Sonntag, 20. Juni 2010

Das Phantom der Schule



Autor: Thomas Brezina
Original: Das Phantom der Schule (1990)
meine Bewertung: 2 von 5

Es ist die letzte Ferienwoche für die Wiener Schüler. Die Knickerbocker Bande, deren Mitglieder ja bis auf Dominik, alle nicht aus der Hauptstadt kommen, machen in dieser Ferienwoche alle gemeinsam Urlaub in Wien bei Dominiks Eltern. Eigentlich haben die vier Kinder vor, diesen heißen August mit der Erkundung Wiens zuzubringen, aber wie immer wird nichts daraus.

Alles beginnt damit, dass Poppis Vater, ein berühmter Chemiker, von einer Zeitungsreporterin aufgefordert wird, eine geheimnisvolle Flüssigkeit zu untersuchen, die angeblich Denkmäler zersetzen kann. Die Erpresserbande „Basilisk“ droht damit, die Säure über Wien zu versprühen, wenn nicht eine beachtliche Summe gezahlt wird. Poppi erfährt von diesem Auftrag und erzählt alles ihren Knickerbocker Kumpels weiter. Sofort sind die Juniordetektive auch schon mitten in ihrem nächsten Abenteuer.

Blöd nur, dass für Dominik die Schule schon wieder beginnt. Was sich da allerdings abspielt, wollen die restlichen Knickerbocker, die inzwischen der Erpresserbande nachspionieren, nicht so recht glauben. Am ersten Schultag kommen Blitze aus den Steckdosen, das Fußballtor beginnt zu sprechen, im Turnsaal hat es über 40 Grad, der ausgestopfte Bär in der Biologie-Sammlung beginnt sich zu bewegen und über Lautsprecher meldet sich eine geheimnisvolle Stimme, die sich als „Phantom der Schule“ ausgibt.

Ein weiterer Fall für die Knickerbocker Bande oder nur ein Puzzlestein, der mit der Erpressung zu tun hat? Was hat der kleine italienische Junge Marco damit zu tun? Und wieso wird Poppi plötzlich von einer unheimlichen schwarzen Kutsche entführt? Die Grübelzellen arbeiten auf Hochtouren, so liegt es auf der Hand, dass auch dieser Fall nicht lange ungeklärt bleibt…

„Das Phantom der Schule“ gehört zu einem der früheren Knickerbocker Bande Abenteuern und kommt ein wenig „zerfleddert“ daher. Anfangs liest man von geheimnisvollen Vorgängen in der Schule, die der Schulwart bemerkt, als die Knickerbocker Bande dann ins Spiel kommt, dreht sich alles nur noch um die Aufklärung des Falles „Basilisk“, mittendrin kommt wieder das Phantom vor und am Ende gehört alles zusammen – sehr, sehr weit hergeholt und ein wenig konfus. Störend wirkt auch die Erklärung von österreichischen Wörtern für die deutschen Leser. Kann man machen, keine Frage. Aber wieso wird dann „Würstelstand“ in einer Fußnote mit „Würstchenbude“ übersetzt, das typisch österreichische Wort „Trafik“ jedoch findet keine Beachtung. Einheitlich oder gar nicht wäre da wohl die bessere Variante.

Ganz nettes Kinderbuch, wahrscheinlich wird es bei der Zielgruppe auch gar nicht so schlecht ankommen, verhauen kann man damit jedenfalls nicht allzuviel.
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: Neuauflage. (1. Februar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3473470821
ISBN-13: 978-3473470822

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