Bestien unter sich
Autor: Jerry Cotton (Pseudonym f. div.)
Original: Bestien unter sich (1969)
meine Bewertung: 0 von 5
Dieser
Fall des FBI-Geheimagenten Jerry Cotton erzählt von einer
Außenseiterbande, der anscheinend der ganz große Coup gelungen ist. Bei
einem Überfall auf eine Firma, die Geld instand setzt, konnten 2
Millonen Dollar erbeutet werden. Die alteingesessene Unterwelt brennt
natürlich darauf, die Außenseiter in die Finger zu bekommen, um sich
ihren eigenen Anteil an der Beute zu sichern.
Spätestens
dann, als noch ein Mord passiert, ist für Jerry Cotton klar, dass sich
nicht nur das FBI auf die Suche nach den Dieben gemacht hat, sondern
auch die Verbrecherbande rund um Dark Oxleygh. Natürlich kommen auch
wieder einige der obligatorischen "Girls" vor und es dürfte wohl auch
niemanden verwundern, dass Cotton mehr Leben als eine Katze zu haben
scheint und noch dazu mehr Glück als Gustav Gans. Er entkommt jeder noch
so lebensbedrohlichen Situation und schafft es zum Ende hin schließlich
wieder, den ganzen Fall auf zwei Seiten aufzuklären.
Unter
dem Pseudonym "Jerry Cotton" schreiben und schrieben verschiedene
namhafte und weniger bekannte Autoren des Bastei-Lübbe Verlags ihre
Geschichten rund um den Helden des FBI. Man muss keine Leseratte sein,
um erkennen zu können, dass die Qualität der Handlung und der
Schreibstil der Geschichten sehr stark schwankt, was an den
unterschiedlichen Autoren liegt. Immer gleich zu bleiben scheint aber
die Bezeichnung "Girl" für Mädchen und die sprachlich eher einfache
Schreibweise, sowie das meist gleich ablaufende Handlungsmuster.
Cotton
ist ein Macho, für sich selbst einfach der Größte. Menschen, die
anspruchsvolle Literatur, gut durchdachte Trivialliteratur, spannende
Krimis oder Actionschmöker suchen, sind definitiv mit Cotton nicht gut
beraten. Bei genauerem Überlegen könnte man seine Abenteuer vielleicht
aber als Klolektüre emfpehlen - den Faden verliert man nämlich auch
nicht, wenn man 170 mal ansetzen muss, um die 179 Seiten zu lesen - was
vor allem daran liegt, dass außer unglaubwürdigen Actionszenen nicht
viel an nennenswerter Handlung passiert.
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