Sonntag, 23. September 2012

Ende eines Sommers















Autorin: Rosamunde Pilcher
Original: The End of Summer (1971)
Übersetzung: Claudia Preuschoft
meine Bewertung: 1 von 5


Nach dem frühen Tod ihrer Mutter zieht Jane als Kind mit ihrem Vater nach Kalifornien. Ihr Vater, ein Drehbuchautor mit wechselndem Erfolg, möchte sie nicht auf Elvie, dem schottischen Anwesen der Familie seiner Frau, lassen. Zwar wehrt sich Janes Großmutter dagegen, ihr liebstes Enkelkind in die USA gehen zu lassen, doch am Ende setzt sich Janes Vater durch.
Das Leben in den USA gefällt ihr. Sie lebt mit ihrem Vater am Strand und entwickelt sich zu einer hübschen jungen Frau, die davon überzeugt ist, nicht arbeiten zu müssen, da ihr Vater ihr den gesamten Haushalt überantwortet. Als eines Tages der attraktive Anwalt David bei ihr auftaucht, um sie davon zu überzeugen, ihre Großmutter in Schottland zu besuchen, zögert Jane zunächst. Sie macht sich Sorgen um ihren Vater, schließlich müsste der dann für sich selbst sorgen. Doch auch dieses Problem erledigt sich unerwartet schnell, da Janes Vater eine Frau mit ins Strandhaus bringt, die verspricht, sich um ihn zu kümmern.
Jane reist also mit David nach Schottland, wo sie ihre Großmutter und ihren Cousin Sinclair, in den sie als Kind schwer verliebt war, wieder trifft. Das Leben auf Elvie hat seinen eigenen Rhythmus, doch plötzlich beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen - Liebe, Tod, Tragik, Trauer... all das auf nur 190 Seiten.
"Ende eines Sommers" ist eine typische Pilcher-Geschichte, allerdings eine sehr kurze und wenig ausgereifte. Die Geschichte hätte durchaus das Potential, ein dicker Schmöker mit ausgefeilten Charakteren zu sein, doch so überzeugen weder Handlung noch Protagonisten. Es wirkt, als wär hier eine unfertige und unvollendete Skizze veröffentlicht worden. Insgesamt enttäuschend.

Rororo
Taschenbuch, 190 Seiten
ISBN: 3-499-12971-X

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