Donnerstag, 6. September 2012

Der Lügner
















Autor: Stephen Fry
Original: The Liar ( 1991)
meine Bewertung: 4 von 5

Adrian Healey ist 15 Jahre alt, als die Geschichte beginnt. Er lebt in einem Internat, wo er der wohl schillerndste Schüler aller ist. Arthur ist der geborene Lügner, lebt seine sexuellen Gelüste offen aus, egal, ob mit Mädchen oder Jungs und hat so gut wie keinen Respekt vor der Obrigkeit. Bereits in seiner Zeit als Internatsschüler lernt er seine persönliche Lebenschallenge in Form seines hübschen Mitschülers kennen; die beiden treffen im Laufe des Buches noch öfter aufeinander. Adrian inszeniert sich selbst als sehr extrovertiert, weltoffen und intellektuell. 
Später, als er auf die Universität kommt, spielt Professor Donald Trefusis eine tragende Rolle in seinem Leben, die sogar so weit geht, dass Adrian als dessen Begleiter in ein Spionageabenteuer verwickelt wird, das die beiden nach Salzburg führt und beinahe tödlich ausgeht.
Die Handlung wird nicht chronologisch erzählt, sondern springt abwechselnd zwischen den drei wesentlichen "Epochen" in Adrians Leben, nämlich seiner Zeit im Internat, auf Cambridge und als Spion, hin und her. Meistens ist für die Leserin leicht zu erkennen, in welchem Teil seines Lebens sie sich gerade befindet. Der Inhalt an sich ist in wenigen Sätzen zusammenfassbar, das ganze Buch an sich ist jedoch nicht so leicht fassbar. 
Einerseits ist es spannend und humorvoll erzählt, voller intellektueller und sexueller Ausschweifungen und ein bisschen in die Vonnegut-/Wodehouse-Richtung gehend, andererseits gibt es mit Sicherheit Besseres und Lustigeres.  Kann man lesen, muss man aber nicht. Und dennoch hat's mir persönlich sehr gefallen. Adrian ist einfach ein lustiger Kerl, der seine Marotten frei von der Leber weg auslebt.

Paperback
Heyne Verlag, 333 Seiten
ISBN: 3-453-09287-2

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