Sonntag, 12. September 2010

The Graveyard Book



Autor: Neil Gaiman
Original: The Graveyard Book (2009)
meine Bewertung: 3 von 5


Kaltblütig und grausam verrichtet „The man Jack“ seinen Auftrag. Er beseitigt eine gesamte Familie eines Nachts in deren Haus. Lediglich der Säugling der Familie schafft es, zu entkommen. Er flieht ausgerechnet auf den nahegelegenen Friedhof, wo sich die beiden Geister Owens um ihn annehmen und für ihn eintreten. Sie möchten den Säugling gerne behalten und versorgen. Die gesamte Gemeinde der bereits Verstorbenen versammelt sich, um zu entscheiden, wie es mit dem Kleinen weitergehen soll. Als sich schließlich die Graue Frau ebenfalls für ihn einsetzt, ist es beschlossene Sache: Das Baby bleibt bei den beiden Owens-Geister, die zu Lebzeiten nie ein Kind hatten, aber immer eines wollten.

Die beiden nennen den Kleinen Nobody, abgekürzt auch „Bod“. Bod wird von allen Bewohnern des Friedhofes geschätzt und beschützt, sie ahnen, dass der Junge in Gefahr schwebt, sobald er sich außerhalb der Friedhofsmauern bewegt. Da die Geister Bod nicht berühren können oder den Friedhof verlassen können, um Essen für den Jungen zu besorgen, übernimmt der Vampir Silas, der sich unter den Lebenden ebenso bewegen kann wie unter den Toten, die Patenschaft für den Jungen.

Verschiedene Geister werden zu Bods Lehrern, der Junge entwickelt sich prächtig und hat viele – wenn auch tote – Freunde. Zwischenzeitlich wagt er das Experiment, in eine Schule zu gehen, aber das wird eher zu einem Debakel. Schließlich ist es wichtig für Bod, dass er unauffällig lebt. „The man Jack“ ist ihm nämlich schon gefährlich nah. Dieser möchte seinen Auftrag, der sich aus einer alten Prophezeiung ergibt, endlich vollständig erfüllen und auch Bod beiseite schaffen.

Allerdings hat Bod durch sein Leben am Friedhof einige der Fähigkeiten von Geistern angenommen und genießt den speziellen Schutz des Friedhofes. Als eine alte (lebendige) Freundin aus Kindertagen plötzlich wieder auftaucht, fasst Bod einen Entschluss. Er will sein Leben unbedroht leben, weshalb er „The man Jack“ zuvor kommen möchte. Er muss ihn aus der Welt schaffen, um selbst weiterleben zu können. Zu diesem Zeitpunkt weiß Bod noch nicht, dass er sich nicht mit einem einzelnen Gegner, sondern mit einer ganzen Organsation von „Jacks“ anlegt…

„The Graveyard Book“ ist eine fantasievolle Geschichte, die man als Erwachsener genauso gut lesen kann wie als Kind. Die Figuren sind halbwegs komplex, die Welt der Geister wird einen vertraut und auch die Idee ist zumindest für mich doch eher eine ungewöhnliche. Was meine Lesefreude allerdings getrübt hat, war die Tatsache, dass viele Dinge Schlag auf Schlag passieren und nicht wirklich umfassend abgehandelt werden. Für mich also durchaus eine Geschichte, die man auf etwas mehr als 290 Seiten ausbreiten hätte können.
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Bloomsbury Publishing; Auflage: Children's ed (5. Oktober 2009)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0747594805
ISBN-13: 978-0747594802

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