Samstag, 3. April 2010

Polt.



Autor: Alfred Komarek
Original: Polt. (2009)
meine Bewertung: 3 von 5

Im Leben von Simon Polt hat sich einiges getan. Er ist nicht mehr bei der Polizei, mittlerweile besitzt er ein Drittel des Kirchenwirts, den er und seine beiden Freunde Friedrich Kurzbacher und Sepp Räuschl, gepachtet haben und aus ihm und aus der Lehrerin Karin Walter ist ein richtiges Paar geworden. In der Zeit zwischen Kirchenwirt und Freizeit hilft Polt außerdem der Frau Habesam im Kaufhaus. Zur Polizei hat er kaum noch Kontakt, nur mit seinem jungen Exkollegen Norbert Sailer verbindet ihn soetwas wie eine Freundschaft.

So kommt es, dass Polt auch gerade bei Norbert und seiner Frau Birgit zu Besuch ist, als ihm dieser einen kleinen Spaziergang anbietet. Es ist bereits dunkel, doch der Mond spiegelt sich im kleinen Weingarten Sailers auf einem Gegenstand. Beim Näherkommen bemerken Polt und Sailer, dass eine Leiche im Weingarten des Polizisten liegt.

Im Wiesbachtal leugnet jeder, den Ermordeten gekannt zu haben. Da Polt und Sailer selbst in Verdacht geraten, etwas mit dem Mord zu tun zu haben, nimmt Polt seine Tätigkeit als Ermittler wieder auf – zumindest privat. Er hört sich um und kommt bald zum Schluss, dass ihm vor allem die weiblichen Mitglieder der Dorfgemeinde nicht die ganze Wahrheit gesagt haben…

in diesem Band erhält der Leser besonders viel Einblick in das Privatleben des Polizisten und seiner Freundin Karin Walter, die Nachrichten für Polt hat, die sein Leben noch mehr in Unordnung bringen, als dies die Ereignisse rund um den Ermordeten im Weingarten vermögen. Es ist eine nette Geschichte mit hintergründigem Humor und atmosphärischer Dichte. Man darf gespannt sein, ob dies tatsächlich der letzte Roman der Polt-Serie sein soll, wie der Punkt im Titel annehmen lässt.


Gebundene Ausgabe: 168 Seiten
Verlag: Haymon Verlag (17. August 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3852186048
ISBN-13: 978-3852186047

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