Dienstag, 7. Dezember 2010

The Chocolate Snowman Murders



Autorin: JoAnna Carl
Original: The Chocolate Snowman Murders (2009)
meine Bewertung: 3 von 5

Im kleinen Städtchen Warner Pier in West Michigan leben winters rund 3.500 Menschen, während der Sommermonate wächst diese Zahl rasant an, aufgrund all der Touristen und Menschen, die ihre Sommerresidenz in Warner Pier haben. Um der Flaute in der Weihnachts- und Winterzeit entgegen zu wirken, wurde von findigen Geschäftsleuten das Warner Pier Winter Arts Festival ins Leben gerufen. Zahlreiche Veranstaltungen rund um Kunst und Kultur sollen so auch in den Wintermonaten Touristen und Besucher in den kleinen Ort locken. Bisher ging das auch ganz gut, doch in diesem Jahr läuft alles von Anfang an gänzlich schief.

Nachdem sich der ursprüngliche Juror der Kunstausstellung ein Bein gebrochen hat und nicht kommen kann, wurde schnell Ersatz gesucht. Der Ersatz scheint anfangs ganz würdig zu sein, allerdings entpuppt der Kunstprofessor sich schnell als fettleibiger und lüsterner Trunkenbold. Lee, die sich dazu bereit erklärt hat, den Juror vom Flughafen abzuholen, kann bald nicht mehr. Sie steckt gemeinsam mit ihm im zähflüssigen Verkehr fest. Da sie die Aussicht auf weitere vierzig Minuten gemeinsam mit ihm im Auto nicht besonders reizt, setzt sie ihn kurzerhand in einem Motel ab und fährt nach Hause.

Als nächsten Tag die Polizei bei ihr erscheint, ahnt sie, dass sie in Schwierigkeiten steckt. Der Juror wurde mit eingeschlagenem Schädel in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Da Lee scheinbar verdächtigt wird, ihm mit einer Stehlampe das Licht für immer ausgeknipst zu haben (ha, ha!), bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Sache selbst zu untersuchen. Sie schnüffelt bei den anderen Mitgliedern des Winter Arts Festivals herum, da dauert es nicht lang, bis sie selbst ins Visier des tatsächlichen Mörders gerät…

Die Geschichte rund um das Winter Arts Festival wird aus der Sicht des Komitee-Mitglieds Lee erzählt und spielt im beschaulichen Warner Pier, das fast ein bisschen an Agatha Christies St. Mary Mead erinnert. Lee ist Angestellte im Schokoladen-Laden von ihrer Tante, die Geschichte hat viel mit Schokolade zu tun und ist hin und wieder mit interessanten Anekdoten aus der Welt der Schokolade und des Kakaos gewürzt. Es ist ein wirklich netter Krimi mit netten Charakteren, ein Buch aus dem relativ neuen Genre „Cozy Mystery“. Ein Buch mit viel Stimmung und ein wenig Mord, könnte man sagen.

Für die Lektüre in der Adventszeit im warmen Wohnzimmer, bei Kerzenschein, Pralinen und Schneesturm draußen einfach ideal. Wahrscheinlich werde ich mir auch nächstes Jahr vor Weihnachten ein Buch von JoAnna Carl gönnen.
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Signet; Auflage: Reprint (6. Oktober 2009)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0451226100
ISBN-13: 978-0451226105

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