Dienstag, 1. November 2011

Ich sehe was, was du nicht siehst



Autor: Roald Dahl
Übersetzung: Sybil Gräfin Schönfeld (u.a.)
Original: The Story of Henry Sugar (1977)
meine Bewertung: 3 von 5

In der Geschichtensammlung "Ich sehe was, was du nicht siehst" finden sich insgesamt acht Erzählungen von Roald Dahl, nämlich "Auf dem Rücken", "Der Anhalter", "Der Butler", "Der Schatz von Mildenhall", "Der Schwan", "Ich sehe was, was du nicht siehst", "Wie ich Schriftsteller wurde" und "Ein Kinderspiel". Die Geschichten sind durchwegs im Stil von Roald Dahl, nämlich schräg und meistens mit einem unterwarteten Ende.
Besonders gelungen finde ich in dieser Zusammenstellung "Ich sehe was, was du nicht siehst", in der es um einen Mann geht, der es schafft, mit verbundenen Augen zu sehen. Er übt diese Fähigkeit so lange, bis er in Casinos nur noch wenige Sekunden braucht, um zu erkennen, welche Karte als nächstes kommt. Der Tunichtgut Henry Sugar, wie der Mann mit der besonderen Fähigkeit heißt, hat so die Möglichkeit, soviel Geld wie er will an einem Tag zu machen. Doch ist das ein befriedigender Lebensinhalt? Diese Geschichte ist spannend und hat eine gar nicht so Dahl-typische Wendung.
Erwähnenswert ist auch "Wie ich Schriftsteller wurde". Dieser Text ist sehr persönlich und erzählt von Dahls Anfängen und ersten Versuchen mit der geschriebenen Sprache. Inspirierend und ehrlich, so kennt man Dahl nicht unbedingt.
Weniger gelungen weil irgendwie sehr grausig war "Der Schwan" - vielleicht nicht unbedingt etwas für tierliebe Menschen. Insgesamt ist die Mischung ganz lesbar, unterhält einigen einige Zeit ganz gut und verleitet einen dazu, darüber nachzudenken, was man mit Henry Sugars Fähigkeit selbst wohl anstellen würde.

Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 21 (3. Mai 1984)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499153629
ISBN-13: 978-3499153624


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