Das nackte Gesicht



Autor: Sidney Sheldon
Original: The naked Face (1973)
meine Bewertung: 3 von 5

Sheldons Erstlingswerk "Das nackte Gesicht" lässt schon viel von seiner späteren Erzählkunst erahnen. In der Geschichte geht es um den Psychoanalytiker Dr. Judd Stevens.

Eines Tages wird einer seiner Mandanten ermordet, kurz darauf auch noch seine Sekretärin. Dr. Stevens wird von der Polizei verdächtigt, die Morde begangen zu haben, deshalb wendet er sich an einen Privatdetektiv. Als auch dieser auf brutalste Weise ermordet aufgefunden wird, lässt die Polizei nicht mehr locker und Dr. Stevens beginnt schon daran zu glauben, selbst an einer Paranoia erkrankt zu sein. Schließlich findet Dr. Stevens jemand, dem er meint, vertrauen zu können, doch auch dies erweist sich als beinahe tödlicher Irrtum...

Der Roman ist sehr spannend aufgebaut und die Handlung folgt nur einem roten Faden. Die Abzugspunkte gibt es deshalb, weil manches zu offensichtlich scheint (zumindest, wenn man schon andere Werke Sheldons kennt) und die Spannung noch nicht das Niveau erreicht, das sie in seinen späteren Werken hat. Trotzdem ist das Büchlein jedem zu empfehlen, der sich für Sheldon interessiert - ein paar verregnete Sonntagnachmittagsstunden können so auf jeden Fall auf angenehme Art und Weise verbracht werden.
Taschenbuch: 191 Seiten
Verlag: Goldmann (April 2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442552109
ISBN-13: 978-3442552108

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