Mittwoch, 31. Oktober 2012

Schutzpatron



Autoren: Klüpfel, Volker/Kobr, Michael
Original: Schutzpatron (2011)
meine Bewertung: 3 von 5
Band 6 der Kluftinger-Serie


Einst fand ein Mann auf der Suche nach seinem Hund des Nachts in der Nähe der Burgruine Kalden den verschollen geglaubten Burgschatz. Brav meldete er den Fund der Polizei, woraufhin sich Experten an die Behebung des Schatzes machten und diesen auf eine Jahrzehnte andauernde Ausstellungsreise durch fremde Länder schickten. Nun soll der Schatz endlich ins heimatliche Allgäu zurück kehren. Zu dessen Schutz wurde eigens eine Sonderkommission eingesetzt. Und ausgerechnet Kluftinger soll Teil dieser Kommission werden.
Eigentlich hat Klufti aber viel Wichtigeres zu tun: sein heißgeliebter Passat ist verschwunden und eine alte Frau mysteriöserweise ums Leben gekommen. Da hat der Kommissar wahrlich genug um die Ohren. Leider entkommt er der Sondereinheit nicht, auch wenn sich herausstellt, dass der Tod der Alten eher kein Zufall war und das Eine wohl doch mit dem Anderen zusammenhängt. Dass im Privatleben auch genug los ist, dafür sorgen die altbekannten Langhammers ebenso wie die Mitteilung seines Sohnes, heiraten zu wollen.
Nicht nur gewohnt lustig, sondern auch mit neuen Missverständnissen, bewährten Nebenfiguren und beliebten Hauptfiguren ist auch der sechste Band der Kluftinger Serie durchaus lesenswert.
Taschenbuch, 427 Seiten
Piper Verlag
ISBN: 978-3-492-27483-8

Shorty to go



Autorin: Susanne Henke
Original: Shorty to go: Mord in zwei Sätzen (2012)
meine Bewertung: 4 von 5

Susanne Henke, die bereits durch "Makellose Morde to go" (2009) überzeugen konnte, hat ein neues Büchlein abgeliefert, das nicht nur genauso gut wie der Vorgänger, sondern sogar um einiges ungewöhnlicher ist.
Es besteht zur Gänze aus Geschichten, die nur zwei Sätze lang sind und dennoch beim Leser eine gewaltige Flut an Bildern und dazugehörigen Geschichten auslöst. Dementsprechend schwer ist es auch, eine Inhaltsangabe zu machen. Eines ist aber garantiert: man hat die 60 Seiten nicht so schnell gelesen, wie man vielleicht denkt, weil man trotz der ultimativen Kürze der Geschichten lange an ihnen verdaut. Spannend und ungewöhnlich, daher wirklich ein Lesetipp!

Beispiel:
"Den Fallschirm hatte sie perfekt gepackt. So sehr er zog, nichts löste sich." (S. 17)

Taschenbuch, 60 Seiten
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3-8482-1706-9

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Die Geheimnisse der Blutgräfin Elisabeth Bathory



Autor: Gerald Axelrod
Original: Die Geheimnisse der Blutgräfin Elisabeth Bathory (2001)
meine Bewertung: 2 von 5


Elisabeth Bathory (1560 - 1614) entstammt einer adeligen und angesehenen Familie, bereits im Alter von 14 Jahren wurde sie zur Gräfin. Ihre Bekanntheit verdankt sie allerdings nicht diesem Umstand oder kluger Politik, sondern eher der Mythen und Legenden, die sich um ihr Leben ranken.
Angeblich soll die Gräfin die größte Serienmörderin aller Zeiten gewesen sein. Mehr als 650 grausame Morden sollen auf ihr Konto gehen; alle begangen, weil Elisabeth angeblich im Blut von Jungfrauen gebadet haben soll, um sich ihre Jugend zu erhalten.
Tatsächlich wurde Elisabeth Bathory sogar wegen einiger Morde angeklagt und dafür trotz ihres Standes verurteilt - ob tatsächlich 650 junge Mädchen ihretwegen ihr Leben lassen mussten, ist jedoch bestritten. Axelrod möchte in der großformatigen Biografie, illustriert mit zahlreichen aktuellen Fotos aus Elisabeths ehemaligem Wirkungskreis, mit Mythen aufräumen und ein klares Bild der Gräfin zeichnen.
Zwar ist die Biografie durchaus interessant, enthüllt aber leider nichts, was nicht auch auf Wikipedia nachzulesen wäre. Leider macht Axelrods Stil das Lesen nicht unbedingt zur Freude. Man kämpft sich durch viele Wortwiederholungen und vermisst erzählerisches Geschick. Schade ums Geld.

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Verlagshaus Würzburg - Stürtz; Auflage: 1. Auflage (7. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800346036
  • ISBN-13: 978-3800346035