Freitag, 23. April 2010

Mordshunger



Autor: Frank Schätzing
Original: Mordshunger (2006)
meine Bewertung: 5 von 5

Hauptkommissar Romanus Cüpper und sein Adjudant Rabenhorst stehen vor einem Problem: Sie müssen den Mordfall Inka von Barneck bearbeiten. Das bedeutet vor allem, an jeder Ecke auf einen potentiellen Mörder zu stoßen, denn Feinde hatte Inka von Köln bis nach Italien. Als engsten Kreis der Verdächtigen können die beiden Schnüffler bald einige Personen definieren. Dazu gehört die ehemalige Geschäftspartnerin der von Barneck, ihr Ehemann, dessen Doppelgänger, die Freundin des Doppelgängers, ein seltsamer Mafioso und eine Tierpflegerin aus dem Kölner Zoo.

Der Fall wird immer verzwickter, statt dass sich etwas klärt, wird die Geschichte nur immer undurchsichtiger. Kommissar Cüpper und Rabenhorst geben ihr Bestes und obwohl sie zeitweise von Hunger und den kulinarischen Genüssen Kölns abgelenkt werden, gelingt es ihnen dann letztlich doch, den Fall aufzuklären.

„Mordshunger“ ist ein spannender Krimi, der seinen Höhepunkt auf sehr dramatische Weise am Ende des Buches erreicht. Bis dahin ist die Geschichte gespickt von Überraschungen und Twists, mit denen der Leser nicht wirklich rechnet. Aber neben dieser Haupthandlung ist es auch ein Buch mit einem sehr sympathischen Cüpper in der Hauptrolle. Der Ermittler bleibt keine zweidimensionale Figur, obwohl man nur wenig über seine Vergangenheit erfährt, ist er doch durch und durch liebenswürdig und erlebt während des Buches auch in seinem Privatleben Überraschungen und Twists.

Auch der Humor kommt in „Mordshunger“ nicht zu kurz. Die Dialoge sind spritzig und hintergründig, vor allem der Auftritt von Rabenhorsts Mutter ist genial. Für mich eins er Highlights des bisherigen Lesejahres, ich werde definitiv beizeiten auch den anderen Büchern von Schätzing eine Chance geben.
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1 (11. September 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442459249
ISBN-13: 978-3442459247

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen