Dienstag, 1. Oktober 2013

Tschick

In meinem kleinen, feinen online-magazin (ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dort folgen würdet!) habe ich eine neue Rezension veröffentlicht: Tschick von Wolfgang Herrndorf:



Die Rezension findet ihr hier.

Dienstag, 6. August 2013

Ich lebe noch...

Hallo ihr Lieben,
vielen Dank an alle, die hier immer noch vorbei stolpern, obwohl ich schon so lang keine Zeit mehr hatte, eine aktuelle Rezension zu verfassen. Der Grund dafür liegt unter anderem darin, dass ich Chefredakteurin eines Online-Magazins geworden bin und dort auch Büchertipps gepostet werden. Also vielleicht wollt ihr ja in Zukunft dort mitlesen? 

Der Link zum Magazin: www.the1mag.com 

ICH WÜRD MICH RIESIG ÜBER EUER LIKE AUF FACEBOOK FREUEN!!


Montag, 4. März 2013

Der Priester mit den roten Schuhen



Autorin: Tina Caspari
Original: Der Priester mit den roten Schuhen (1984)
meine Bewertung: 3 von 5


Es sind wieder einmal Sommerferien in Sommerberg. Natürlich möchten die Mitglieder der Pizza-Bande, nämlich TH, Schräubchen, Milli und Tommi diesen Sommer genießen, also holen sie sich von ihren Eltern die Erlaubnis, auf eigene Faust zelten zu dürfen. Sie packen ihre Siebensachen aufs Fahrrad und radeln in den nächsten Ort, wo sie bei einem Bauern um eine geeignete Zeltwiese fragen. Dieser ist ein ausgesprochen netter Mensch und stellt den Kindern ein Stückchen Wald in der Nähe eines Baches und einer verlassenen Villa zur Verfügung.
Die Pizza-Bande richtet sich dort häuslich ein, schwimmt, liegt in der Sonne, kocht und hat Spaß. Doch auch dieser Sommer bleibt nicht ohne etwas Action. Schon kurz nachdem sie angekommen sind, bemerken sie, dass in der alten Villa nachts das Licht angeht. Spukt es etwa? Die Kinder legen sich auf die Lauer und finden heraus, dass ein Priester mit roten Schuhen dort nächtens ein und aus geht.
Dass da etwas faul sein muss, ist klar. Mit etwas List und viel kindlicher Naivität schaffen es die vier Kinder erneut, einen Gauner dingfest zu machen;  doch auch die älteren Geschwister und ein überaus netter Polizist spielen in diesem Fall eine Rolle.
Die Bücher rund um die Pizza-Bande sind gefahrloser Spaß für alle Kinder zwischen 6 und 8 Jahren; auch wenn diese sich wohl nicht mehr daran erinnern können, wie es damals war, als Playstation und Facebook noch nicht unsere Sommerferien bestimmt haben. Kann man Kindern getrost anvertrauen :D

  • Gebundene Ausgabe: 122 Seiten
  • Verlag: Egmont Schneiderbuch (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3505107700
  • ISBN-13: 978-3505107702

Freitag, 22. Februar 2013

Sonnenglaster




Autor: Oliver Jungwirth
Original: Sonnenglaster (2013)
Meine Bewertung: 4 von 5


Als René an diesem Tag aufwacht, beginnt der Alptraum seines Lebens. Es fängt damit an, dass es nicht sein Bett ist, in dem er liegt. Damit, dass er die Frau nicht kennt, die im Bad duscht. Und damit, dass er keine Ahnung hat, was am Vortag passiert ist. Nicht einmal sein Kopf fühlt sich an, als wäre es sein eigener. Was an sich schon Grund zur Sorge wäre, wächst sich schnell zu einem echten Problem aus. Denn Renés Alptraum hat längst noch nicht seinen Höhepunkt erreicht. Er verabschiedet sich hastig von der gar nicht mal so hässlichen Bekanntschaft, orientiert sich, fährt nach Hause in seine Wohnung.
Auch dort trägt wenig dazu bei, den Nebel um die vergangene Nacht zu lichten. Im Gegenteil, alles wird noch surrealer, als sein Mitbewohner Georg ihm die Zeitung vor die Nase hält. Uschi, Renés Exfreundin, wurde tot aufgefunden. Mit herausgerissenem Herz in einer Mülltonne. Hatte ihr einst René nicht gewünscht, dass genau das passieren sollte? Dass ihr jemand das Herz herausreißen möge, so, wie sie es mit ihm gemacht hat? Aber er hatte es doch nicht so gemeint... nicht so... physisch.
Im hintersten Winkel seines Hirns scheint sich etwas zu regen, doch noch kommt es nicht an die Oberfläche. René ist verzweifelt, denn irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Er such Zuflucht in seiner Stammkneipe, wo er sich betrinkt und mehr als unangenehme Bekanntschaft mit einigen von Uschis Freunden, darunter ihrem letzten Exfreund, macht. Renés Welt beginnt zu taumeln und zu schwanken. Nichts von dem, was er für real gehalten hat, scheint Bestand zu haben. Menschen beginnen sich, vor Renés Augen zu verwandeln, mehr als einmal wird er in dieser kurzen Zeit mit dem Tod, viel Blut und seltsamen Wesen konfrontiert.
Als er Susi kennenlernt, scheint sie, einige der Risse, die sein Leben bekommen hat, kitten zu können. Aber auch sie hat ein Geheimnis. Eines, das ihn vielleicht sogar das Leben kosten könnte...
"Sonnenglaster" ist das zweite veröffentlichte Werk des jungen Autors Oliver Jungwirth. Es ist für mich persönlich durchaus ein Überraschungserfolg: das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, mitreißend und atemlos. Es kann stilistisch überzeugen und bietet im Subtext mehr, als die Bezeichnung "Werwolfgeschichte" vermuten lässt. Jungwirth nimmt seine Leser auf eine nikotin- und koffeingeschwängerte Reise mit, die abrupt ihr Ende nimmt und einmal mehr Fragen hinterlässt - was in diesem Fall durchaus akzeptabel ist. Wenn Schluss ist, ist Schluss. 
"Sonnenglaster" ist ein Buch, auf das man sich - auch wenn man eigentlich so rein gar nichts mit Werwölfen anfangen kann - durchaus einlassen sollte. Fürs Feeling wär wohl die Lektüre in einem rauchverhangenen Kaffeehaus ganz gut :)
  • Taschenbuch: 396 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (28. Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1480115800
  • ISBN-13: 978-1480115804

Sonntag, 17. Februar 2013

12 Bücher für 2013

Gemeinsam mit einer Freundin habe ich auch für dieses Jahr wieder eine Leseliste angelegt. Wie auch im letzten Jahr (in dem ich ja kläglich gescheitert bin :D) haben wir uns Kategorien ausgesucht, nach denen wir Bücher aus unserem Stapel ungelesener Bücher in diesem Jahr lesen möchten. Es sind für mich geworden: 

1. Ein Buch aus vergangenen Leselisten (leider eh große Auswahl...)
Lasst die Bären los von John Irving

2. Ein Buch, das einen Preis gewonnen hat
Der menschliche Makel von Philipp Roth

3. Gratisbuch der Stadt Wien
Und Nietzsche weinte von Irving D. Yalom

4. Ein Buch, das in England spielt
London von Stephen Halliday

5. Ein Kinder-/Jugendbuch
Rosa Riedel Schutzgespenst von Christine Nöstlinger

6. Never judge a book by it's cover
Schlafen bei Licht von Wolfgang A. Gogolin

7. Sachbuch
Die Simpsons und die Philosophie, hrsg. von Irwin William

8. Das 13. Buch im Regal
Kaltes Herz von Tess Gerritsen

9. zur freien Wahl
Der Priester mit den roten Schuhen von Tina Caspari

10. Hardcover
Tintenherz von Cornelia Funke

11. zur freien Wahl
Death of an Addict von MC Beaton

12. vom Flohmarkt
Gott der kleinen Dinge von Arundhati Roy

Mittwoch, 23. Januar 2013

Theo Boone und der unsichtbare Zeuge



Autor: John Grisham 
Original: Theodore Boone - Kid Lawyer (2011)
Übersetzung: Imke Walsh-Araya
meine Bewertung: 2 von 5
Band 1 der Theo Boone-Serie


Theo Boone ist erst dreizehn, trotzdem kennt er sich in allen Belangen des Rechtswesens aus. Er verbringt seine freie Zeit am liebsten in der Anwaltskanzlei seiner Eltern, hat dort sogar ein eigenes Büro. Die meiste Zeit hat er seine Nase in einem Schmöker über Recht und Ordnung, er kennt die Richter und Anwälte seiner Stadt beim Namen und kann Ungerechtigkeiten nicht leiden. Kein Wunder also, dass Theo für seine Schulfreunde die erste Anlaufstelle ist, wenn diese ein Problem haben. 
Als in seiner Stadt, in der sonst eigentlich nie etwas passiert, endlich einmal ein Mord geschieht, möchte Theo natürlich in der ersten Reihe sitzen, wenn es zur Verhandlung kommt. Die Anklage hat für ihre Beweisführung nur Indizien, der Fall verspricht also, spannend zu werden. 
Ausgerechnet Theo ist es dann aber, der von einem Augenzeugen angesprochen wird. Er hat den Mörder beobachtet und kann die entscheidenden Hinweise geben, um das Verbrechen restlos aufzuklären. Da der Zeuge illegal im Land ist, hat er furchtbare Angst, zur Polizei zu gehen, weshalb er Theo um Hilfe bittet.
Grisham hat das, was er am besten kann, nämlich Gerichtsthriller schreiben, mit diesem Werk, dem ersten Band der Theo-Boone-Serie, von der Erwachsenenliteratur auf die Kinderliteratur umgelegt. Dabei hat er einige liebenswerte Charaktere geschaffen - ein wenig nerdig und aufdringlich klug, brav und angepasst, aber ganz nett zu lesen. Dass Grisham schreiben und erzählen kann, ist sowieso bekannt, ich persönlich finde aber, dass er sich wesentlich leichter tut, erwachsene Protagonisten zu schaffen.


  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (8. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453409337
  • ISBN-13: 978-3453409330

Freitag, 4. Januar 2013

Mord ist kein Kinderspiel



Autor: Alan Bradley
Übersetzung: Gerald Jung und Katharina Orgaß 
Original: The Weed that stings the Hangman's Bag (2010)
meine Bewertung: 4 von 5
Band 2 der Flavia de Luce -Serie


Die elfjährige Flavia liegt am Friedhof und möchte gerade in aller Ruhe ihr Begräbnis spielen, als sie jäh unterbrochen wird. Eine wunderhübsche Frau liegt schluchzend auf einem Grabstein. Flavia nähert sich ihr und spricht sie an. Sie bietet der schönen Frau, die sich als Geliebte des begnadeten Puppenspielers Rupert Porson herausstellt, ihre Hilfe an. Zwar rückt diese nicht gleich mit der Sprache heraus, aber Flavia wäre ja nicht Flavia, käme sie nicht schnell dahinter, was nicht stimmt.
Sie hilft Nialla und Rupert, einen Ort zu finden, wo sie mit ihrem Wagen stehen bleiben und ihr Lager aufschlagen können.Das ist zwar ausgerechnet am Grundstück der Ingelbys, deren kleiner Junge sich vor einigen Jahren aufgehängt hat.
 Die Ankunft des berühmten Puppenspielers bleibt nicht unbemerkt, schnell bemüht sich der Pfarrer um einen Auftritt im Gemeindesaal. Rupert sagt geschmeichelt zu. Nichts hält Flavia zuhause auf Buckshaw, wenn im Dorf so interessante Dinge vor sich gehen, wie die Proben zur Puppenaufführung. Porson scheint den Puppen wahrlich Leben einzuhauchen.
Während der Aufführung ist schließlich das ganze Dorf anwesend, sogar die Inglebys. Eine kurze Schrecksekunde fährt durch die Zuseher, als sie erkennen, dass eine der Puppen die exakten Gesichtszüge des kleinen Ingleby-Jungen tragen, der auf so tragische Weise ums Leben gekommen ist. Doch dann passiert noch etwas viel Schrecklicheres: Rupert Porson fällt tot von der Bühne.
Flavia ist natürlich sofort klar, dass es sich hier nicht um einen Unfall gehandelt haben kann, weshalb sie - sehr zum Missfallen der Polizei - erneut beginnt, ihre eigenen Untersuchungen anzustellen.
Die Bücher von Alan Bradley sind wirklich ein Leseerlebnis. Schauplatz ist ein englisches Dorf in der Nachkriegszeit, die Heldin ist superschlau auf dem Gebiet der Chemie, tough und selbstbewusst. Neben schwarzem Humor verfügen die Geschichten über einen ganz ordentlichen Spannungsbogen und einige interessante Wendungen.
Für LeserInnen ab 12 wärmstens zu empfehlen!
  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442378257
  • ISBN-13: 978-3442378258