Menschenjagd



Autor: Stephen King als Richard Bachmann
Original: Running Man (1982)
meine Bewertung: 3 von 5

Wir schreiben das Jahr 2025. Es gibt Pneumo-Autos, die Luft ist kaum mehr atembar und die Fernsehanstalt ist wichtiger geworden, als die Regierung. Ben Richards lebt mit seiner Frau Sheila und seiner kleinen Tochter Cathy in einer Sozialwohnung in Co-Op-City, einer der vielen Armengegenden. Ben hat seinen Job als Maschinenputzer bei General Atomics aufgegeben, um überhaupt ein Kind zeugen zu können und jetzt ist die kleine krank geworden. Sie hat Lungenentzündung und braucht dringend Medikamente.

Das Geld der kleinen Familie ist knapp und bevor Sheila wieder als Prostituierte arbeiten muss, beschließt Ben, die Sache in die Hand zu nehmen. Er bewirbt sich für eine der vielen grausamen Spielshows, die die große Fernsehanstalt über Free-Vee täglich sendet. Er schafft es, für "Menschenjagd" ausgewählt zu werden. Die Spielregeln sind denkbar einfach: Ben wird vom ganzen Land gejagt, wird er erwischt, wird er umgebracht. Für jede Stunde, die er in Freiheit verbringt, bekommt seine Familie hundert Dollar. Und für jeden Polizisten, den er tötet, gibt es einen extra Bonus. Es dauert nicht lang, da wird der Gejagte selbst zum Jäger, um sein Leben zu retten.

Wie man es von Stephen King, alias Richard Bachman, erwartet, ist die Geschichte spannungsgeladen und voll Action. Mit der Romanvorlage hat der gleichnamige Film mit Arnold Schwarzenegger nicht viel gemeinsam, außer vielleicht der Grundidee. Das Buch ist viel besser und obwohl es ein wenig futuristisch anmutet, kann man doch schon ein wenig zeitkritik herauslesen, die besonders in den heutigen Zeiten von Überwachungsstaat und Big Brother dringend nötig ist. Für den Schluss allerdings, ist mir Mr King eine Erklärung schuldig. Oder kann er es nicht ertragen, einmal eine Story mit Happy End zu schreiben?
Taschenbuch: 226 Seiten
Verlag: Heyne (24. November 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453022912
ISBN-13: 978-3453022911

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