Sonntag, 16. Januar 2011

Das Geheimnis der chinesischen Vase



Autor: Stefan Wolf
Original: Das Geheimnis der chinesischen Vase (1980)
meine Bewertung: 2 von 5

Tarzan und Gaby, zwei Mitglieder der TKKG-Bande, interviewen für ihre Schülerzeitung einen Kaufhausdetektiv. Sie möchten herausfinden, weshalb Jugendliche stehlen und die Hintergründe in einem Artikel beleuchten. Der Detektiv verrät den Kindern auch den Namen eines Mädchens, das er erst kürzlich beim Klauen von gänzlich unwichtigen Dingen erwischt hat. Das Unglaubliche daran: Das Mädchen ist die Tochter des stadtbekannten Millionärs. Außerdem kennt Gaby sie und behauptet, dass dies so ganz und gar nicht zu ihr passen würde.

Gaby und Tarzan machen sich also auf den Weg, um Karin – so heißt die Diebin – zu besuchen. Sie kommen gerade rechtzeitig, um bei der Entdeckung einer Entführung zugegen zu sein. Die kleine Barbara, noch ein Baby und die Stiefschwester von Karin, wurde entführt. Die Entführer fordern ein Lösegeld in der Höhe von einer Million. Natürlich fühlt sich die TKKG-Bande, zu der eigentlich ja auch noch der verfressene Klößchen und Karl der Computer gehören, sofort dazu berufen, den Entführungsfall zu lösen. Was die Kinder aber nicht wissen: Die Entführung ist nur einer von drei geplanten Coups, die sich der gerissene „Boss“ ausgedacht hat.

Der „Boss“ fühlt sich bedroht, deshalb wird es für die Kinder gefährlich. Werden die vier Internatsschüler es wieder einmal schaffen, einen Kriminellen zu enttarnen und der Polizei damit zu einem Erfolg zu verhelfen?

Da es sich bei „Das Geheimnis der chinesischen Vase“ um den 20. Band der mittlerweile mehr als 20 Bände umfassenden Serie handelt, wiederholen sich auch die Kritikpunkte: Gaby wird als Mädchen ständig herausgehalten, wenn es gefährlich wird, die Geschichte dreht sich hauptsächlich um sie und Tarzan, Klößchen und Karl bleiben leider wieder einmal lediglich Randfiguren, während Tarzan die meisten Konflikte mit überkindlicher Gewalt löst. Die Bösewichte sind immer die Hässlichen und die Welt ist prinzipiell schwarz und weiß.

Die Bücher zählen dennoch zu der Art, wie sie Kinder gerne lesen: es gibt vier Hauptfiguren, die so unterschiedlich sind, dass jedes Kind sich mit einem der vier leicht identifizieren kann. Die Geschichten sind spannend und nachvollziehbar, Spaß haben die Kinder vor allem draußen und auf eigene Faust, sie sind nicht auf Fernseher oder Computer angewiesen. Nette Unterhaltung, die bei Überdosierung schonmal zu geistigen Brechreiz führen kann.
Broschiert: 179 Seiten
Verlag: Omnibus Tb Bei Bertelsmann (7. November 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570215903
ISBN-13: 978-3570215906

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