Sonntag, 22. Mai 2011

Oh, du Hölle



Autorin: Christine Nöstlinger
Original: Oh, du Hölle (1986)
meine Bewertung: 4 von 5


Julia ist gerade vierzehn geworden. Zu diesem feierlichen Anlass haben sich ihre geschiedenen Eltern alle beide eingefunden, ebenso wie alle Großeltern. Wider Erwarten ist es ein recht nettes Fest geworden. Jetzt beginnt Julias Leben so richtig – sie hat alles in ihr Tagebuch geschrieben. Auch über diesen netten Typen, den sie immer in der Straßenbahn trifft. Der gefällt ihr irgendwie, aber ob sie auch ihm gefällt? Spannend, spannend, so eine erste Liebe.

Der Freund vom irren Typen allerdings, der mag Julia ganz bestimmt. Julia weiß das, denn der Pummel, so heißt der, weil er ziemlich dick ist, wird ganz schön aufdringlich. Er holt Julia ständig mit seinem Moped ab, lädt sie auf Eis ein und schleicht ihr im Freibad nach. Eigentlich ist der Pummel ja ganz nett, aber Julia findet dessen Freund nun einmal viel spannender.

Da trifft es sich recht gut, dass die Sommerferien endlich vor der Tür stehen. So muss sich Julia nur noch auf den Stefan – so heißt ihr großer Schwarm – konzentrieren. Das werden auf jeden Fall ereignisreiche Sommerferien, soviel ist klar!

„Oh, du Hölle!“ ist ein besonders charmantes Buch aus der Feder der begnadeten Christine Nöstlinger. Sie schafft es einfach immer wieder, dass man ihr ihre Figuren abnimmt, sie sind sympathisch und aus dem Leben gegriffen. Der erwachsene Leser hat Spaß an Nöstlinger, weil sie ein Stückchen eigene Kindheit zurück bringt, Leser aus der eigentlichen Zielgruppe werden auch ihren Spaß mit den Figuren haben. Besonders für erwachsene Leser, die viel Zeit in Österreich verbracht haben oder sogar hier aufgewachsenen sind, ist diese Geschichte eine Ode an die Kindheit: mit viel Sonnencreme, Freibad, Eislutscher und Herzschmerz.


Gebundene Ausgabe: 204 Seiten
Verlag: Beltz (20. August 2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407798342
ISBN-13: 978-3407798343

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