Montag, 14. Februar 2011

Lichterspiele



Autorin: Rosamunde Pilcher
Original: Another View (1968)
Übersetzung: Margarete Längsfeld
meine Bewertung: 2 von 5

Emma Litton ist die Tochter des weltberühmten und mindestens genauso exzentrischen Malers Ben Litton. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter lebte sie einige Zeit lang in halbwegs geordneten Verhältnissen, als ihr Vater wieder eine Frau heiratet, die bereits einen Sohn, Christopher, hat. Emma und Christopher werden Freunde, während Ben Christopher nicht ausstehen kann und Emma die gleichen Probleme mit ihrer Stiefmutter hat.

Als sich auch diese Frau aus dem Staub macht und Christopher mitnimmt, beginnt Emmas Leben noch unabhängiger zu werden. Zuvor ständig mit Künstlern und Freunden ihres Vaters im Atelier, ist sie jetzt weit weg in einem Schweizer Internat. Als ihre Zeit dort zu Ende ist, geht sie nach Frankreich, um dort als Nanny zu arbeiten. Besonders lange hält sie es dort allerdings auch nicht aus. Sie ist älter geworden und möchte nun endlich den Menschen kennenlernen, der ihr Vater ist. Wer versteckt sich hinter dem Maler, den sie als Kind angehimmelt hat und um dessen Zuneigung sie gebuhlt hat?

Emma packt ihre Sachen und macht sich auf den Weg nach England. Sie trifft kurz vor ihrem Abflug zufällig Christopher nach langer Zeit wieder. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, dennoch hält es Emma nicht in Frankreich. In England muss sie sich erst mal vom Agenten ihres Vaters Geld für ein Taxi leihen – eine schicksalhafte Begegnung, denn die beiden laufen sich noch öfter über den Weg.

Während Emma von ihrem Vater eine andere Seite kennenlernt und es scheint, als würde sich eine Art normales Leben entwickeln, ist die nächste Enttäuschung nur ein Stück weit weg, um sich dann dennoch ins Leben der beiden zu drängen. Doch auch außerhalb der kleinen Familie schlagen die Gefühle hoch…

„Lichterspiele“ ist eigentlich eine etwas längere Novelle, die einige Stunden ganz nett die Zeit vertreibt, aber ansonsten nicht besonders bemerkenswert ist. Die Figuren sind aufgrund der Kürze etwas unterentwickelt, manchmal fragt man sich tatsächlich, ob Emma noch alle Tassen im Schrank hat, weil sie in bestimmten Situationen nicht ganz zurechnungsfähig handelt, aber es ist okay. Will man allerdings wirklich nette und romantische Unterhaltung, sollte man sich ruhig an die etwas umfangreicheren Werke von Rosamunde Pilcher wagen.
Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 19 (1. Oktober 1991)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499129736
ISBN-13: 978-3499129735

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen