Sonntag, 11. März 2012

Wie Hund und Katz















Autorin: Sarah Mason
Übersetzung: Margarethe van Peé
Original: Playing James (2002)
meine Bewertung: 2 von 5

Holly Colshannon hat gerade erst bei der Bristol Gazette begonnen, dementsprechend verantwortungsvoll ist ihre Aufgabe: sie schreibt über Begräbnisse von Haustieren und ähnlich aufregende Ereignisse. Als Hollys Kollege, der Gerichtsreporter, seinen Job hinschmeißt, wird sie befördert - aber ob ihr das so gefällt? Die Gerichts- und Polizeireporter sind naturgemäß nicht gern gesehen, weder auf dem Polizeirevier noch auf dem Gericht. Die hübsche Holly sieht sich also mit einer nicht besonders ruhmreichen Aufgabe konfrontiert. 
Dementsprechend wenig erfolgreich ist auch ihr erster Tag. Auf dem Polizeirevier wird sie kaum beachtet und ihr Vorgänger hat sich nicht gerade beliebt gemacht. Außerdem schnappen ihr die Kollegen von der Konkurrenz eine wirklich interessante Story vor der Nase weg. Gerade als Holly verzweifelt aufgeben möchte, lernt sie Robin kennen. Sie ist die PR-Verantwortliche bei der Polizei von Bristol und hat ihre Stelle auch eben erst angetreten. Sie hat eine fabelhafte Idee für Holly. Diese soll einen Detective exklusiv für sechs Wochen begleiten und in einer Art Tagebuch-Kolumne über dessen Arbeit berichten.
Hollys Chef ist begeistert, Holly weniger. Sie wurde ausgerechnet dem mürrischen Detective James Sabine zugeordnet. Dieser steckt mitten in den Vorbereitungen seiner Hochzeit, die einzigen netten Worte, die er also findet, sind an seine zukünftige Frau übers Handy gerichtet. Während die Zeit mit Detective Sabine zwar interessant, aber andererseits auch ein wenig nervig ist, ist wenigstens das Tagebuch in der Bristol Gazette ein Erfolg.
Wie es natürlich nicht anders sein kann, verliebt sich Holly nach und nach in ihren Detective, doch dieser ist ihr gegenüber zurückhaltend und unfreundlich wie immer. Die Beziehung zu ihrem Freund geht in die Brüche, sie muss nun so schnell wie möglich herausfinden, ob Detective Sabine für sie etwas empfindet - und wenn ja, ob es mehr ist als nur pure Abneigung...
"Wie Hund und Katz" ist ein durch und durch vorhersehbarer Liebesroman, der zwar wenig Längen aufweist, aber weder spannend noch lustig, interessant oder sonst irgendwie bemerkenswert ist. Auch die Übersetzung ist nicht wirklich gelungen. Warum muss man "Hühnerparty" (chicken party) schreiben und übersetzt es nicht einfach mit dem geläufigen "Polterabend"? Und wieso lässt man dann andererseits "Paperweight" stehen, statt es mit "Briefbeschwerer" zu übersetzen? Man kann das Buch lesen, ohne es zu bereuen, besondere Freude macht es allerdings meiner Meinung nach nicht.

Taschenbuch
415 Seiten
Clubausgabe

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