Todesrausch
Autor: Jerry Cotton (Pseudonym)
Original: 1967
meine Bewertung: 1 von 5
Der FBI-Mann Jerry Cotton wird betäubt und entführt. Man bringt ihn in das Labor von Branco Zirko, wo man ihm eine Droge injizieren will, die ihn in eine Killer-Maschine verwandelt. Natürlich befreit sich Cotton aus dieser Situation und startet zum Gegenangriff auf den verrückten Wissenschafter und seine Gefolgsleute.
Es tut mir leid, dass ich nicht mehr zum Inhalt sagen kann, aber Tatsache ist, dass es einfach nicht mehr zu sagen gibt. Das ist die ganze, flache Handlung dieses "Werkes", von dem nichteinmal genau festgestellt werden kann, wer dafür verantwortlich zeichnet. Verschiedene Autoren schreiben abwechselnd unter dem "Jerry Cotton" Pseudonym für die Serie, von der es mittlerweile keine Romane, sondern nur noch Hefte gibt. Davon allerdings schon mehr als 2.500 Bände.
"Todesrausch" ist noch ein "altes" Taschenbüchlein, das damals um ATS 16,50 oder DM 2,40 zu haben war. Aber sogar das ist noch zu teuer. Der Schreibstil und der Stil des Übersetzers sind mehr als nur schlecht. So liest man ständing Dinge wie "das Girl", "Squareyard" oder "Sidestep", die einem richtig sauer aufstoßen. Auf der anderen Seite kommen auch Neo-Germanismen wie "Dritte Avenue" anstatt der berühmten "Third Avenue" in New York unter die Augen. "Der FBI" ist auch nicht gerade guter Stil, da es sich mit FBI um DAS Federal Bureau of Investigation handelt.
Nicht nur die Übersetzung und die ganze Story, sondern auch die Charaktere sind sehr flach. Nach zu diesem Zeitpunkt immerhin schon 85 Bänden sollte man doch erwarten, dass der berühmte "G-Man" über etwas Charakter verfügt. Leider ist dem nicht so. "Es gibt keine FBI-Agentinnen" ist nur eines der Beispiele von ziemlich chauvinistischem Verhalten, das sich in dieser Serie, die wohl eindeutig für Männer konzipiert wurde (Cotton fährt einen Jaguar), eingeschlichen hat. Auf jedem Fall also die Finger davon lassen! Man kann noch so sehr Krimi- und Actionfan sein, diese Reihe ist dennoch nicht zu empfehlen!
Zitat Seite 90 unten, Romanausgabe von Bastei Lübbe, 1967:
"Ich stieß einen dünnen Pfiff aus. 'Sie liegt der Siebzehn genau gegenüber.' Clark Gibbons stieß einen dünnen Pfiff aus. 'Sie haben recht.'"
Soviele dünne Pfiffe aufeinmal...klingt nach Wunschkonzert.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen