Geschlossene Gesellschaft
Autor: Jean-Paul Sartre
Original: Huis clos (1947)
Übersetzung: Traugott König
meine Bewertung: 5 von 5
Drei
Menschen sterben auf der Erde und kommen wegen ihrer früheren Taten in
die Hölle. Die Hölle ist aber nicht ganz so, wie man sich das
normalerweise vorstellt. Es ist heiß, das stimmt schon, aber von
Folterknechten und Fegefeuer ist weit und breit keine Spur. Vielmehr ist
es so, dass diese drei Personen - ein Mann und zwei Frauen - gemeinsam
in ein Second-Empire-Zimmer gesperrt werden und dort sich selbst
überlassen sind.
Natürlich
kommen Garcin, Inés und Estelle ins Gespräch. Sie beichten sich ihre
Sünden und reden sich dabei in Rage - "Die Hölle, das sind die Anderen" -
Sartres wohl bekanntester Ausspruch. In diesem Werk wird gezeigt, wie
sich Menschen in die gegenseitige Abhängigkeit voneinander begeben und
dadurch Selbstbestimmtheit und Freiheit aufgeben.
Gesellschaftskritisch,
ein Kind seiner Zeit und trotzdem aktuell: Das ist Sartre. Humorvoll,
einfach aber doch tiefsinnig - und so jederzeit lesenswert!
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