Dennis



Autor: Jordan Horowitz
Original: Dennis the Menace (1993)
meine Bewertung: 2 von 5

Gerade haben die großen Ferien begonnen und vor dem kleinen Dennis liegt ein Sommer voller Abenteuer. Doch nicht nur für ihn werden die Ferien aufregend, sondern auch für seine Eltern, Nachbarn, Freunde - kurz: für alle, die mit ihm zu tun haben.

Dennis ist nämlich kein normaler Junge. Dennis ist außergewöhnlich. Er ist ein außergewöhnlicher Quälgeist. Wenn er auf seinem klapprigen Fahrrad durch die Straßen seiner Stadt fährt, fliehen Katzen und selbst Eichhörnchen suchen das Weite. Das ist auch das, was Mr Wilson, der ältere Nachbar der Mitchells, gerne machen würde: Weit, weit weg sein, wenn Dennis kommt. Leider mag seine Frau Martha den kleinen Jungen sehr und Dennis hingegen vergöttert Mr Wilson. Da ist es kein Wunder, dass er viel Zeit bei den Wilsons verbringt und auch dementsprechend viel Chaos anrichtet.

Eines Tages müssen die Eltern von Dennis auf eine wichtige Reise gehen, deshalb muss jemand gefunden werden, der auf Dennis aufpasst. Jeder Babysitter legt den Telefonhörer auf, wenn er nur den Namen "Dennis" hört, doch Martha Wilson erklärt sich nur allzu gern dazu bereit, Dennis für eine Nacht in ihrem Haus aufzunehmen. Natürlich ist Mr Wilson alles andere, als begeistert. Er hat sogar richtig Angst.

Natürlich kommt alles so, wies kommen muss: Der Aufenthalt bei den Wilsons artet in Chaos aus, Mr Wilson verliert fast die Nerven und jagt deshalb Dennis von Dannen. Der kleine Junge flieht in den Wald, wo er auf einen Räuber stößt, den er allerdings auf erstaunliche Art und Weise beinahe um den Verstand und für einige Zeit hinter Schloss und Riegel bringt.

"Dennis" von Jordan Horowitz ist das Buch zum gleichnamigen Film mit dem legendären Walter Matthau in der Rolle des griesgrämigen, doch am Ende reumütigen, Mr Wilson und Mason Gamble in der Rolle des Titelbalgs - äh... Titelhelden. Der Film ist wirklich sehr empfehlenswert für die ganze Familie und kein bisschen "alt", obwohl er schon vor mehr als 13 Jahren seine Premiere feiert. Das Buch hingegen ist wohl eher für die jüngere Generation gedacht und außerdem nur dann wirklich komisch, wenn man auch den Film gesehen hat.

Kennt man nur das Buch und den Film nicht, passiert einem sicherlich zu viel an Unglaubwürdigem und Zufällen auf den rund 160 Seiten des Büchleins. Zu bemängeln ist außerdem die ständige Wortwiederholung "Switchblade Sam" und ein ziemlich nachlässiges Lektorat, was die Orthografie betrifft. Ansonsten ist das Buch für jedes Kind, das den Film kennt, sicherlich ein ziemlicher Spaß.


  • Broschiert: 171 Seiten
  • Verlag: Lübbe (1993)
  • ISBN-10: 3404121562
  • ISBN-13: 978-3404121564
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