The DaVinci Code



Autor: Dan Brown
Original: The Da Vinci Code (2004)
meine Bewertung: 5 von 5

Robert Langdon, der berühmte Harvard-Professor und Symbologe, hält sich in Paris auf, um einen Vortrag über das heilige Weibliche zu halten. Er hätte außerdem für den späteren Abend eine Verabredung mit dem Direktor des Louvre, Jacques Sauniere. Zu diesem Treffen kommt es allerdings nicht mehr, da der Kurator ermordet aufgefunden wird.

Robert Langdon wird kontaktiert, da etwas mit der Leiche seltsam ist. Kurz vor seinem Tod hat der Kurator noch eine verschlüsselte Botschaft hinterlassen, außerdem hat er selbst seine Leiche in der "Vitruvian Man" - Form von Leonardo Da Vinci arrangiert. Der französische Geheimdienst zieht Langdon hinzu, außerdem noch die Kryptologin Sophie Neveu, die ein besonderes Verhältnis zu Jacques Sauniere hatte.

Schon bald beginnen eine Vielzahl von Jagden. Einerseits sind Langdon und Neveu auf der Flucht vor dem französischen Geheimdienst, da Langdon des Mordes an Sauniere verdächtigt wird, außerdem jagen die beiden Saunieres letztem Geheimnis hinterher. Opus Dei, die rigide katholische Organisation, hat ebenfalls ein Interesse daran, Langdon und Neveu nicht bis an ihr Ziel zu gelangen.

Dieses Ziel ist nichts Geringeres, als der Heilige Gral, dessen Aufenthaltsort Jacques Sauniere bekannt war, da er der Kopf der Priore de Seance war, der Organisation, die sich der Bewahrung des alten Wissens und der Beschützung des Heiligen Grals verschrieben hat.

Brown hat ein Werk geschaffen, das einen fesselt. Die Geschichte spielt an nur einem Tag - besser: in nur einer Nacht, man liest atemlos von Kapitel zu Kapitel und will endlich herausfinden, wo sich der Heilige Gral befindet, und was er nun ist. Denn dass er, weitverbreiteten Annahmen zum Trotz, kein Gefäß sein soll, ist einem schon von Anfang an klar.

Leider musste Brown harsche Kritik für dieses Werk einstecken. Wahrscheinlich vor allem deshalb, weil auch der Kinofilm zum Buch mittlerweile überall läuft und die Kirche dementsprechend Anti-Propaganda gemacht hat. Brown wird vorgeworfen, Fakten zu vermischen, ungenau zu sein und "ketzerische Propaganda" zu verbreiten.

Zu diesen Vorwürfen sei gesagt: Brown hat einen ROMAN geschaffen - er hat das Recht dazu, Fakten zu verdrehen und ungenau zu sein. Entgegen diverser TV-Dokumentationen, die behaupten, Brown würde sein Werk als Tatsachenbericht verkaufen, sei folgendes gesagt: Brown behauptet lediglich, die Priory of Sion und Opus Dei würden wirklich existieren (womit er Recht hat) und alle Beschreibungen der Riten und Kunstwerke sei akkurat. Er behauptet keineswegs, ein Sachbuch verfasst zu haben. Schließlich stellt ja auch keiner Harry Potter infrage...

Auf jeden Fall ist "The Da Vinci Code" wert, gelesen zu werden. Ich weigere mich standhaft, etwas schlecht zu finden, nur weil es kommerziellen Erfolg hat. Natürlich weigere ich mich ebenso, etwas gut zu finden, weil es kommerziellen Erfolg hat. Man kann dieses Buch jedem ohne schlechtem Gewissen empfehlen, der auf ein bisschen Verschwörungstheorie steht und gute Krimis mag.

Auch der Film mit Tom Hanks in der Rolle von Robert Langdon und Audrey Tautou als Sophie Neveu ist es durchaus wert, wieder einmal ins Kino zu gehen. Hat man den Roman vorher gelesen, wird einem manche Szene vielleicht fehlen (vor allem der zweite Kryptex), was aber der Qualität der Unterhaltung keinen Abbruch tut.


  • Taschenbuch: 605 Seiten
  • Verlag: Random House UK; Auflage: New Ed (1. März 2004)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0552149519
  • ISBN-13: 978-0552149518
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