Montag, 24. Dezember 2012

Milly Lametta - Lauter Herzenswünsche



Autorin: Julia Winterstern
Original: Milly Lametta - Lauter Weihnachtswünsche (2012)
meine Bewertung: 3 von 5


Eigentlich sollte Amelie ganz glücklich sein. Weihnachten ist nicht mehr fern, es schneit, duftet überall nach Plätzchen und Kerzen und alle rund um sie sind in bester Weihnachtsstimmung. Allerdings ist da noch Carlotta. Carlotta ist neu in die Klasse von Amelie gekommen und hat sich gleich mir nix, dir nix deren Freundinnen geschnappt. Carlotta  wohnt in einer tollen Villa und hat einen Swimmingpool - was sie in den Augen von Amelies Freundinnen natürlich zur perfekten Freundin macht.
Amelie ist traurig und wünscht sich eigentlich nur, dass sie einmal ein tolles Weihnachtsfest mit Freunden verbringen kann und nicht, wie sonst üblich, einen langweiligen Abend mit ihrer Verwandtschaft. Sie ahnt ja gar nicht, wie nahe sie ihrem Wunsch bereits ist. In ihrem Haus hat sich nämlich die Weihnachtsfee Lilly Lametta eingefunden. Weihnachtsfeen sind dazu da, das Fest zu verzaubern und alles zu verfunkeln, und außerdem können sie Wünsche erfüllen. Eigentlich ist es nicht vorgesehen, dass sich die Weihnachtsfeen Menschen zeigen, aber Milly ist eine besondere Fee. 
Besonders tollpatschig nämlich. Sie stürzt sich nicht nur auf das Weihnachtsgebäck, sondern auch Amelies gesamte Familie ins Chaos. Glücklicherweise enstehen daraus aber die besten Weihnachten, die Amelie je hatte...

"Lauter Herzenswünsche" ist eine Weihnachtsgeschichte in 24 Kapitel. Die einzelnen Kapitel müssen aufgetrennt werden - wie üblich, bei Buch-Adventkalendern. Die Illustrationen von Axel Nicolai sind wirklich herzallerliebst und auch die Geschichte ist eine unschuldige, kindgerechte Story, die an Weihnachten Werte vor Ware stellt. Harmloser Lese-/Vorlesespaß für Kinder von 5 bis 10.


  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Arena (September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401068121
  • ISBN-13: 978-3401068121

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Letters from Father Christmas



Autor: J. R. R. Tolkien
Edited by: Baillie Tolkien
Original: Letters from Father Christmas (1976)
meine Bewertung: 4 von 5


Von 1920 bis 1943 erhielten jedes Jahr an Weihnachten die Kinder von J. R. R. Tolkien einen Brief vom Weihnachtsmann. Die Marke stammt vom Nordpol, die Geschichten, die der Weihnachtsmann in seinen Briefen den Tolkien-Kindern erzählt, handeln von einer Welt, in der ein ungeschickter Polarbär seinem Chef zur Hand geht, in der Elfen brav arbeiten und der Mann im Mond vom Mond fällt, weil der Mond in vier Teile zerbricht; von Goblins, die in Höhlen unter dem Haus des Weihnachtsmannes leben, von Rentieren und Ilbereth, dem Sekretär des Weihnachtsmannes.
In diesem Büchlein sind alle Briefe Tolkiens an seine Kinder transkribiert, außerdem gibt es von jedem Brief ein Faksimile. Es ist einfach unglaublich, wieviel Mühe und Zeit Tolkien in diese Briefe investiert hat; sie sind anrührend liebevoll gestaltet und geben einen kleinen Einblick in den Charakter Tolkiens, der wahrhaft faszinierend gewesen sein muss.

  • Taschenbuch: 159 Seiten
  • Verlag: Harpercollins UK (1. Oktober 2009)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0007280491
  • ISBN-13: 978-0007280490

Dienstag, 18. Dezember 2012

Klappe, Santa



Herausgeber: Christoph und Ernst Grissemann
Original: Klappe, Santa (2011)
meine Bewertung: 3 von 5


Ernst Grissemann und dessen Sohn Christoph, bekannt aus der ORF-Show "Willkommen Österreich", haben in diesem Band Weihnachstgeschichten von namhaften Autoren versammelt, die alle eines gemeinsam haben: Weihnachten wird hier alles andere als bierernst genommen, Sarkasmus, Ironie, Zynismus und dunkelschwarzer Humor haben genauso Platz wie ein wenig Pathetik. Abgedruckt sind nicht nur Geschichten von Heinrich Böll und John Updike, auch Bertolt Brecht, Joachim Ringelnatz und Kurt Tucholsky finden hier ihren Platz. Wie auf dem Titel angekündigt wird es ernst. Und christoph.

  • Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
  • Verlag: Residenz; Auflage: 1 (4. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3701715815
  • ISBN-13: 978-3701715817

Freitag, 7. Dezember 2012

Dumm gelaufen




Autor: Jeff Kinney
Original: The Third Wheel (2012)
meine Bewertung: 4 von 5
Gregs Tagebuch 7


Greg Heffley steht wieder einmal vor einer Herausforderung. Jedes Jahr findet in seiner Schule ein Event statt und dieses Jahr hätte es ein Rockfestival mit Skateboardern und Motorrädern werden sollen. Irgendwie fanden die Lehrer die Vorstellung, Motorräder in der Turnhalle der Schule herumflitzen zu lassen aber nicht so prickelnd, also haben sie einige Adaptionen an der geplanten Veranstaltung vorgenommen. So kommt es, dass Greg nun nicht vor dem Problem steht, nicht Motorrad fahren zu können, sondern unbedingt eine Begleitung für den Valentinstags-Ball zu benötigen.
Denkbar unbeholfen nähert sich Greg dieser neuen Hürde in seinem Leben. Anfangs hat er wenigstens in seinem Freund Rupert noch einen Leidensgenossen, doch selbst dieser hat nach einiger Zeit ein Mädchen gefunden, das ihn begleitet. Da in Gregs Schule außerdem mehr Jungs als Mädchen sind, kann er sich schon ausrechnen, wie das wohl ausgehen wird.
Der Valentinstag nähert sich mit riesigen Schritten, eine Idee hat Greg aber natürlich auch nicht, und da daheim bleiben keine Option darstellt, muss er sich wohl oder übel mit einer Notlösung zufrieden geben ...
Auch der siebte Band aus Gregs Tagebüchern ist liebevoll gestaltet und witzig, der Autor erlaubt seinen Protagonisten eine Entwicklung, er gestattet ihnen, älter zu werden. Gerade deshalb ist es gut, dass Greg jetzt auch mit Mädchen in Berührung kommen muss; in den nächsten Bänden wird er wohl eher mit ihnen in Berührung kommen wollen. 
Nicht grundlos haben es die Bücher von Kinney in die Bestsellerlisten renommierter Tageszeitungen wie der New York Times gebracht - auch Erwachsene haben damit ihren hellen Spaß. Ideal natürlich aber für die eigentliche Zielgruppe der eben-noch-nicht Teenager.

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 1 (23. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833936312
  • ISBN-13: 978-3833936319

Mord im Gurkenbeet



Autor: Alan Bradley
Original: The Sweetness at the Bottom of the Pie (2010)
meine Bewertung: 5 von 5
Teil 1 von Flavia de Luce


Als wäre Flavia nicht schon genug damit gestraft, die jüngste Schwester der beiden Gewitterziegen Daphne und Ophelia de Luce zu sein, ist sie auch noch damit gestraft, ihre Mutter Harriet schon kurz nach ihrer Geburt verloren zu haben und mit einem eher distanzierten Vater und ihren Schwestern im herrschaftlichen Landsitz Buckshaw leben zu müssen.
Während sich ihr Vater eher für Briefmarken als für alles andere auf der Welt interessiert, haben Ophelia und Daphne ihr Glück in Büchern und der Musik gefunden, Flavia hingegen widmet sich mit großer Leidenschaft der Chemie. Seit sie das alte Labor ihres Vorfahren Tar de Luce auf Buckshaw entdeckt hat, zieht sie sich dorthin oft zurück, um ihre Ruhe zu haben. Nicht einmal die Haushälterin Mrs Mullet oder der Gärtner Dogger stören sie hier droben.
Ansonsten führt Flavia ein eigentlich alltägliches Leben. Bewaffnet mit Zahnspange und Zöpfen stellt sie sich den Herausforderungen ihres noch relativ jungen Leben und ihren beiden Teenager-Schwestern. Eines Tages jedoch verlässt das Leben seine wohlgeordneten Bahnen. Dann nämlich, als Flavia eines Nachts nicht schlafen kann und deshalb im Garten herumstreunt. Zwar ist sie für Action immer zu haben, dass aber ausgerechnet sie inmitten des Gurkenbeets auf einen Sterbenden treffen würde, ist dann doch seltsam. Von kindlicher Neugierde und wissenschaftlichen Entdeckerzwang nähert sie sich dem Mann mit dem feuerroten Haar. Dieser haucht mit dem Wort "Vale!" sein Leben aus. Glücklicherweise kommt auch die treue Seele des Hauses, Dogger, hinzu. Die Polizei wird gerufen und Ermittlungen beginnen.

Inspektor Hewitt, nicht eben begeistert von der Anwesenheit des Kindes, schickt diese weg. Flavia fühlt sich dadurch dazu angesport - nein, sogar herausgefordert - mehr über den unbekannten Toten herauszufinden. Die Polizei kommt schnell zum Schluss, dass nur Colonel de Luce himself der Täter sein hat können, weshalb sie ihn verhaftet und mitnimmt. Flavia, überzeugt von der Unschuld ihres Vaters, beginnt nun ernsthaft mit den Ermittlungen. Sie muss den wahren Schuldigen unbedingt finden und ihren Vater retten.
Ihr messerscharfer Verstand, ihr Mut und ihr Fahrrad spielen in ihren Nachforschungen eine ebenso große Rolle wie ihr Wissen um die chemischen Zusammenhänge der Welt. Obwohl sie in große Gefahr gerät, gelingt ihr letztlich doch das schier Unmögliche.
Dieser Band ist der Auftakt einer mehrteiligen Serie rund um Flavia de Luce. Alan Bradley hat mit ihr eine witzige, sarkastische und heroische Figur geschaffen, die man ins Herz schließt. Naseweis, aber dennoch nicht nervig und vor allem ungewöhnlich ist diese kindliche Heldin, der Krimi spannend, obwohl etwas vorhersehbar für Erwachsene. Besonderen Reiz übt auch das Setting aus: eine dörfliche Idylle mit schrulligen Bewohnern, etwas am Rande der Landsitz und dazu die Nachkriegszeit als Zeitrahmen - besser hätte es die gute alte Agatha (Christie) auch nicht machen können.

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442376246
  • ISBN-13: 978-3442376247
  • Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie