Sonntag, 10. Juli 2011

Wir pfeifen auf den Gurkenkönig



Autorin: Christine Nöstlinger
Original: Wir pfeifen auf den Gurkenkönig (1972)
meine Bewertung: 3 von 5

Der zwölfjährige Wolfgang Hogelmann muss das Bett hüten, weil er sich einen Liegegips eingefangen hat. Er beschließt, in der Zeit die Geschichte vom Gurkenkönig aufzuschreiben, die sich in seiner Familie kurz vor Ostern begeben hat. Damals ist nämlich der Kumi-Ori, ein gurkenförmiges Lebewesen aus dem Keller gestiegen und hat sich bei der Familie Hogelmann häuslich eingerichtet. Kumi-Ori ist der König der im Keller lebenden Wesen, wurde von diesen aber vertrieben.

Wolfgangs Vater und sein kleiner Bruder Niki schenken dem Gurkinger Gehör und freunden sich mit ihm an. Wolfgang, die Schwester und die Mutter sind sehr skeptisch, sie finden schnell heraus, dass der Gurkenkönig stiehlt und lügt und versucht, einen Keil in die Familie zu treiben.

Der Gurkenkönig verspricht Vater Hogelmann das Blaue vom Himmel. Dieser steckt in finanziellen Nöten, weshalb er ein offenes Ohr für den Kumi-Ori hat und ihm schnell hörig ist. Als Wolfgang und seine Schwester in den Keller steigen und herausfinden, was der Kumi-Ori mit seinen ehemaligen Untertanen vor hat, ist ihnen schnell klar, dass der Gurkinger verschwinden muss. Nicht nur wegen seiner armen Untertanen, sondern auch des Familienfriedens willen. Doch wie werden sie den kleinen König bloß los?

„Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ ist vordergründig eine nette Geschichte, unter der Oberfläche allerdings eine Geschichte rund um die Probleme einer Familie, die es einem Eindringling erst ermöglichen, sich in die Familie zu schleichen und diese zu entzweien. Nöstlinger wurde für dieses Buch mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Es ist eine lustige, aber auch nachdenkliche Geschichte für Kinder ab zehn.


  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 43 (1. Juli 1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783499201530
  • ISBN-13: 978-3499201530

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