Dienstag, 1. Februar 2011

Amo Vitam



Autor: Steven Omen
Original: Amo Vitam (2009)
meine Bewertung: 1 von 5

„Amo Vitam“ erzählt die Geschichte von mehreren Personen, die das Schicksal miteinander verknüpft. Zum einen ist da Franz, der sich in einem Sanatorium auskuriert, wo sich die ausländische Krankenschwester Aurelia fürsorglich um ihn kümmert. Zum anderen ist da Amarilla, die sich ihren Lebensunterhalt als Sängerin verdient, nachdem sie wegen ihres eher nuttigen Aussehens ihren Job verloren hat. Zufälligerweise ist Amarilla außerdem eine Exfreundin von Franz.

Die beiden treffen sich wieder, als der Produzent Gari Amarilla als Sängerin entdeckt und ihr zwei Tänzer zur Seite stellt. Fehlt nur noch ein Songwriter – da kommt Franz ins Spiel. Obwohl dieser sich Aurelia sehr zugeneigt fühlt, verlässt er das Sanatorium und schließt sich Garis Band „Amo Vitam“ an.

Die Band feiert einen riesigen Erfolg bei einem Live-Auftritt. Wieder hat das Schicksal seine Hand im Spiel, denn im Publikum ist Aurelia. Sie hört „Amo Vitam“ und ist ebenso wie der Rest der Besucher verzaubert und hingerissen. Außerdem sieht sie Franz auf der Bühne – und er sie im Publikum…

Was hier noch halbwegs spannend klingt, ist in Wahrheit eine sehr kurze Geschichte, die sich in Tiefgang versucht – dabei aber etwas aufgesetzt daher kommt. Die Erzählung wimmelt von Wortwiederholungen, die man nicht als einfach als eigenwilligen Stil entschuldigen kann, ebenso wie die Sichtwechsel. Woher soll Franz wissen, was Aurelia denkt.

Und was hat die Wendung „der Raum war zum Bersten mit iTunes gefüllt“? Leider gehört die Grammatik deutlich überarbeitet (S. 96), ebenso wie die Kontinuität der Handlung. Wird auf Seite 44 noch behauptet, die Mutter von Aurelia könne immer noch kein Deutsch, so unterhält sich Franz auf Seite 71 einen längeren Zeitraum über mit ihr. Das verstört. Leider kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss.
Taschenbuch: 98 Seiten
Verlag: Machtwortverlag; Auflage: 1 (7. Dezember 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3867610843
ISBN-13: 978-3867610841

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