Der dritte Mann
Autor: Graham Greene
Original: Der dritte Mann (1950)
meine Bewertung: 2 von 5
Der
Brite Rollo Martins wird von seinem Freund Harry Lime in das besetzte
Wien der Nachkriegszeit gerufen. Martins folgt diesem Ruf, nur um dann
als er in Wien angekommen ist, feststellen zu müssen, dass sein Freund
Harry Lime in der Zwischenzeit gestorben ist.
Man
berichtet ihm, er sei auf die Straße vor seiner Wohnung getreten, als
er auf der anderen Seite einen guten Freund entdeckt habe. Er habe dabei
nicht nach links oder rechts geblickt und sei von einem Auto erfasst
worden. Zwei Männer hätten ihn dann ins Haus getragen und der Arzt, den
man gerufen hatte, hätte nur noch den Tod Harrys feststellen können.
Martins,
der unter dem Pseudonym Buck Dexter billige Westernromane schreibt,
hört sich ein wenig um. Er glaubt einfach nicht daran, dass ein Mensch
wie Harry so unvorsichtig auf die Straße tritt und dann das Opfer eines
Verkehrsunfalls wird. Martins hört sich um. Er spricht mit vielen
Menschen, schließlich auch mit der Polizei. Er erfährt, dass sein Freund
Lime in Schiebergeschäfte größerer Ordnung eingestiegen sei.
Außerdem
erzählt der ehemalige Nachbar von Harry, dass er den Unfall beobachtet
habe. Seinen Angaben nach war noch ein dritter Mann in die ganze Sache
verwickelt, den er aber von seinem Standpunkt aus nicht erkennen konnte.
Martins macht sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Dritten Mann,
doch Koch muss für sein Wissen mit dem Leben bezahlen. Martins ist
immer mehr davon überzeugt, dass sein Freund Harry Lime einem
Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist, doch was er schließlich
entdeckt und wie die Geschichte endet, ist tragischer, als er es
angenommen hatte...
Teilweise
hat Greene eine spannende Kriminalgeschichte verfasst, die die Spannung
über kurze Strecken auch wirklich aufrecht erhalten kann. Leider ist
das Buch etwas schwach, insgesamt betrachtet. Die Figuren sind alle
ziemlich flach, auch die Stimmung des zerstörten Wiens kommt nicht
wirklich zur Geltung. Wie Greene selbst im Vorwort schreibt, ist der
Film weit besser, als das Buch, auf dem es beruht. Die Geschichte wurde
nämlich von Anfang an als Film konzipiert, und das merkt man beim Lesen.
Hier zahlt es sich wirklich aus, sich den Film zu besorgen!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen