahmenhandlung umso netter. Nichts aufregendes – sozusagen ein Krimi für schwache Nerven. Aber irgendwie sympathisch. Vielleicht wie ein Nachmittag mit der Oma.
Taschenbuch: 151 Seiten
Verlag: Fawcett; Auflage: Ballantine Book. (23. September 1991)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0804107688
ISBN-13: 978-0804107686

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