Montag, 13. September 2010

Der Schatz in der Drachenhöhle



Autor: Stefan Wolf
Original: Der Schatz in der Drachenhöhle (1982)
meine Bewertung: 3 von 5

Endlich sind die Sommerferien angebrochen! Die vier Freunde Tim, Karl, Klößchen und Gaby haben sich schon so lange darauf gefreut, schließlich haben die vier Kinder, die gemeinsam unter dem Namen TKKG-Bande bekannt ist, etwas Besonderes vor: Sie möchten mit einem Kanu den nahe an der Stadt vorbei führenden Fluss bereisen. Ihre Eltern haben es erlaubt, die Vorräte sind bereits gepackt und lediglich ein paar Einkäufe müssen noch gemacht werden.

Als sich Tim, der auch Tarzan genannt wird, weil er so gut klettern kann und auch sonst eine wahre Sportskanone ist, gerade darum kümmert, die wasserfesten Gummisäcke für ihre Kleidung zu besorgen, kommt er einem Polizeieinsatz beinahe in die Quere. Ein fliehender Mann wird von Kommissar Lukas, den der Junge nicht besonders gut ausstehen kann, verfolgt. Tarzan macht sich ebenfalls an die Verfolgung und sieht gerade noch, wie der Fliehende im Park einen Zettel entsorgt, bevor er von der Polizei verhaftet wird.

Aus reiner Neugier schnappt sich Tarzan den Zettel, der sich schnell als Plan zur Beute des Diebes entpuppt. Tarzan wird beobachtet, wie er den Plan an sich nimmt, weshalb er schnell den Zorn des Komplizen des Verhafteten auf sich zieht. So wird die gemütliche Kanufahrt zu einem Spießrutenlauf. Die Kinder werden von einer ganzen Schar Rocker auf Motorrädern verfolgt, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Wird der nette Ferienausflug zu einem Höllentrip?

Wie schon öfter angemerkt, ist die Lektüre als erwachsener Mensch mit vielen Ambivalenzen verbunden. Einerseits werden „die Bösen“ immer auch mit körperlichen Makeln versehen beschrieben (fleischige Nase, buschige Augenbrauen, Tätowierungen, Motorräder etc.), Zugehörige anderer Volksgruppen kommen meist nicht besonders gut weg („die brutalen Zigeuner“ in diesem Band), ebenso wie Mädchen meist als das sehr schwache Geschlecht dargestellt werden. Auch in diesem Band haben Klößchen und Karl so gut wie keine Funktion, außer eben auch dabei zu sein.

Andererseits kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war, als Kind die Bücher der TKKG Bande zu lesen. Damals faszinierten sie mich und unterhielten mich gut. Und was auch heute noch wirklich nett zu lesen ist: Es gab mal eine Zeit ohne Computer, Handy und Apps. Und die hatte auch ihre Vorzüge. Das Fazit wie immer bei den Büchern der TKKG Bande: angeleitetes und besprochenes Lesen ist für Kinder hier wichtig.
Broschiert: 181 Seiten
Verlag: Omnibus Tb Bei Bertelsmann (7. November 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 357021589X
ISBN-13: 978-3570215890

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