Die Angst des Tormanns beim Elfmeter
Autor: Peter Handke
Original: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1970)
meine Bewertung: 2 von 5
Eines
Tages kommt der ehemalige Tormann und jetzige Monteur Josef Bloch zur
Arbeit. Er bemerkt, dass sich sein ganzes Leben verändert hat. Er wurde
nämlich gekündigt - zumindest nimmt er das aus dem Verhalten der anderen
ihm gegenüber an. Es schaut nämlich nur der Polier von seiner Arbeit
auf und die Tür der Bauhütte ist geschlossen.
Bloch
wandert nun durch Wien, bemerkt jede Kleinigkeit, die um sich
geschieht. Er sucht sich ein billiges Hotel und übernachtet dort. Die
Wirklichkeit scheint ihm plötzlich viel zu intensiv, um wahr zu sein. Er
nimmt jedes Detail wahr und benennt es. Bloch wird nach und nach
labiler - dann plötzlich passiert ein Mord - Bloch muss fliehen.
Er findet sich in einem Ort nahe an der Grenze wieder. Sind ihm seine Verfolger bereits dicht auf den Fersen?
Anstrengend.
Sehr anstrengend. So könnte man die Lektüre dieses Werkes von Handke
beschreiben. Es stimmt schon, dass seine Sätze wirklichkeitsgetreu und
lebendig sind, die Geschichte ist es leider nicht. Sie ist emotionslos
und vorhersehbar. Interessant ist aber die Tatsache, dass man während
der Lektüre aufschaut, einem die Einrichtung des Wohnzimmers auffällt
und man denkt: >Tisch<, >Lampe>.....
"Die
Angst des Tormanns beim Elfmeter" gehört schon seit langem zum Kanon
jener Schullektüre, die man gelesen haben sollte, darum ist es auf jeden
Fall empfehlenswert, das auch zu tun. Allerdings darf man nicht zuviel
erwarten und muss sich in Geduld üben - denn ein spannendes
Leseabenteuer ist es nicht unbedingt, das einen erwartet. Auch wenn ein
Mord passiert.
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